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Jemanden in einer Klinik kennenlernen?

J
@Fenjal

Was nützt es dir, dich darüber aufzuregen, dass einige das System ausnutzen? Die Mehrheit ist das sicher nicht.

Ich kenne umgekehrt Leute, die 5stellige Summen aus eigener Tasche bezahlen, um eine intensive Therapie in einer Privatklinik zu erhalten, die dann auch wirklich hilft.

Psychische Erkrankungen sind keine Frage der Haltung. Es sind Erkrankungen des Gehirns, du findest nachweisbare Veränderungen der Struktur und Neurochemie, und manche Menschen haben das Pech, eine genetische Veranlagung dafür zu haben. Würdest du zu jemandem mit Alzheimer sagen, jetzt reiß dich doch mal zusammen und erinnere dich mal?! Der einzige Unterschied ist, dass letzteres eine degenerative Erkrankung ist.

Freu dich doch einfach, dass du offenbar dieses Problem nicht hast. Ich kann dir versichern, es ist mit viel Leid verbunden. Und manche überleben es nicht...

x 2 #106


R
Zitat von Akelei76:
Ja, es gibt schwarze Schafe. Das gibt es in jedem Bereich. Und?

Das muss man aber nicht gutheißen.

Ich bin als Kind in einem Dorf aufgewachsen, wo es eine Suchtklinik (damals Alk.) gab. In regelmäßigen Abständen sah man immer wieder die gleichen Leute. Man kann Mio dafür ausgeben, das Problem an sich wird dadurch nicht gelöst.

Wo kein Wille - da wird einfach auch nichts.

#107


A


Jemanden in einer Klinik kennenlernen?

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J
Zitat von rudi333:
Wo kein Wille - da wird einfach auch nichts.

Sie wollen doch, sie versuchen es immer wieder, davon loszukommen. Bei Suchterkrankungen hast du das Problem, dass sich bei intensivem, jahrelangem Konsum ein sogenanntes Suchtgedächtnis herausbildet. Es kommt zu strukturellen Veränderungen im Gehirn, die dazu führen, dass normale Reize nicht mehr ausreichen, um Glücksgefühle auszulösen. Das erhöht die Rückfallgefahr natürlich enorm.

Und was möchtest du mit deinem Beitrag überhaupt sagen? Dass man die Leute gar nicht erst behandeln soll? Siehst du das bei Krebserkrankungen auch so? Die kommen schließlich auch häufig wieder und die Heilungschancen sind je nach Stadium schlecht.

#108


B
Zitat von Akelei76:
Du machst alles klein, was nicht so tickt wie du und das finde ich so tief verachtenswert, dass ich gar nicht verbal ausdrücken kann.

Musst du doch auch nicht. Es gibt die segensreiche Funktion des Ignorierens. Dafür gehst du auf das Profil des unliebsamen Schreibenden, drückst auf Mitglied ignorieren, schon musst du dir selbst nicht mehr die Blöße unnötiger Verbalattacken geben. Kann so einfach sein... .

x 2 #109


Fenjal
Zitat von justawoman:
Psychische Erkrankungen


Zitat von justawoman:
Würdest du zu jemandem mit Alzheimer sagen, jetzt reiß dich doch mal zusammen und erinnere dich mal?!

Es geht nicht um neurodegenerative Erkrankungen oder um komplexere Störungen wie Schizophrenie.

Es geht um Liebeskummer, oder wenn Melancholie ans Fenster klopft, oder der Chef eine Ansage gemacht hat, oder weil das Honorar nicht gezahlt wird, oder wenn die Apfelernte gering ausfällt ...
Kann man diese und andere Arten der Enttäuschung einer Therapie zuführen?
Harmlose Dinge werden problematisiert und wie eine Krankheit behandelt.
Wegen Alltagsärgernissen oder Stimmungsschwankungen wird sofort der Ruf nach Therapie laut.
Manchmal hilft Eigenverantwortung mehr als die Therapiestube.
Vor allem zieht man nicht anderen Gelder aus der Tasche.

x 3 #110


F
Zitat von justawoman:
Freu dich doch einfach, dass du offenbar dieses Problem nicht hast. Ich

Dieses nicht.

x 1 #111


R
Zitat von justawoman:
Sie wollen doch, sie versuchen es immer wieder, davon loszukommen. Bei Suchterkrankungen hast du das Problem, dass sich bei intensivem, jahrelangem Konsum ein sogenanntes Suchtgedächtnis herausbildet. Es kommt zu strukturellen Veränderungen im Gehirn, die dazu führen, dass normale Reize nicht mehr ausreichen, um ...

Es gibt halt Dinge, die sind NACHWEISBAR.

Persönliches Befinden und chronische Arbeitsverweigerung kann man in keinem MRT nachweisen.

#112


S
@Fenjal

Zitat:
Es geht nicht um neurodegenerative Erkrankungen oder um komplexere Störungen wie Schizophrenie.



Zitat:
Es geht um Liebeskummer,

Das ja nicht nur „Liebeskummer“ in dem Sinne sein braucht , da wesentlich andere Probleme dahinter stecken.

Zitat:
oder wenn Melancholie ans Fenster klopft,

Die kleine Schwester der Depression.


Zitat:
oder der Chef eine Ansage gemacht hat, oder weil das Honorar nicht gezahlt wird,
oder wenn die Apfelernte gering ausfällt ...

Wenn man über kein Vermögen mehr verfügt dann sind wir hier aber ganz schnell in der Existenziellen Bedrohung.

Zitat:
Kann man diese und andere Arten der Enttäuschung einer Therapie zuführen?

Wenn die Enttäuschung nicht nur für die Person eine Enttäuschung ist, dann sieht es wieder anders aus.

Zitat:
Harmlose Dinge werden problematisiert und wie eine Krankheit behandelt.

Bauklotz Effekt , da reicht dann eine Feder das solch Turm aus Klötzer der Emotionen zusammen klappt.

Zitat:
Wegen Alltagsärgernissen oder Stimmungsschwankungen wird sofort der Ruf nach Therapie laut.

Manchmal besser früher einzuschreiten als wenn du Person zusammen klapprig und dann Monate ausfällt.

Zitat:
Manchmal hilft Eigenverantwortung mehr als die Therapiestube.

Das ist der wünschenswerte Satz , wo eine Person wieder hinkommen soll , in sein Vertrauen um dann Eigenverantwortung zu handeln.

Zitat:
Vor allem zieht man nicht anderen Gelder aus der Tasche.

Wer krank ist , ist krank.

Was du meinst , ist das man ja nicht noch einer Person einreden soll das sie krank ist.

Das man bei einigen genauer hinschauen sollte , und das andere Personen einen sekundären Krankheitsgewinn haben , da sind wir uns einig.

Ich denke das wir auf eine Art gar nicht soweit mit einer Meinung nach weg sind.

x 1 #113


J
Zitat von Fenjal:
Es geht um Liebeskummer, oder wenn Melancholie ans Fenster klopft, oder der Chef eine Ansage gemacht hat, oder weil das Honorar nicht gezahlt wird, oder wenn die Apfelernte gering ausfällt ...
Kann man diese und andere Arten der Enttäuschung einer Therapie zuführen?
Harmlose Dinge werden problematisiert und wie eine Krankheit behandelt.

Da bin ich bei dir, ich denke auch, dass nicht jeder wirklich eine Therapie braucht, der eine macht. Umgekehrt macht längst nicht jede*r eine Therapie, der eine braucht. Ich glaube, dass das nicht zuletzt an der zunehmenden Vereinsamung der Gesellschaft liegt. Wo früher Freunde, Familie, Nachbarn geholfen und unterstützt haben, muss heute ein Therapeut her, weil eben viele das notwendige unterstützende soziale Netz nicht haben. Und teilweise ist es auch Unkenntnis über andere unterstützende Angebote wie Beratungsstellen. Und wenn sich Liebeskummer, Geldprobleme, schlechtes Arbeitsklima summieren, kann es eben doch zu einer psychischen Erkrankung führen.

x 2 #114


J
Im sogenannten Rosenhan-Experiment haben sich einige gesunde Versuchspersonen in psychiatrischen Kliniken eingeschleust, indem sie vorgaben, Stimmen zu hören. Obwohl sie sich anschließend völlig normal verhielten, wurden sie von den Ärzten und Therapeuten als krank diagnostiziert und mehrere Wochen festgehalten. Die einzigen, die bemerkt haben, dass sie eigentlich gesund sind, waren die Mitpatient*innen 😅 .

x 3 #115


Sretsnovicx
@Fenjal
du liest dich einfach so unfassbar kaltherzig. Man könnte fast meinen du holst dir hier Absolution weil du selbst jemanden fies hintergangen hast und Absolution suchst. Vielleicht täusche ich mich auch nach deinen 3944 Beiträgen in etwas mehr als einem Jahr…

#116


A


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