Liebe @schlaflos2023,
mit 18 seid ihr zusammen gekommen. Die Jahre bis 30 sind ganz wichtige Entwicklungsjahre zum Erwachsenwerden. Ihr scheint euch gemeinsam entwickelt zu haben, in Rollen gefestigt, die weniger Paarrollen auf Augenhöhe sondern eher abhängige Beziehungsrollen sind. Dabei hast du dich zur Mama entwickelt, er ist der pubertierende Bursche, der kein Bock auf Arbeit hat. Das mag sich bei euch so richtig eingeschliffenes haben.
Zitat von schlaflos2023: Sondern ich verhalte mich wie die Mutter zu ihrem Kind.
Ja, du Mama, die schimpft und trotzdem immer macht, er der Bub, der trotzt und sein Ding macht. Ist das das Bild?
Zitat von schlaflos2023: 2022 hatte ich eine große OP, die mit vielen Einschränkungen verbunden war und die "gesundheitlichen Nachwehen" sich bis in 2023 gezogen haben.
Zitat von schlaflos2023: Was aber viel härter war als die körperliche Veränderung war die mentale.
Diese körperlichen Einschränkungen haben mich förmlich mental einmal komplett gebrochen.
Das ist mit Anfang 30 ein ganz massiver Einschnitt in dein Leben. Plötzlich werden die Endlichkeit des Lebens und die Bedeutung der Gesundheit greifbar. Keine Erzählungen aus der Ferne, sondern plastisch im eigenen Leben. Das verändert. Deinen Fokus. Deine Ziele. Deine Prioritäten. Belastet. Dich. Deine Beziehung. Dein Umfeld.
Zitat von schlaflos2023: Das ganze wirkt sich mittlerweile auch auf unser S.leben aus.
Ich finde ihn zunehmend unattraktiver.
Ja, klar. Mama will keinen Sex mit ihrem Pubertier. Das ist weder anziehend, noch antörnend.
Zitat von schlaflos2023: Was u.a. auch an seiner meiner Meinung nach, mangelnden Körperlichen Pflege liegt. Rasieren wird überbewertet, Zähneputzen auch,. und für was soll man sich mal schick machen. Jogginghose ist ja völlig ausreichend, sofern man keine Arbeitsklamotten trägt.
Zitat von Multiversum: Was Du beschreibst - kein Rasierfreund, PC-spiele daddeln sind halt so Männerdinger, die nicht der Hit sind, die man aber notfalls noch ertragen kann.
Nein! Das sind keine Männerdinge. Die müssen auch nicht von Frauen tragen werden. Was läuft denn schief, um eine solche Einstellung zu bekommen? Augen auf bei der Partnerwahl, von solchen Exemplaren einfach die Finger lassen. Liebe @schlaflos2023, du bist zu jung, um das einfach so hinzunehmen. Ungepflegter, flegelhafte Männer dürfen ihren Weg gerne allein gehen. Die musst du nicht bemuttern. Noch nicht einmal begleiten.
Zitat von schlaflos2023: Habe ich "lang genug gemeckert" hat er sich dann bewegt. Aber das hat Kraft gekostet. Und bevor ich lange erklärt und diskutiert habe, habe ich eben selbst die Wäsche gemacht. Es war mir teilweise dann auch zu blöd um ehrlich zu sein. Meinem Mann ständig erklären zu müssen, dass schmutzige Wäsche nicht von selbst wieder sauber wird, der Kühlschrank sich nicht von alleine füllt und schmutziges Geschirr IN der Spülmaschine besser ist als AUF der leeren Spülmaschine.. Ich bin ja eigentlich nicht seine Mutter und wollte mich auch nicht dauernd so benehmen.
Siehst du eine Chance, aus deiner Muttchenrolle rauszukommen, ist er bereit sich zu bewegen, bist du willens, für eure Ehe zu kämpfen? Voraussetzung dazu, ist Veränderungsbereitschaft. Ist dein Mann bereit sich zu ändern, bist du bereit, deinen Blick auf ihn zu verändern?
Zitat von Multiversum: Ja, Männer sind oft Schnarchnasen und leben an der Realität vorbei!
Mit dieser Einstellung, ziehst du garantiert auch nur Schnarchnasen an. Geliefert wie bestellt.
Zitat von schlaflos2023: Jetzt bin ich am überlegen, wie ich ihm das rüber bringe, ohne wieder wie Mutti mit erhobenem Zeigefinger zu wirken.. Es ist zum verrückt werden...
Vielleicht "gönnt" ihr euch mal ein paar Einheiten Paarberatung. Wenn ihr beide veränderungsbereit seid.