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Jemanden in einer Klinik kennenlernen?

Worrior
@Fenjal
Ja, manche machen es sich sehr einfach.

#46


Fenjal
@Worrior kann man machen, nur nicht auf Kosten anderer.

x 1 #47


A


Jemanden in einer Klinik kennenlernen?

x 3


M
Zitat von Fenjal:
die gesetzlichen Kassen sind am Limit, Deutschland generiert ein Gesundheitssystem, das seines Gleichen sucht.

und die privaten erhöhen fleißig ihre Beiträge. Ich habe es mehrmals erlebt, dass die private von einem Monat auf den anderen mal eben 40 - 50 Euro mehr an Beiträgen erhebt. Das machtn im Jahr einige Hundert Euro aus und dann ist nicht mal ein Zweibettzimmer abgedeckt.Ich warte schon auf den Mai, denn da kommen die frohen Botschaften, Beitragsanpassungen genannt, immer.

Eine Bekannte arbeitet in der Krankenhausverwaltung und die sagte mir, ohne Privatpatienten wären wir finanziell schon völlig abgesoffen. Da retten privat Versicherte offenbar das Krankenhaus.

Es stimmt schon, Arztbesuche werden zum Volkssport, wobei man manchmal dazu gezwungen ist. Bin ich am Montag krank oer am Freitag, muss ich eine Krankschreibung vorweisen.
Heuer hatte ich noch keine Krankheitstag und letztes jahr höchstens 3. Ich habe immer dne Ehrgeiz, ohne Krankmeldung übers Jahr zu kommen. Gelingt nicht immer. Ich gehe auch nur zum Arzt, wenn es unbedingt sein muss, denn Arztbesuche gehen ja von meiner Arbeitszeit ab.

x 2 #48


Laetitia2024
Zitat von Worrior:
Das geht halt gewaltig nach hinten los.

Ja, aber das ist für manch einen besser als nichts.

x 1 #49


Fenjal
@Margerite sieh mal, wenn man z.B wegen Liebeskummer, etwas das jeden Erwachsenen im Leben vermutlich trifft, Therapiestuben aufsucht, ist das schon eine Hausnummer.

Oder mein Chef hat mich ermahnt, weil ich das 5. mal zu spät gekommen bin, jetzt brauch ich zunächst einmal einen Therapeuten, der mich wieder aufrichtet, denn mit Kritik, ...(berechtigt und verdient).....kann ich nicht umgehen.
Und und und...

Soetwas blüht! und zwar wie Unkraut.

x 8 #50


K
@Fenjal
Die Gesellschaft wird immer unselbstständiger. Und das stimmt schon das man wegen jeder Kleinigkeit eine Therapie braucht!

x 4 #51


Tobuka
@Hailey12 Der Anteil an psychisch erkrankten Menschen ist enorm hoch.
Da kann ich Dir nur zustimmen!
Ich arbeite in einer Einrichtung für psychisch beeinträchtigte/erkrankte Menschen und es kommen immer mehr, egal welches Alter!

x 1 #52


S
Zitat von Tobuka:
@Hailey12 Der Anteil an psychisch erkrankten Menschen ist enorm hoch. Da kann ich Dir nur zustimmen! Ich arbeite in einer Einrichtung für psychisch beeinträchtigte/erkrankte Menschen und es kommen immer mehr, egal welches Alter!

Eine Steigerung von 65 % habe ich vor einer Woche gehört , ist das richtig ?

#53


M
Zitat von Laetitia2024:
sieh mal, wenn man z.B wegen Liebeskummer, etwas das jeden Erwachsenen im Leben vermutlich trifft, Therapiestuben aufsucht, ist das schon eine Hausnummer.

Ich fürchte, dass das gar nicht so selten ist. Es ist leider auch so, dass viele jüngere Leute in einer Blase aufgewachsen sind, in der sie mit Belastungen möglichst wenig konfrontiert wurden und daher "überversorgt" sind. Kommt dann mal ein Schicksalsschlag, können sie nicht damit umgehen .

Liebeskummer ist definitiv kein Grund, zum Therapeuten zu gehen. Was soll der auch daran ändern? Mechanismen, mit Niederlagen, Verzichten usw. umzugehen, müsste man im Lauf des Lebens lernen.
Resilienz muss man lernen und die kann im Lauf des Lebens auch wachsen.

Wer mit 16 einen Liebeskummer erlebt, glaubt, die Welt bricht zusammen und weiß dann schon, dass man so was überlebt.
In meiner Generation wüsste ich niemanden, der jemals bei einem Therapeuten war. Vielleicht gab es die noch nicht mal.

Es gab auch recht wenig Kinder, die tatsächlich verhaltensauffällig waren.

Ich war letzthin auf einer großen Geburtstagsfeier. Ein Sohn meiner Freundin war auch eingeladen, der wiederum seinen Sohn dabei hatte. Ich hatte einen guten Blick auf die beiden, aber was ich da sah, verstörte mich einigermaßen. Der Bub schrie, krakeelte in einer Tour rum und machte ständig stereotype Bewegungen. Erst nach einigen Stunden wurde er ruhiger. Ich meinte zu einer anderen Freundin, mir kommt der R verhaltensauffällig vor.

Ja, sagt sie, der R ist ein Autist. Er reagiert nicht auf andere Menschen, nur sein 'Vater kann ihn manchmal noch bändigen, aber er verausgabt sich so lange, bis er müde wird. Und er spricht nicht, ist ja auch "erst" 4 oder 5 Jahre alt. Er gibt nur Laute von sich. Und ob R in Therapie ist, darüber war sie sich nicht sicher.

x 1 #54


Tobuka
@Scheol die genaue Zahl weiss ich nicht. Wir sind auch nur eine von vielen Einrichtungen. Jedes Quartal gibt es ein sogenanntes Eingangsverfahren und es gibt immer mehr Anmeldungen ....

#55


Fenjal
Zitat von Tobuka:
@Scheol die genaue Zahl weiss ich nicht. Wir sind auch nur eine von vielen Einrichtungen. Jedes Quartal gibt es ein sogenanntes Eingangsverfahren und ...

30% Eigenleistung und die Reihen lichten sich, davon bin ich überzeugt.

x 2 #56


Tobuka
@Fenjal macht sich in einer Werkstatt schlecht

#57


A
Zitat von mara_mly:
Ich bin in einer Klinik, da es mir mental längerfristig nicht gut ging und um daran arbeiten zu können. Um ehrlich zu sein, habe ich nicht wirklich damit gerechnet, dass es zu sowas kommt, aber ich habe einen Mitpatienten, den ich zunehmend sympathisch finde oder merke, dass ich mich zu ihm hingezogen fühle.

Schade, dass es jetzt (wieder?) um andere Menschen geht und nicht um dich. Wo es doch gerade ganz wichtig wäre.

Ich würde dir raten da Abstand zu nehmen, aber wir wissen beide, dass du das nicht tun wirst. Oder?

x 3 #58


H
Die Zunahme oder zumindest vermehrte Registrierung an psychischen Erkrankungen hat sicherlich mehrere Gründe.

Zum Einen gibt es heute Gott sei Dank die Möglichkeit in Therapie zu gehen. Man wird damit ernster genommen. Die Thematik wird weniger belächelt als früher....(viele, sieht man auch hier im Forum, tun sich trotzdem auch heute noch schwer damit, das anzuerkennen. Vor allem wenn man bisher das Glück hatte davon verschont zu bleiben).

Zum Anderen sind wir heute einer anderen Art Stress ausgesetzt.
Was absolut nicht heißen soll, dass es früher nicht stressig war. Die Generationen zuvor hatten teils mit enormen Herausforderungen zu kämpfen.


Was heute aber eine verdammt große Rolle spielt, ist die Schnelllebigkeit, welcher man sich kaum noch entziehen kann, die ständige Erreichbarkeit, die Reizüberflutung an allen Ecken und Enden. Das mag vielen erstmal nicht direkt bewusst sein, unserem Nervensystem aber sehr wohl. Was wir selbst als stressig empfinden, ist oft weit weg von dem was unser Körper als anstrengend empfindet. Unser Gehirn wird ständig überreizt. Das Leben spielt sich oft digital ab.

Wir entfernen uns immer mehr von uns selbst und unserer Natur. Das bedeutet hohe Belastung für Körper und Geist, auch wenn man diese lange nicht bewusst wahrnimmt.
Wir benötigen immer mehr Reiz um die Aufmerksamkeit zu behalten. Höher, schneller, weiter, abwechslungsreicher, intensiver, skandalöser....All das brennt uns letztlich aus.

Dazu immer mehr Druck, Zeitnot....Nichts wird bewusst getan. Weder in Ruhe gegessen, noch mit Achtsamkeit die Umwelt wahrgenommen. Selbst ge-💩 wird oft wie mit der Stoppuhr, als ob man sonst den nächsten Bus verpassen würde.

Und ein zweiter ganz großer Faktor. Wir sind vernetzter denn je, doch einsamer wie nie.
Dazu der Trend alles alleine schaffen zu müssen. "Du musst dich erst selbst lieben, dann darfst du in Beziehung gehen"...Nein, wir lernen uns oft erst selbst lieben in Beziehung.

Kinder müssen ganztags in die Kita weil auch Mamas schaffen, wie früher Opa Klaus. Nur mit Kindern. "Den Kindern wirds doch nicht schaden - da sind sie gut aufgehoben" - Ja, zum Teil schon. Aber stell dich als Erwachsener nur mal 2 Stunden in ne Kita. Alleine beim Geräuschpegel kriegt man nen Vogel....

Dating eine Katastrophe. Zuviel, zu schnell, zu austauschbar.

Unser Belohnungssystem verkümmert. Immer weniger wird aus eigener Hand erschaffen, zu viel, zu einfach, im Überfluss zu haben.

Vieles verliert so an "Wert". Das Leben verliert deshalb manchmal an Bedeutung.

Und letztlich einzelne, individuelle Erfahrungen welche prägen.

Das alles kann krank machen.

Ja, das Gesundheitssystem ist überlastet. Ich bin chronisch krank. Habe das Gesundheitssystem viel Geld gekostet, aber auch zigtausende Euro selbst investieren müssen.

Dass das System überlastet ist, ist nicht ausschließlich der Anzahl Erkrankter zuzuschreiben, sondern vor allem, meiner Meinung nach, einer oft ineffizienten Vorgehensweise und sämtlicher weiterer Faktoren.

Ich bin aber kein Experte. Kann nur die eigene jahrelange Erfahrung und die Mitbetroffener wiedergeben.

Also jeder der nun noch an der Ernsthaftigkeit psychisch oder körperlich Erkrankter zweifelt, möge sich vielleicht nochmals ein paar Gedanken darüber machen.

Vor allem unter einem Beitrag einer Frau, welche sich offensichtlich momentan in einer Lebenskrise befindet, sich hier Hilfe und Rat sucht, für ein Gefühl für das sie nichts kann.

Und dann kommen unüberlegte Antworten wie lächerlich Aktivitäten wie Gesellschaftsspiele seien oder Pläuschchen untereinander und das noch auf Staats Nacken.

Da sind wir wieder beim Thema - man muss wohl alles mit sich ausmachen. Im stillen Kämmerlein. Bloß keine Schwäche zeigen. Was Gesellschaftsspiele 😱? Wie im Kindergarten.... Es dürfen nur höchst anspruchsvolle Therapien sein - wenn überhaupt. Und verlieben...wie undiszipliniert....🙄

Liebe TE, lass dich davon nicht beeinflussen.

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Fenjal
@Hailey12 du kannst Gesellschaftsspiele mit anderen spielen oder Puzzeln oder Pläuschen halten, nur nicht auf Kosten der Solidargemeinschaft, sondern als Selbstzahler, überhaupt kein Problem.

Ich gehe ab und an gern shoppen, allerdings auf meine Kosten, völlig richtig.
Auch Wellness oder Kurztripps gehen in Ordnung, nur nicht auf Herrn Schmitts Rechnung, sich zu amüsieren oder sich zu beschenken, dafür öffnet man den eigenen Geldbeutel, das ist es, was ich befürworte.

Wenn ich wegen Liebeskummer in der Therapiestube hocke, zahle ich das, denn diese Leistung ist nicht zwingend notwendig, nicht wie z.b. die Op bei einer Blinddarmentzündung.
Also, irgendwo sollten Grenzen sein, was kostet die Welt, von dieser Haltung sollten wir uns verabschieden.

Wenn du morgen eine Zahnkrone benötigst und du bist gesetzlich versichert, wirst du einen Zusatz zahlen, denn deine Kasse deckt den Gesamtbetrag nicht.
Deine Zähne sind doch nicht weniger zu subventionieren als die Therapiestube wegen Liebeskummer?
Oder bist du anderer Ansicht?

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A


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