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Jemanden in einer Klinik kennenlernen?

A
Das ist ja WUNDERBAR das es hier Menschen gibt, die sich "ordentlich zusammen reißen" können, alles mit sich selbst ausmachen können, stark sind, rational und sich im Gesundheitssystem perfekt auskennen.

Aber so gehts eben nicht allen Menschen und ich finde die Stigmatisierung von Menschen die leiden und in Therapie sind einfach nur .....

Kriegt ihr eigentlich noch Luft da oben auf euren hohen Rössern?

x 5 #76


Fenjal
@Akelei76 du solltest dich mehr auf sachliche Argumente konzentrieren, anstatt, wie schon öfter, mit Floskeln zu reagieren.

#77


A


Jemanden in einer Klinik kennenlernen?

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M
Zitat von Hailey12:
Übrigens sind diese Klinikaufenthalte für viele Menschen lebensverändernd.

Das glaube ich nicht. Denn in der Klinik sind sie in einer Scheinwelt aufgehoben, wo sie sich um nichts kümmern müssen. Sie bekommen Essen, ein warmes Bett und haben dann Programm mit Gesang und Tanz und Bildermalen und Körben flechten und daneben dann noch Gespräche in der Gruppe oder einzeln. Und sie fühlen sich akzeptiert und es wird sich um sie gekümmert. Und schwupp, sind 4 Wochen ins Land gegangen, Und dann kommt der raue Alltag wieder mit seinen Anforderungen und da sollen sie dann besser funktionieren als vorher und resilient sein? Nach einem Aufenthalt in einer Einrichtung, in der sie keinen Alltag bestreiten müssen?

Ich kannte zwei Alk., einen Onkel und einen Kollegen. Beide waren auf Entzug, mein Onkel sogar zweimal. Daheim soff er wieder, 2 Kuren für nichts.. Der Kollege war einmal auf Entzug und erzählte, als er mal am WE nach Hause durfte, wie toll es ihm dort geht. Die hatten dort ähnliche Freizeitbeschäftigungen wie Töpfern und Bateln und was weiß ich noch alles. Er sei jetzt clean, er würde nie mehr trinken. Und der Austausch mit anderen Alkis täte ihm gut, sagte er.
Und dann war er wieder daheim im altbekannten Umfeld und nichts hatte sich geändert. Gar nichts. Er trank wieder. Weil eine Entzugskur in einem Heim, wo man auf die Leute aufpasst das persönliche Umfeld nicht ändert und die Probleme nicht löst.

x 2 #78


Worrior
Zitat von Akelei76:
Kriegt ihr eigentlich noch Luft da oben auf euren hohen Rössern?

Das hat doch nichts mit Stigmatisierung psychisch erkrankter Menschen zu tun.
Du siehst es doch gerade hier im Forum dass sobald ein(e) TE hier einen Thread aufmacht, beispielsweise "mir gehts nicht gut weil er/sie sich getrennt hat .....", reflexartig, spätestens im 5. Beitrag zur Therapie geraten wird.
Dass hier jahrzehntelange Therapiekarrieren sind, mit irgendwelchen Labertherapien, die kaum bis gar keinen Erfolg gezeigt haben.
Man könnte mitunter den Eindruck gewinnen dass dies zu einer Art neuem Hobby mutiert.
Großes Wehklagen "... was bist du nur so unempathisch ..." sobald man zur Selbstverantwortung und aktivem Handeln aufruft.
Andere sollen es regeln durch irgendwelche Zaubersprüche.
Zum Zeitvertreib wird dann der eine oder andere Vorschlag eines Therapeuten, der wirklich sinnlich greifen würde, mit YouToube oder Tiktok Contests irgendwelcher Onkels oder Tanten widerlegt.
Weil es unangenehm ist, vielleicht ein schlechtes Gefühl hervorruft, das es aber wirklich wert wäre hinterfragt und aktiv angegangen zu werden.
Nicht der/die Ex, der Arbeitgeber, Nachbar, Mama und Papa, sind schuld wenn das Leben dauerhaft negativ verläuft sondern man hat durchaus die Chance aktiv dagegen zu wirken, in Eigenverantwortung.
Das fühlt sich halt nicht immer gut an, bringt aber nachhaltigen Erfolg.
Ohne wertvolle Ressoucen für Wehwehchen zu verschleudern.

x 2 #79


M
Zitat von Hola15:

Diese Familie nahm ihren Sohn mit in die Öffentlichkeit … welch ein Frevel dich so zu verstören. Nicht.

Dass es ein "Frevel" ist, den Buben in die Öffentlichkeit mitzunehmen, habe ich mit keinem Wort geschrieben. Ich habe nur mitgeteilt, dass ich etwas verstört war, als ich sein Verhalten sah. Und was macht das? Nichts, es war verstörend, weil ich mir Gedanken gemacht habe, was aus so einem Kind wird und ob es wohl in Behanldung ist? DAs hat rein gar nichts mit Abwertung zu tun, sondern eher damit, dass ich mir denke, dass das Kind sehr anstrengend ist und es für die Familie, also die Oma und den von seiner Frau getrennt lebenden Frau, schlimm ist.
Was hat denn das Kind für Chancen? Wird es je auf eine normale Schule gehen können, jemals selbstständig leben können. Es spricht nicht, es produziert nur Laute wie Schreien, Jaulen, Jammern usw. Und das finde ich verstörend, was nichts anderes heißt, als dass es mich berührt hat.

"Welch ein Frevel dich so zu verstehen" ist schlichtweg eine Fehlinterpretation.

x 1 #80


M
Zitat von Hailey12:
Dein Kommentar bestätigt beispielhaft die Stigmatisierung psychisch Erkrankter und die Wichtigkeit therapeutischer Behandlung.


Nein. Psychisch Kranke müssen behandelt werden, so weit das möglich ist. Aber jemand, der wegen Seelenschmerzen die im Leben halt nun mal dazu gehören, zum Therapeuten rennt, ist nicht krank. Psychisch Kranke wie Schizophrene, Bipolare etc. werden hier mit keinem Wort stigmatisiert.

Therapeutische Behandlung hat ihre Daseinsberechtigung, aber sie sollte kein Spaziergang bei Sonnenschein sein, sondern wirklich etwas bringen. Den Patienten stabilisieren, aber nur mit einer Bestätigung, wie schlecht es dem Patienten doch geht, ist es nciht getan. Der Patient muss auch selbst wollen und etwas liefern und sich selbst anschauen, mit sich in Beziehung kommen und die inneren Mechanismen erkennen, die er unbewusst abspult und nachlebt. Das kann durchaus anstrengend und schmerzhaft werden. Aber dafür brauche ich keine Therapie mit Puzzeln und Tanzen.
Aber wie oft liest man hier, dass Leute beim Therapeuten sind, aber offenbar keinen Gewinn daraus ziehen, sondern vermutlich nur zum Reden hingehen.
Es gibt bei Therapeuten jede Menge, die nichts taugen.
Zitat von Pippa:
Flinte an den Kopf?


Mit einer Flinte kann man sich nicht erschießen, die ist zu lang.

x 2 #81


Pippa
Zitat von Fenjal:
jede Gemütsschwankung, jeden Verlust, jede Kritik, jedes Versagen ... gleich einer Therapie zu unterziehen halte ich persönlich für weit überzogen.

Ich z. T. auch. Kritik und Versagen bedürfen keiner Therapie.
Bei Verlust sehe ich das etwas anders.

Zitat von Fenjal:
Erwachsene sollten Rückschläge, Einbrüche und Krisen händeln können, so etwas gehört im Leben dazu.

Tun meiner Meinung nach auch viele Erwachsene, ältere Erwachsene.
Ich stelle in meinem Bekanntenkreis fest, dass die nach 1990 geborenen viel öfter Therapien machen, als ältere.

Zitat von Fenjal:
Daher versuche ich meine Felle ins Trockene zu bringen.

Du hast Dein Häuschen und versorgst Dich größtenteils selbst.
Dennoch kannst Du ernsthaft erkranken.
Dann brauchst Du Hilfe.
Manchmal ist Selbsthilfe schlichtweg nicht möglich.

#82


M
Zitat von Pippa:
Dennoch kannst Du ernsthaft erkranken.
Dann brauchst Du Hilfe.
Manchmal ist Selbsthilfe schlichtweg nicht möglich.

Ich glaube, dass das Fenjal durchaus bewusst ist. Sie tut nur viel dafür, kein Sozialfall zu werden, der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen und für ihre Zukunft vorzusorgen. Mehr kann sie nicht tun, der Rest ist Schicksal.
Was hat eine mögliche Erkrankung damit zu tun, dass sich Jemand darum bemüht, die Voraussetzungen für eine sichere Zukunft zu schaffen? Das ist eigenverantwortlich.
Dass das Leben nur eingeschränkt planbar ist, weiß jeder. Und wenn nicht, erfährt er es.

x 1 #83


Pippa
Zitat von Margerite:
Mit einer Flinte kann man sich nicht erschießen, die ist zu lang.

Der Abzug ist eher mittig, wenn ich mich recht erinnere (hab früher Äpfel vom Baum geschossen).
Aber ja, könnte trotzdem schwierig werden und ungünstig ausgehen.

#84


S
@Margerite
Zitat:
Es gibt bei Therapeuten jede Menge, die nichts taugen.

Richtig.


Um was geht’s hier grundsätzlich noch ? Nicht um die TE und ihr wohlwollend zu helfen.

x 1 #85


Pippa
@Scheol
Die TE hat nur den EP verfasst und ward nicht mehr gesehen.

#86


J
Zitat von mara_mly:
Wir haben auch dieselbe Therapeutin. Da weiß ich nicht, ob ich ihr das erzählen sollte?

Das halte ich für eine gute Idee. Das Therapeutenteam kann evtl. dafür sorgen, dass ihr möglichst wenig Kontakt habt und dich dabei unterstützen, Abstand zu gewinnen. Oder du setzt die Therapie zu einem anderen Zeitpunkt fort.

#87


C
Zitat von Margerite:
Mit einer Flinte kann man sich nicht erschießen, die ist zu lang.


Kurt Cobain wusste das nicht.

Sorry, schlechter Scherz, aber ich konnte nicht anders.


Was die Alkis. angeht, kenne da auch ein paar Storys.

Die Körbe und Töpfersachen wurden später nach Hause genommen und stilvoll zerstört. Geben gute Trefferflächen ab.

#88


H
Zitat von Fenjal:
Warum sollten deine aufgelisteten Therapien auf Kosten der Solidargemeinschaft abgerechnet werden?

Fenjal tut mir leid....irgendwie willst dus nicht verstehen.

Zitat von Casey:
Wenn du die schon so verteidigst, dann erkläre mir doch bitte was genau an Gestaltungstherapie bei z.B. schweren Depresssionen helfen soll?

Google hilft. Oder KI.

Zitat von Casey:
Oder gar bei MS.

Auch bei Erkrankungen wie MS ist die Seele wichtig. Körper und Geist müssen ganzheitlich betrachtet werden.

Zitat von Casey:
wobei vieles als Psyche deklariert wird, weil es keine anderen Behandlungsansätze geben darf. Siehe die aktuelle Post Covid/Impf Problematik, die mehrere hunderttausend Menschen als psychisch krank erklärt, obwohl sie es nicht sind)


Zitat von Casey:
Oder über Jahrzehnte weg falsch diagnostiziert wurde. Gutes Beispiel MS Erkrankte


Zitat von Casey:
Den Menschen wird schlichtweg Behandlung verweigert. Statt dessen Psyche.

Ich bin vor vielen Jahren schwer an ME/CFS, sowie einer seltenen Muskelerkrankung erkrankt und kann dir ein Lied davon singen. Jetzt gehts aber um seelisch Kranke. Diese sollten ebenso wenig in falsche Schubladen gesteckt werden, wie körperlich Kranke 😉.

Zitat von Casey:
Kein Land hat ein so ineffektives Krankheitsverwaltungssystem wie "wir".

Dem stimme ich zu, aber es gibt noch Ineffektivere, oder Länder mit gar keinem! P.S. wir schweifen aus.

Zitat von Casey:
Aber ihre Gesundheit ist ihr anscheinend doch nicht so wichtig. Sondern ein junger Mann, damit sie weiter von sich ablenken kann

1. Ziemlich voreingenommen...

Zitat von Casey:
die wegen ein bißchen Liebeskummer oder Papa hat den Hamster gekillt

2. Ziemlich voreingenommen...

Zitat von Casey:
Ja, lebensverändernd in dem Sinne, dass Rente eingereicht wird

3. Ziemlich voreingenommen

Zitat von Casey:
Aber ich habe noch nie jemanden sagen hören, dass er es toll da fand oder ihm irgendwas geholfen hätte.

Ich schon. Zuhauf. Vielleicht mal überprüfen ob dein Umfeld, ähnlich dir, zu Pessimismus neigt.

Zitat von Margerite:
Ich kannte zwei Alk., einen Onkel und einen Kollegen. Beide waren auf Entzug, mein Onkel sogar zweimal. Daheim soff er wieder, 2 Kuren für nichts..

Grüße an deine Onkels. Es wäre ihnen zu wünschen, es irgendwann zu schaffen. Alk. ist leider sehr problematisch.


Zitat von Casey:
Z.B. das gezielte erlernen neuer neurologischen Verknüpfungen. Da sich neuronale Bahnen innerhalb von wenigen Wochen bilden können, bei älteren dauert es natürgemäß etwas länger, wären gute Ergebnisse innerhalb von sagen wir ein paar Monaten mitunter zu erreichen.

Deshalb ermutige ich euch meinen Beitrag #59 und #71 so oft durchzulesen bis sich eure neuronalen Verbindungen neu verknüpft haben und Stigmatisierung in Verständnis verwandelt wird.

Dran bleiben lohnt sich 💪

x 2 #89


B
Geholfen werden kann nur, wenn die hilfesuchende Person aktiv daran mitarbeitet, ihre Situation zu verbessern. Da ist es schon symptomatisch, dass @mara_mly hier einen Post verfasst und nicht mehr gesehen ward. Wie auch ihre Namensvetterin @mara_grf, mit nicht nur geringfügig abweichendem Namen sondern auch ebenso geringfügig abweichendem Thema. Hier nicht weiter schlimm, es gibt auch ohne die TE genug zu diskutieren und streiten. In einer kostspieligen Therapie dann weitaus ärgerlicher, wenn die Patienten nicht bereit sind, auf sich und ihre Themen zu fokussieren, Regeln einzuhalten, sich wirklich einzulassen, sondern permanent zur Ablenkung Nebenschauplätze -hier: Liebeleien- eröffnen. Nicht nur, dass sie den Platz für therapiewillige Menschen blockieren, sie beweisen eben auch, dass Therapie ohne echten Veränderungswillen keinen Sinn macht. Gretchenfrage, wie die Spreu vom Weizen trennen.
Zitat von Scheol:
Um was geht’s hier grundsätzlich noch ? Nicht um die TE und ihr wohlwollend zu helfen.

Da fehlt halt auch die Motivation der TE.

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A


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