Zitat von Heike1307: Mein jetziger Partner wuchs ohne Vater auf. Er betrog seine Partnerinnen nie, wurde aber von allen betrogen. Mein langjähriger LG davor auch.
Der Arme. Warum ist das so? (Eher eine Frage der Verzweiflung als eine, die nach Antworten sucht)
Zitat von Alduin: Gibt es Verhaltensweisen, die einen Betrug des Partners begünstigen?
Das würde mich auch interessieren. Denn ich bin bei Gott niemand, von dem man annimmt, dass sie sich alles gefallen lässt. Ganz im Gegenteil, Männer fürchten sich ja eher vor mir. Was ist es also, das ich trotzdem zu den Betrogenen gehöre?
Zitat von Heike1307: Ja, ich denke schon. Ich kann hier nur mutmaßen. Mein Partner ist jemand, der sehr auf seinen jeweiligen Partner eingeht. Also voll und ganz. Er will an der Person teilhaben. Es könnte sein ( also das denke ich für mich ), dass das den Frauen, grade den damals jüngeren Frauen, zu langweilig war. Nicht falsch verstehen, ich finde das toll, ich meine damit nicht klammern oder so.
Ist das nicht Sinn einer Beziehung? (Schon wieder eine Frage der Verzweiflung
😁)
Zitat von Mira: Also wenn man ein Muster sooft durchlebt bis man es schnallt, welches Muster hat man dann?
Mich interessiert weniger das Muster an sich, sondern, wie Betrüger dieses erkennen. Mir wird immer "vorgehalten" ich hätte ein "falsches Beuteschema". Fakt ist, ich habe gar keines. Irgendwann steht einer vor mir. Gefällt oder gefällt nicht. Das läuft ohne Plan.
Aber ... ich möchte NICHT mein Beuteschema durchkauen! Ich möchte rausfinden, wie das bei Euch so aussieht und wie das mit der Ursprungsfamilie zusammen hängt.
Zitat von DieSeherin: wahrscheinlich kommt es auf beide "beteiligten" an, aber wenn der eine total bedürftig ist und dem anderen das gefühl vermittelt, dass es fast schon egal ist, wie man behandelt wird... könnte bei jemandem, der damit nicht voller liebe umzugehen weiß, durchaus verführerisch werden.
Das klingt sehr interessant. Woran erkennt man Bedürftigkeit? Da würde mich jetzt folgendes interessieren: man sieht einander und es knistert (oder eben nicht) ... umgibt einen die Bedürftigkeit? Edit: im Sinne von Aura?
Denn ich hatte oft das Gefühl, dass sich "meine Männer" meiner zu sicher waren. Das nur begründet dadurch, dass sie wussten ich sei treu. So habe ich mich auch verhalten. Und ich dachte oft, man muss einem Mann ständig das Gefühl geben, dass er sich ja nicht sicher sein darf, denn nur dann kommt er nicht auf dumme Gedanken.
Zitat von Wurstmopped: Woran erkenne ich, wann ich einem "geheilten" Menschen begegne?
Sehr gute Frage!
Woran erkenne ich, dass ich einem treuen Mann begegne?
Zitat von Heike1307: Ich glaube, das merkt man erst nach einiger Zeit. Am Anfang sollte man auf die Red Flaggs achten. Also wenn anfangs schon Drama ist, wird das nicht besser.
Das ist ja hoffentlich klar. Viele Flags treten erst auf, wenn man schon Gefühle investiert hat.
😏Zitat von Tin_: dass das ganze ein LottoSPIEL ist und im allgemeinen nicht konkretisierbar.
👍 das stimmt ... somit ist das Gespräch zu Ende, wir können alle heimgehen!
🤣🤣🤣🤣Zitat von Heike1307: Ich habe noch nie jemanden getroffen, der nur schnell in die Kiste mit mir wollte.
Wahnsinn!
Wie ist das möglich?
Nahezu JEDER der mich in meinem Leben ansprach, wollte nichts anderes!
Ich beneide Dich!
Zitat von Masterslave: Die Aussage 'damit du mich ernst nehmen kannst' empfinde ich als grenzwertig.
Das tut mir leid, das wollte ich nicht.
Ich hab's so gemeint, dass Du es erläutern sollst, damit ich verstehen kann, was Du tatsächlich meinst.
Denn so wie es da stand dachte ich nur "Blödsinn" ... ich gehe aber prinzipiell mal davon aus, dass hier ziemlich viele intelligente Leute teilnehmen, also versuche ich eher mal die Empfängerproblematik zu hinterfragen.
Zitat von Masterslave: Seine Handlung darf keine Wirkung auf meinen Gefühlszustand haben- so das Optimum für mich.
Da hakts jetzt sehr bei mir.
Denn wenn es so ist, wozu gibt's den anderen dann!? Sind wir nicht zusammen, weil wir uns gut tun?
Beeinflusst es Dich nicht geliebt zu werden? Denn wenn der Betrug des Partners Dich nicht tangiert, dann tut es die Liebe auch nicht.
Ich glaube zu verstehen, wie Du es meinst. Es ist nur schwer das zu beschreiben.
Aber ich liege nicht so falsch mit meiner Deutung. Mir fällt da nämlich grade einer ein. Er ist nicht besonders bedeutend, weil ich rasch erkannte, dass ich nicht zu erwarten hatte. Ich hätte ihn lieben können, tat es aber nicht, weil ich schon wusste, dass ich keine Treue erwarten kann. Somit "bleibe ich bei mir" und er tangiert mich weder positiv noch negativ.
🤔Zitat von Masterslave: Mir geht es um den Umgang mit den Gefühlen und Emotionen von denen man sich dann leiten lässt- was menschlich ist.
Verstanden
Zitat von Masterslave: Niemand kann mich mit Füßen treten, wenn ich meinen Wert kenne und mein Leben so gestaltet habe. Es ist dann nicht mehr möglich, weil dich dieser Selbstwert genau vor dem Tritt schützt.
Dem kann ich - Siehe oben - nicht zustimmen, wenn auch ich weiß, was Du meinst.
Zitat von Masterslave: Wenn man als Kind seine Bedürfnisse nicht erfüllt bekommt, im Gegenteil ein Elternteil darüber hinweg geht und besipielsweise eine Mutter mit Liebesentzug arbeitet, so hat der Junge später als Mann genau das Problem.
Es sucht sich Partnerinnen die in ihrem Verhalten der Mutter ähneln und er wird sich als Mann dann so verhalten wie er es als Junge gegenüber seine Mutter tat- er wird seine Bedürfnisse zurückstecken (ist er gewohnt) um die Liebe der Partnerin zu erhalten. Er wird dann bedürftig da ihm die eigene Identität als Mann fehlt.
Hm - aufs Geschlecht des Kindes kommt es da nicht an.
Ich befürchte nur, je bedürfnisloser wir sind, desto weniger lassen wir uns auf eine Partnerschaft ein. Wozu auch, wenn wir die Erfüllung in uns selbst finden?