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Jemanden in einer Klinik kennenlernen?

Worrior
Ich kann nicht verstehen wie Menschen denen der normale Alltag schon über den Kopf steigt, dann in so einer Klinik ein Liebesgeplänkel mit Leidensgenossen anfangen.

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Laetitia2024
Zitat von Worrior:
Ich kann nicht verstehen wie Menschen denen der normale Alltag schon über den Kopf steigt, dann in so einer Klinik ein Liebesgeplänkel mit ...

Sie sehnen sich nach einem Stück Normalität, das ihr Alltag nicht mehr hergibt, denke ich. Und sie sehnen sich nach einem Partner, der ihr Leid teilt.

x 4 #32


A


Jemanden in einer Klinik kennenlernen?

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Worrior
Zitat von Laetitia2024:
Sie sehnen sich nach einem Stück Normalität, das ihr Alltag nicht mehr hergibt, denke ich. Und sie sehnen sich nach einem Partner, der ihr Leid ...

Das geht halt gewaltig nach hinten los.

x 2 #33


H
Zitat von Margerite:
Aber Monate in einer Klinik mit Freizeitangeboten im Einzelzimmer bei Vollverpflegung und ärztlicher Betreuung müssen ja bezahlt werden.

Zitat von Fenjal:
vor allem braucht es dazu nicht die Taler anderer.


Ja ihr Lieben, so ist es in der Regel - mit den Talern anderer. Gott sei Dank 😉. Das wird vom Gesundheitssystem bzw. der Rentenversicherung übernommen.

Ich hoffe ihr zahlt einen Aufenthalt aus eigener Tasche, solltet ihr einmal in diese Situation kommen. Gilt dann übrigens aber auch für Behandlungen zum Beispiel von Diabetes, Herzinfarkten, Entzündungen im Körper, durch ungesunden Lebensstil 😉

Zitat von Margerite:
Was soll das für Erfolgsaussichten haben? Zwei Lahme können zusammen auch nicht gehen. Sie bestärken sich womöglich sogar mehr in ihrem Leiden.


"Zwei Lahme"...was ist das denn für ne Aussage? Geteiltes Leid ist oft halbes Leid. Vor allem scheint dort untereinander mehr Verständnis vorhanden zu sein, als eurerseits.

Zitat von Fenjal:
weg von blabla und anderen Menschen, hin zur Stille,

Kommt aufs Blabla an. Mit dir als Mitpatientin wäre Stille sicherlich die bessere Variante.

Zitat von Margerite:
Vielleicht noch tanzen, gemeinsam singen und im Kreis erzählen wie schlecht es einem geht?


Zitat von Fenjal:
Ganz sicher nicht.
Puzzeln, spielen, rumsitzen, plaudern? 1 Tag und dann würde ich laufen, ganz weit weg von derartigen Aktivitäten.


Das dürftet ihr persönlich gerne so handhaben. Ansonsten scheint euch nicht bewusst zu sein wie wichtig sozialer Austausch, sowie Resonanz/Nähe/Co-Regulation ist - auch im Klinikalltag 😉. Gesellschaftsspiele sind dabei eine super Option.

Man kann sich durchaus auf sich konzentrieren und trotzdem in den Austausch gehen.
Wir sind zutiefst soziale Wesen. Totale Abschirmung ist nur bedingt und selten gut.

Und sollte man dabei Gefühle jemandem gegenüber entwickeln, ist das durchaus als positives Zeichen zu werten, vor allem wenn eine Depression vorliegt - manche Menschen fühlen nämlich gar nichts mehr.

Gefühle dieser Art kann man nicht willentlich steuern. Ob es sinnvoll ist, sich tatsächlich auf die andere Person einzulassen oder nicht, kommt immer auf den Einzelfall an.

Zitat von Margerite:
Dann kam er wieder nach Hause und er hatte sich tatsächlich stabilisiert und konnte wieder normal am Leben teilnehmen

Oh, dann hats ja doch was gebracht hmmm?

#34


Fenjal
@Hailey12 30% Eigenbeteiligung werde ich künftig, zwar nicht morgen schon, wohlwollend entgegensehen.
Ich wette mit dir, dass dann solche Stuben weitaus weniger frequentiert werden, denn wenn es etwas kostet, na, dann wird die Notwendigkeit mehr hinterfragt, was uns allen und nicht nur einer gewissen Klientel zugute kommt.

#35


H
@Fenjal ist halt auch nur von der Wand bis zur Tapete gedacht.

Leider könnte sich der Großteil wohl diese 30 Prozent nicht leisten. Wenn diese Menschen letztlich völlig verheizt werden/vollständig erkranken, kostet es das System und die Allgemeinheit letztens mehr.

Dir scheint auch nicht bewusst zu sein, dass nicht jeder mit einfachem Fingerschnipsen in eine Klinik kommt oder?

Für Akutkliniken müssen zwingende Gründe vorliegen. Für psychosomatische Rehas Anträge gestellt werden, die sogar häufig abgelehnt werden. Der Anteil an psychisch erkrankten Menschen ist enorm hoch. Und es ist ein enormer Leidensdruck für Betroffene. Die wenigsten gehen aus Spaß in solche Kliniken 😉

x 1 #36


Worrior
Ich bin natürlich der Meinung dass unser Gesundheitssystem und unsere Gesellschaft psychisch erkrankte Menschen auffangen und ihnen zur Genesung verhelfen soll.
Doch mittlerweile wird dieser Therapiewahn zum Volkssport und neue psychische Erkrankungen werden entdeckt bevor sie überhaupt bei jemandem auftreten.
Da fehlt mir mitunter die Ernsthaftigkeit.

x 2 #37


H
@Worrior das entscheidet aber nicht ihr, sondern der Kostenträger, zusammen mit Ärzten und Psychotherapeuten, die davor den Antrag stellen.

x 2 #38


E
Zitat von Worrior:
Ich kann nicht verstehen wie Menschen denen der normale Alltag schon über den Kopf steigt, dann in so einer Klinik ein Liebesgeplänkel mit ...

Bei einer ehemaligen Bekannten ist genau bei so einem Fall noch in der klink ihre inzwischen 13 jährige Tochter entstanden. Kurz vor der Geburt die Trennung vom Kind Vater.

Sie seit dem allein erziehenden völlig mit sich selber und Tochter völlig 0berfordert.

Ihre Tochter zieht ihre Mutter ,,gross" und muss sich mehr oder weniger um sich alleine kümmern. Die Bude sieht aus pures Chaos. Die mutter jammert denn ganzen Tag oder laminiert den ganzen Tag was sie alles kann und wer Schuld an ihren Unglück isz.

#39


M
Zitat von Fenjal:
Eigenbeteiligung

ich bin mir ziemlich sicher, dass ich in so einem Fall kräftig draufzahlen müsste. Das kann auch bei dem Bekannten so gewesen sein.

Ich war mal 3 Tage wegen einer kleine OP im Krankenhaus. Da ich privat versichert bin, erhielt ich die Rechnungen und staunte nicht schlecht, wie teuer das alles war. Zumal Ärzte noch separat darin verdienen. Der Gynäkologe, der Anästhesist und vielleicht noch einer. Jedenfalls trafen eine Zeitlang viele Rechnungen ein. Labor, Krankenhaus, Ärzte, Medikamente etc. waren gründlich aufgelistet. Alles in allem kostete die OP mit 3 Nächten Krankenhaus einige Tausend Euro.

Ich musste, weil ich in einem 2-Bett-Zimmer untergebracht war (es gab lediglich ein Alibi-3-Bett-Zimmer) pro Nacht 60 Euro draufzahlen, weil meine Police das 2-Bett-Zimmer nicht abdeckte. Gut, das ist nicht die Welt, aber bei einem längeren Aufenthalt läppert es sich dann doch recht schnell auf ein paar Hundert Euro, die mir nicht erstattet werden..

Ich fragte dann bei meiner Versicherung nach und wurde aufgeklärt. Der Abschluss einer höheren Police würde einige Hundert Euro im Jahr mehr kosten. Angesichts dessen, dass das seit meiner Kinderzeit der einzige Krankenhausaufenthalt war, behielt ich die Police bei, wie sie ist.
Ginge ich wie der Bekannte über Monate in eine Klinik mit Einzelzimmer, was würde ich da draufzahlen müssen? Das will ich lieber nicht wissen..Von allem anderen ganz zu schweigen.

#40


Fenjal
@Margerite die gesetzlichen Kassen sind am Limit, Deutschland generiert ein Gesundheitssystem, das seines Gleichen sucht.
10 malige Arztbesuche jährlich im Schnitt, pro Kopf... stattlich, wenn man eu weit vergleicht.
Wie kommt das?
Sind wir mehr krank als andere Eu Bürger?

#41


Worrior
Zitat von Hailey12:
@Worrior das entscheidet aber nicht ihr, sondern der Kostenträger, zusammen mit Ärzten und Psychotherapeuten, die davor den Antrag stellen.

Die haben auch mit Sicherheit mehr Ahnung davon wie ich.
Ich wundere mich nur.

x 1 #42


S
@mara_mly

so weit ich informiert bin, ist es in psych. Kliniken sogar untersagt, Beziehungen zu anderen auf zu bauen, weil sich jeder um seine Probleme kümmern sollte und nicht noch ein Datig-Affären-Beziehungs-Fass neben der Therapie aufmacht.

Aber wir sind alle Menschen. Es wird vermutlich gut tun, Aufmerksamkeit und Kontakt zu haben.

#43


Worrior
Zitat von egnater83:
Bei einer ehemaligen Bekannten ist genau bei so einem Fall noch in der klink ihre inzwischen 13 jährige Tochter entstanden. Kurz vor der Geburt die ...

Na Klasse und eine 13Jährige muss es ausbaden.

#44


Fenjal
@Worrior und? Andere sind doch Schuld, man selbst war depressiv und antriebsarm.
Wie es dann damals zur SS kommen konnte? Tja, das wäre dann die Frage.
Was ich mich frage, wohin wird uns ein solches Gebaren, kein Einzelfall, noch führen.
Echt nicht nachvollziehbar und für mich schon unverfroren.

x 1 #45


A


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