kuddel7591
Gast
Zitat von Jessi88:Er hatte einen Tumor an der Hypophyse (im Gehirn).. das ist aber kein Krebs, sondern eine Hormonelle Krankheit wo ein Tumor über diese Gehirnanhangsdrüse wächst. Das musste dann operiert werden. Ich denke er hat sich dadurch verändert. Sein Körper hat eine grosse hormonelle Veränderung durchgemacht.
Wahrscheinlich denkt ihr jetzt es ist noch mieser von mir, da er ja auf eine Art nichts dafür kann... ABER man kann auch versuchen seine Probleme in Griff zu kriegen, aber er tut so als wäre alles bestens dabei ist er wie ein anderer Mensch. Es gibt Tage da erkenne ich fast nichts mehr in ihm was ich so geliebt habe.....
@ Jessi88
Zitat:ABER man kann auch versuchen seine Probleme in Griff zu kriegen,
dass sind deine Worte, die du auf deinen Mann beziehst - münze diese Aussage bitte mal auf dich um!
Ich versuche es mal, wenn du erlaubst:
Zitat:Aber - ich kann auch mal versuchen, meine Probleme in den Griff zu kriegen!
Eine Frau aus der Gegend ... Gehirntumor - OP, viele Therapien, viele "Veränderungen", die mit den
Umständen der Diagnose, der OP, den Therapien einhergingen. Ihr Mann...der hat sich den neuen Situationen gestellt. Er hat seine Frau nicht wiedererkannt - was deren Verhalten anging. Er war DA, obwohl es der Horror für ihn war. Die erwachsenen Kinder - große Probleme mit der Mutter, die sich total verändert hatte - durch die Umstände, der Erkrankung. Die Frau konnte das nicht mehr steuern, obwohl sie weiter am gesellschaftlichen Leben teilgenommen hat.
Deine Definitionen des Verhaltens deines Mannes - überdenke die noch einmal. Deinem Mann wurden ggf. die Beine weggerissen, als er "Gehirntumor" diagnostiziert bekam. Dir auch? auch wenn sich keine bösartige Diagnose erwiesen hat, bleibt etwas hängen... "Tumor"
Zu erwarten, dass dein Mann eine solche Diagnose wie "Bauchschmerzen" abtut, wie Nasenbluten sieht, oder mit einem Muskelzucken gleichsetzt... auch nach der Behandlung ist das nicht der Fall.
Du willst wohl das zurück, was vor der Diagnose war...
Dass dein Mann keine therapeutische Begleitung will, ist seine Entscheidung. Da kann ihn niemand zu zwingen. Seine beste Unterstützung bekäme er, wenn er in eine intakte Atmosphäre käme - ohne "Atmosphäre" zu spielen. Dein Mann ist ehrlich - so wie er sich gibt...
...bist du es auch? Du bist von ihm abgerückt....in mehrfacher Hinsicht! Das spürt er? Spürt er es nicht? Du bist bewusst abgerückt, weil dir etwas fehlt, dem dein Mann derzeit nicht nachkommen
kann/will. Ihm Zeit zu geben? Ihm beizustehen?
Das härteste, was einen Mensch treffen kann, ist, wenn er in den schwierigsten Phasen - meist
einer schweren Erkrankung - im Stich gelassen wird...von den Menschen, die er am meisten liebt.
Nein... keine Vorwürfe, keine Anschuldigungen - lediglich Feststellungen deines (Nicht)-Handelns...