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Jetzt schon in Stadt ziehen - gute Idee?

uwe74

Zitat von Zitronengras:
Du kannst mir aber glauben, dass ich das alles anders gemacht hätte, wenn ich es gekonnt hätte


Ich weiß ja nicht, wo Du studierst und wie da die Wohnmöglichkeiten sind und so, aber ich hätte an Deiner Stelle einfach mal angefangen: zum Beispiel ein Gesuch aufgeben, es gibt da doch in Unis auch zumeist "schwarze Bretter" oder nicht? Gibt´s ja mittlerweile für fast alle Städte im Netz.

Oder such doch ggf. ein Zimmer oder möbliertes Apartment oder so ähnlich. Probiere es und wenn Du etliche Absagen hast, gehst Du nochmal zur Bafögstelle und zeigst denen Deine Bemühungen. Oder zum Arbeitsamt, ich glaube, die bieten da auch Hilfe an (bevor jemand arbeitslos wird). Frage Freunde, Bekannte, Verwandte, Uniprofessoren, Mitstudierende etc. - irgendwo, irgendwann muss es da ja mal was geben. Spätestens, wenn welche fertig werden und weiterziehen.

Versuch´s halt. Aber mit 24 oder später noch daheim, das macht nicht unbedingt einen selbstständigen Eindruck, egal, ob bei Frauen, potentiellen Arbeitgebern oder auch im Alltag. Dafür gibt es eigentlich heutzutage ja doch schon sehr viele Möglichkeiten, daran etwas zu ändern.

18.05.2018 20:38 • #16


Gorch_Fock

Gorch_Fock

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Ausziehen und Erfahrungen machen ist wichtig. Aber dann geht's auch schon los. Jetzt muss es das "beliebte" Köln sein. Joar. Man schaut die beliebte Serie auf RTL 2, geht einmal über die Ringe mit einem Kumpel und alles ist super. Das Du aber in Köln auf einen völlig überhitzten Wohnungsmarkt triffst, muss Dir auch klar sein. Da wirst Du schon einiges an Kohle brauchen bzw. müssen Mami und Papi mit einer Bürgschaft ran. Ein WG-Zimmer ist da sicher besser und so kommt man auch besser in das Studenten-Feeling. Und ja, Spaß muss auch sein im Studium.
Auf der anderen Seite geht es auch darum, erfolgreich einen Abschluss irgendwann zu machen. Ja, geht etwas unter bei der ganzen "ich verwirkliche mich jetzt selbst in der Kunstbar". All das muss man auch unter einen Hut bekommen. Aber wenn es Dein Traum ist, setz es um. Denn es ist wirklich so: Die Zeit kommt so nicht zurück. Spätestens mit Berufseintritt läuft man in ganz anderen zeitlichen Taktungen und Verpflichtungen, die diese Freiheit im Studium so besonders machen.

18.05.2018 20:48 • x 1 #17


Zitronengras


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Ich wohne in einer kleinen Stadt und die Stadt in der ich studiere ist auch nicht viel größer, dementsprechend möchte ich innerhalb dieser zwei Orte auf jeden Fall nicht umziehen. Ich habe ja jetzt erst angefangen meinen Auszug zu planen :D Bafög ist elternabhängig, da kann man noch so viel versuchen. Wenn man keins bekommt, ist das so. Ja, ich habe mich mal über Wohngeld informiert, da stehen die Chancen auch gar nicht so verkehrt. Priorität Nummer 1 hat momentan die Suche nach einem Job in Köln und nebenbei suche ich nach Wohnungen, vor allem WGs etc.

18.05.2018 20:50 • #18


Pitt

In Köln kannste dich benehmen wie du willst, in Münster hau ich dir aufs Maul, wenn du deine schönste Zeit genießt....

Gibt nix abartigeres als Newage-Studenten und ich kenne Junkies von der Platte hinterm Bahnhof...

Zieh Uni durch, werd erwachsen, mach n guten Job.... Großkotzig in der Stadt rum flanieren und sich einreden ein Herrenmensch zu sein macht dich nur zum Versager. Nimm lieber Dein Leben selbstverantwortlich in die Hand, wie du es vor Jahren schon vorhattest. Jeder muss erwachsen und sozial werden, ist gar nicht schlimm, schaffen sogar Fatzkes nach der Überwindung der Komplexe...

18.05.2018 20:51 • #19


Zitronengras


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Zitat von Gorch_Fock:
Ausziehen und Erfahrungen machen ist wichtig. Aber dann geht's auch schon los. Jetzt muss es das "beliebte" Köln sein. Joar. Man schaut die beliebte Serie auf RTL 2, geht einmal über die Ringe mit einem Kumpel und alles ist super. Das Du aber in Köln auf einen völlig überhitzten Wohnungsmarkt triffst, muss Dir auch klar sein. Da wirst Du schon einiges an Kohle brauchen bzw. müssen Mami und Papi mit einer Bürgschaft ran. Ein WG-Zimmer ist da sicher besser und so kommt man auch besser in das Studenten-Feeling. Und ja, Spaß muss auch sein im Studium.
Auf der anderen Seite geht es auch darum, erfolgreich einen Abschluss irgendwann zu machen. Ja, geht etwas unter bei der ganzen "ich verwirkliche mich jetzt selbst in der Kunstbar". All das muss man auch unter einen Hut bekommen. Aber wenn es Dein Traum ist, setz es um. Denn es ist wirklich so: Die Zeit kommt so nicht zurück. Spätestens mit Berufseintritt läuft man in ganz anderen zeitlichen Taktungen und Verpflichtungen, die diese Freiheit im Studium so besonders machen.


Köln ist eben die Stadt, in der ich arbeiten möchte und leben möchte. Es ist nicht weit von meiner Familie weg und ich liebe diese Stadt. Es mag vielleicht so rübergekommen sein, aber Köln ist keine 50 Km von mir weg, dementsprechend oft war ich ja auch schon dort. Meine derzeitige Projektphase hat mir jetzt aber deutlich umfangreicher das Uni-Leben gezeigt. Es wird auch ein WG-Zimmer gesucht. Klar, von einigen Kommilitonen habe ich auch schon gehört, dass sie schöne Einzelwohnungen haben und auch der Preis geht klar, aber auf sowas kann ich mich eben nicht verlassen. Eine Einzelwohnung führt auch häufig deutlich höhere Kosten hinsichtlich der Erstanschaffung von Sachen mit sich und darauf möchte ich möglichst verzichten. Ich setze mir selber keine hohen Erwartungen, weil ich weiß wie die Mietsituation in solchen Städten ist. Momentan habe ich den Zeitpunkt aber wohl auf meiner Seite, da es mitten im Semester ist.

18.05.2018 20:55 • #20


KBR

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Dir ist aber auch klar, dass andere Studenten es auch ohne den warmen Regen von den Eltern schaffen oder sogar schaffen müssen? Diese gehen nicht nur studieren oder feiern sondern jobben sich die Nächte um die Ohren. Für ein Jahr wirst Du das ja wohl auch mal schaffen.

Wenn man so lange bei seinen Eltern wohnt (mein Bruder bis er 28 war. Das habe ich nie verstanden, weil ich schon mit 12 angefangen habe, mir meinen ersten Hausstand zusammen zu wünschen und zu kaufen), ist das auch nicht gerade anziehend. Ich wäre jedenfalls als junge Frau da sehr kritisch gewesen; mögen Deine Eltern auch noch so nett sein.

18.05.2018 20:58 • #21


Zitronengras


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Zitat von Pitt:
In Köln kannste dich benehmen wie du willst, in Münster hau ich dir aufs Maul, wenn du deine schönste Zeit genießt....

Gibt nix abartigeres als Newage-Studenten und ich kenne Junkies von der Platte hinterm Bahnhof...

Zieh Uni durch, werd erwachsen, mach n guten Job.... Großkotzig in der Stadt rum flanieren und sich einreden ein Herrenmensch zu sein macht dich nur zum Versager. Nimm lieber Dein Leben selbstverantwortlich in die Hand, wie du es vor Jahren schon vorhattest. Jeder muss erwachsen und sozial werden, ist gar nicht schlimm, schaffen sogar Fatzkes nach der Überwindung der Komplexe...


Ich weiß nicht, ob ich dich grad falsch verstehe oder deine Antwort einfach nur ziemlich negativ klingt. Möchtest du mit deiner Antwort sagen, dass ich großkotzig durch die Stadt ziehen will? Falls ja, hast du mich wohl deutlich missverstanden. Ich möchte nicht nach Köln ziehen, weil ich Bock habe jede Nacht auf die Bahn zu gehen und Party bis zum Abriss zu machen. Ich möchte mir ein neues Leben aufbauen, weil mein jetziges Leben sozialtechnisch in eine Sackgasse führt und weil ich ganz einfach für mich selber sorgen möchte.

18.05.2018 20:59 • #22


Zitronengras


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Zitat von KBR:
Dir ist aber auch klar, dass andere Studenten es auch ohne den warmen Regen von den Eltern schaffen oder sogar schaffen müssen? Diese gehen nicht nur studieren oder feiern sondern jobben sich die Nächte um die Ohren. Für ein Jahr wirst Du das ja wohl auch mal schaffen.

Wenn man so lange bei seinen Eltern wohnt (mein Bruder bis er 28 war. Das habe ich nie verstanden, weil ich schon mit 12 angefangen habe, mir meinen ersten Hausstand zusammen zu wünschen und zu kaufen), ist das auch nicht gerade anziehend. Ich wäre jedenfalls als junge Frau da sehr kritisch gewesen; mögen Deine Eltern auch noch so nett sein.


Das ist mir natürlich klar und davor habe ich auch vollsten Respekt. Ich sage nicht, dass es unmöglich ist und tatsächlich sorgen solche Worte dafür, dass der Wunsch danach immer stärker wird. Es ist eben auch eine Herausforderung. Achja und übrigens arbeite ich auch schon seit ich 16 bin nebenbei :P

18.05.2018 21:02 • x 1 #23


Leonie85

Ich finde es ehrlich gesagt schwach von deinen Eltern, dass wenn sie die Möglichkeit hätten, sie dich nicht unterstützen. Kenne das idR von Eltern die selbst nicht studiert haben und insgeheim so eine Einstellung haben, wie Udi das so schön dargestellt hat.

Ich wollte ursprünglich bei mir in der Heimatstadt studieren (wäre aber auch dann ausgezogen!), weil keine Ahnung nicht großartig überlebt und gerade meine Eltern waren es die mir ausredeten und sagten ich solle raus, meinen Horizont erweitern. Ich bin ihnen noch immer sooo dankbar, dass sie mir diesen weisen Ratschlag gaben, denn genau so war es schlußendlich.

18.05.2018 22:00 • x 1 #24


uwe74

Zitat von Leonie85:
Ich finde es ehrlich gesagt schwach von deinen Eltern, dass wenn sie die Möglichkeit hätten, sie dich nicht unterstützen. Kenne das idR von Eltern die selbst nicht studiert haben und insgeheim so eine Einstellung haben, wie Udi das so schön dargestellt hat.


Sehe ich auch so. Deine Eltern könnten Dir ja wenigstens mit der Wohnungssuche o.ä. helfen, dass hätte ich mir von meinen Eltern gewünscht. Meinen 1.Auszug habe ich komplett alleine gemacht. Und wehe, ich habe mal das Wort Uni in den Mund genommen - dann gab´s verbale Hiebe.

Mein Bruder war da anders gepolt. Einser-Abi, wollte Physisk studieren - und schmiss nach drei sehr schlechten Noten dasganze Studium hin, was natürlich meine Eltern in ihrer Meinung bestätigte.

Meinen Exstiefkindern habe ich versucht zu vermitteln, was es heutzutage bedeutet, kein Studium zu haben. Ich zahle die Zeche darauf, denn ich bin arbeitslos, besonders deshalb, weil hier viele Jobangebote ein Studium voraussetzen - das kann ich nicht vorweisen.

Gott sei Dank hat die Älteste Exstieftochter dieses beherzigt.

Gib´ nicht auf, zieh´s notfalls alleine durch. Vielleicht kann Dir ja auch hier jemand Tipps oder Kontaktdaten geben. Nur mal als Idee.

18.05.2018 22:08 • #25


Zitronengras


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Und auch jetzt danke ich euch wieder für die weisen Worte! Meine Eltern werden mir mit Sicherheit helfen, sobald sie wirklich verstanden haben, warum ich das alles tun möchte...das Gespräch mit denen habe ich aber noch vor mir. Ich versuche ja selber noch herauszufinden, warum momentan so eine "negative" Einstellung meinem Vorhaben gegenüber besteht.

18.05.2018 22:24 • #26


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre

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Sowohl bei mir - ich hatte ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern - als auch bei meinem Kind wurde es um die Zwanzig echt Zeit, dass die Küken das Nest verlassen. Nach den Anstrengungen, durch die Pubertät zu kommen (keine Ahnung, für wen das anstrengender ist :mrgreen: ) erleichtert das meist die künftige Harmonie.

Allerdings finde ich auch nachvollziehbar, dass Eltern keine Wohnung finanzieren wollen, wenn sie selber bei kurzer Distanz zum Studienort Wohnraum (und damit Naturalunterhalt) zur Verfügung stellen können. Dass Du kein Bafög bekommst, bedeutet ja nicht automatisch, dass Deine Eltern es üppig haben - die Einkommensgrenzen sind nicht besonders hoch. Will sagen: Warum sollten ggfs. Deine Eltern knappsen, weil Du ausziehen willst?

Ich sehe es anders als @uwe74 - mit 24 sollte man keine Hilfe mehr bei der Wohnungssuche benötigen. Auf Nachfrage Tipps einholen ist was anderes. Ansonsten weißt Du, wieviel Geld Du durch Deinen Job monatlich zur Verfügung hast und damit musst Du auskommen. Dann isses halt ein 10-qm-Zimmer in ner WG statt ne schicke Zweizimmerwohnung. Das übt. Der Rest ist Verhandlungssache. Vielleicht sind Deine Eltern ja auch irgendwie froh, wenn Du selbstständig wirst und finanzieren freiwillig einen Teil mit? Ich übernehme zwischendurch mal Kosten für Fachbücher, Druckerpatronen, nen Großeinkauf und ner Tankfüllung.

Naja - und ein Auto als Kapitalanlage? Ernsthaft? Was für ein seltenes Sammlerstück fährst Du, dass es im Wert zu- statt monatlich abnimmt?

18.05.2018 22:57 • #27


Zitronengras


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Ich verlange ja gar keine finanzielle Unterstützung und deswegen bin ich jetzt primär erstmal dabei, mir einen Job zu suchen. Gott sei Dank ist Köln nah genug, dass ich auch ohne dort zu wohnen da arbeiten kann, dementsprechend ist der Druck da erstmal nicht so hoch sofort eine Wohnung finden zu müssen.
"Kapitalanlage" hört sich jetzt vermutlich krasser an als man denkt, wobei es für einen Studenten definitiv viel Geld ist. Die große Wertminderung ist vorbei, sofern man also nicht pro Jahr noch weitere 20.000 Km drauf haut, sollte das soweit passen und ich sollte das Auto für das selbe Geld verkaufen können, wie ich bezahlt habe...wenn nicht sogar etwas mehr und damit kommen schon eine handvoll Tausender zusammen. Hilfe bei der Wohnungssuche ist kein Muss, fände ich aber super, da es etwas ist, dass ich direkt noch nie gemacht habe und es da mit Sicherheit Dinge gibt, die es zu beachten gilt.

19.05.2018 00:04 • #28


Pantaray

Pantaray

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Ich denke auch, go for it. Was hindert dich daran?

Zitat von Zitronengras:
und dann alles auf eine Karte zu hauen, auszuziehen und dann läuft irgendwas schief, man kann die Wohnung nicht mehr zahlen etc. war mir viel zu riskant

Wenn dein Elternhaus wirklich so gut und entspannt ist, meinst du nicht sie würden dich unterstützen, wenn es soweit käme?
Und dass es soweit kommt, ist nicht gesagt.

Ich male mir auch immer die größten Horrorszenarien aus bevor ich einen wichtigen Schritt tue. Und soll ich dir was sagen? Nichts davon ist bisher eingetreten.

Zitat von Zitronengras:
Das Auto (was ich im Grunde als Kapital ansehe)

Kleiner Tipp am Rande, etwas dessen Wert reziprok zum Alter sinkt, ist nicht unbedingt die beste Kapitalanlage ;-)

Also mach dir einen Plan, und go for it!

19.05.2018 05:51 • #29


_Tara_

_Tara_

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Zitat von Zitronengras:
Ich versuche ja selber noch herauszufinden, warum momentan so eine "negative" Einstellung meinem Vorhaben gegenüber besteht.

Du hast halt Angst vor der eigenen Courage. Was ich vor dem ersten Schritt in ein selbstständiges Leben auch für völlig normal halte.
Eine Garantie, dass alles astrein laufen wird, bekommst Du nicht.
Aber Du hast ja das Eltern-"Netz" im Hintergrund, das Dich sicher auffangen wird, wenn irgendwas total schieflaufen sollte.

Also wag es. . . :daumen:

https://www.wg-gesucht.de/wg-zimmer-in- . 0.1.0.html

https://www.wohnungsboerse.net/Koeln/wg . isionsfrei

P.S. Ich lebe übrigens auch in Köln. Bin aus dem Studenten-Alter allerdings schon 20 Jahre raus.

19.05.2018 06:10 • #30




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