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Kämpfen was ist damit gemeint?

Isadora

Hallo zusammen

Man liest in den Threads hier immer wieder dass so mancher um eine Beziehung oder Liebe kämpfen will, wie sieht dieses Kämpfen denn aus?
Wie kämpft man als Verlassener um die Liebe eines Menschen der gegangen ist, der die Beziehung aufgegeben hat, der ausgebrochen ist aus dem Alltag, der sich vielleicht schon für einen anderen Partner entschieden hat? Wie macht man so etwas, wie stellt man so ein Kämpfen an?

Biedert und preist man sich an bis hin zur Selbsterniedrigung?
Sucht man immer wieder Gespräche die der Andere vielleicht gar nicht führen will?
Schickt man Geschenke oder Liebesbezeugungen?
Belagert man ihn per WA oder FB, schnüffelt man hinterher um auch die kleinste Kleinigkeit zu erfahren?
Wendet man sich gar an den neuen Partner?

Wie kämpft man um etwas das verloren scheint, das einem Selbst wichtig erscheint aber für den Verlasser Vergangenheit ist.

Ich würde gerne Sätze wie" lohnt es sich zu kämpfen?" oder "soll ich um Sie/Ihn kämpfen?" besser verstehen können.
Sind das nur Floskeln, ein sich selber Mut machen in Situationen in denen man doch nichts mehr erreichen und bewirken kann?

Lg Isa

18.09.2015 08:57 • x 1 #1


Junge_Roemer


Moin meine liebe Isi,
ich dachte früher immer, Kinder binden einen am stärksten aneinander.
Viele Damen & Herren erzählen aber von gemeinsamen Schulden, die noch stärker "binden". Wenn ich also den Ar. voller Schulden mit jemandem zusammen habe, wenn ich ein, zwei, drei Kinder mit jemandem habe, WENN ICH IHN LIEBE!, dann, ja dann würde ich ein raffiniertes Spiel spielen.
Zunächst würde ich mich KOMPLETT ENTZIEHEN. Gerade als Frau läuft man ansonsten Gefahr, sich sooo dermaßen zu erniedrigen. Wenn er/sie /es sich langsm aus der Deckung hervorgewagt hätte, um nach mir "Scheintoter" mal zu schauen, dann wäre ich bei einem 2.Anlauf/Versuch bereit zu REDEN.
In der Zwischenzeit hätte ich alle Karft darauf verwendet, mich äußerlich und innerlich "generalzuüberholen".

Wenn das Umfeld einen so sieht, dann denken die meistens ja schon, dass man sich ja wirklich extrem schnell getröstet hat... und die Liebe ja nicht gar so groß gewesen sin kann. Mumpitz, Blödsinn, Schwachsinn, *beep*... aber die anderen sind ja eh immer schlauer.

Ich weiß ganz genau, was ich will und was ich nicht will.

Tempi

18.09.2015 09:10 • #2



Kämpfen was ist damit gemeint?

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_Tara_

_Tara_


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Das ist eine interessante Frage, @Isi.

Zunächst 'mal würde ich ja sagen, dass 'kämpfen' eben das Gegenteil von 'aufgeben' ist.
Im Trennungsfall heißt das dann wohl, dass man noch nicht bereit ist, die Beziehung aufzugeben, sondern glaubt und hofft, dass man mit persönlichem Einsatz nochmal alles zum Guten wenden kann.
Man ist also bereit, etwas an sich selbst zu ändern... Gewohnheiten, Verhaltensweisen, die den Partner gestört haben und von denen man annimmt, dass sie ihn dazu bewogen haben, sich trennen zu wollen.

Kämpfen heißt wohl schlichtweg, sich bemühen, sich zusammenreißen... etwas an sich selbst verändern, um den anderen dazu zu bewegen, der Beziehung doch noch eine Chance zu geben.

So würde ich das interpretieren.

Allerdings denke ich (ebenso, wie Du), dass eine Beziehung, die an einem Punkt angelangt ist, an dem aus Liebe ein - in vielen Fällen dann auch einseitiger - Kampf wird, in den meisten Fällen doch längst verloren ist...

18.09.2015 09:28 • #3


Neja


Zitat von Isadora:
wie sieht dieses Kämpfen denn aus?


Du schmeißt dich in engen, knappen Fummel, ziehst deine Stiefel an- am besten die mit den hohen Absätzen, dann kannst du sie als Waffe benutzen - und gibst dich schon mal optisch als erbarmungslose Kampfamazone. Dann suchst du in deinem Waffenarsenal nach den geeigneten Kampfgeräten, wahlweise solche, die nicht zu schwer sind: ein Minicolt, ein Pusterohr, Dartpfeile, Tennisbälle.
Zitat:
Wie kämpft man als Verlassener um die Liebe eines Menschen der gegangen ist, der die Beziehung aufgegeben hat, der ausgebrochen ist aus dem Alltag, der sich vielleicht schon für einen anderen Partner entschieden hat? Wie macht man so etwas, wie stellt man so ein Kämpfen an?

Meine Empfehlung: Gar nicht!

Kämpfen heißt ja in dem Falle nicht, dass jeder seine Meinung mit Schwertern verteidigt, sondern dass z.Bsp. konstruktive Gespräche geführt werden, in dem jeder seine Befindlichkeiten auf den Tisch packt und beide dann aus dem Salat ein wohlschmeckendes Gericht kredenzen.
Grundvoraussetzung dafür aber ist, dass beide die Beziehung erhalten wollen.
Wenn aber einer schon mit der Beziehung abgeschlossen hat und bereits in neuer Partnerschaft ist,wird der kaum zu solchen Gesprächen bereit sein und die Notwendigkeit dafür sehen. Schließlich hat derjenige ja schon eine Entscheidung getroffen.

Zitat:
Biedert und preist man sich an bis hin zur Selbsterniedrigung?

Wer drauf steht.
Ich kann dir aber sagen, dass das kein gutes Gefühl schafft, sondern eher dass du deine Selbstachtung verlierst.
Zitat:
Sucht man immer wieder Gespräche die der Andere vielleicht gar nicht führen will?
Schickt man Geschenke oder Liebesbezeugungen?
Belagert man ihn per WA oder FB, schnüffelt man hinterher um auch die kleinste Kleinigkeit zu erfahren?
Wendet man sich gar an den neuen Partner?

Wenn du eine masochistische Ader hast.
Ich hoffe, das alles war nur rhetorisch gemeint.

Kämpf um dich selbst, deinen Stolz, deine Würde.
Erkenne deinen eigenen Wert! Lebe die Unabhängigkeit! Mach dich interessant! Und versuche nicht, etwas am Leben zu erhalten, was bereits gestorben ist.

18.09.2015 09:30 • #4


finA


Guten morgen...
Ich verstehe "kämpfen "eher als etwas durchdachtes...Ich kämpfe gerade um meinen
Ex (nach 5 Jahren hat er mich vor2Monaten)verlassen.Wir sind noch im Modus der Kontaktsperre,ich konnte und wollte ihn bis jetzt auch gar nicht sehen.Aber meine Sehnsucht wird immer größer, ich liebe ihn so sehr.Will aber auch nichts falsch machen.Ich glaube nicht,dass die Art des "um ihn kämpfens,"entscheidend sein kann.Es bringt doch nix,ihn mit sms und hinterherlaufen zu bombardieren. ..
Das ich ihn liebe,weiss er....dadurch kommen seine Gefühle aber leider nicht zurück .
Versuche daher (UND DAS IST ECHT SCHWER!)etwas gezielter vorzugehen...Eine sms ohne "vermiss dich...lieb dich...lass uns reden..."uä!Einfach nur:hallo,wünsche dir ein sonniges Wochenende!
So definiere ich für mich kämpfen. Aber das ist vielleicht individuell, kann ja sein,dass ein anderer eher den Holzhammer benötigt.

18.09.2015 09:37 • #5


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre


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Für mich gehört "kämpfen" in einen Krieg, nicht in die Liebe! Man sollte sich bemühen und anstrengen - aber IN der Beziehung und nicht, wenn sie vorbei ist, aus welchen Gründen auch immer. Erst recht nicht, wenn bereits Next aufgetaucht ist.

Was hier im Forum mit "ich will um sie/ihn kämpfen" beschrieben wird, ist in meinen Augen eher: Sich erniedrigen, zum Deppen machen, 100 Rosen kaufen, letzte und allerletzte Gespräche zu fordern, Gedichte zu schreiben (und sie verschicken) und mit ungewollten WA-Nachrichten zu bombadieren. Für mich ist sowas eher uns6y.

Dem von Multi-Tempi (sorry, das musste grad sein. Ich amüsiere mich echt über Deine rasanten Proflwechsel, weiter so! ) empfohlenen Weg kann ich nur bedingt zustimmen. Sich zurückziehen, etwas für sich selber tun, sich wieder attraktiv fühlen, obwohl man abgewiesen wurde - das ist genau richtig. Aber ohne den Hintergedanken, dadurch den Expartner wieder zu gewinnen. Das sollte man meiner Meinung nach ausschließlich für sich selber tun. Was sich dann daraus ergeben mag ist eine andere Sache.

Die Frage ist ja auch, ob man Ex überhaupt zurück haben will, wenn das Selbstbewusstsein wieder gestärkt ist. Denn es gab ja Gründe, warum eine Beziehung gescheitert ist. Und die liegen nicht zwangsläufig alle beim Verlassenen.

18.09.2015 09:39 • x 1 #6


Isadora


Hallo Ihr Lieben!

Das war nicht auf mich bezogen, Tara und Tempi Ihr wisst das so etwas für mich nie in Frage kommen würde, erstens weil ich mich nie so erniedrigen würde und zweitens weil es gut ist wie es ist.
Es war einfach nur Neugierde weil dieses Kämpfen doch relativ häufig erwähnt wird und es mir irgendwie Sinn frei erscheint.

Und Tempi Du hast mit Deinem angemeldeten Jungen Römer eine PN, ich hab das echt ernst gemeint

Einen schönen Tag für uns Isi

18.09.2015 10:04 • #7


Junge_Roemer


Oh Victora , ich hab so Angst vor Deinen bissigen Kommentaren. Ich mag Deinen Flirt. Echt! Und ich zolle Dir Respekt.

Ich hatte erst einmal mit jemandem Schulden und ein gemeinsames Kind. Für beides musste ich, als mein Bub auf der Welt war alleine sorgen. Ich habe das mit 2 Ersatzvätern und deren Kindern gut hinbekommen.
Meine Nex(ten) wurden nämlich immer schlauer und intelligenter und berechnender. Deshalb hatte ich auch immer Angst mit ihnen gemeinsam zu bauen, weil ich gewusst hätte, am Ende mit komplett leeren Händen dazustehen. Ich bin nämlich (fast gar nicht) materiell eingestellt. Ich suche immer und überall DIE WAHRHEIT/DIE WAHRHAFTIGKEIT.
Jetzt sorge ich mich, genau wie Tara um meine Eltern (77/79). Bin jeden Tag mit meinen Gedanken bei Ihnen und es bleibt sogar noch Zeit für die "Schreibwerkstatt".

18.09.2015 10:10 • #8


Junge_Roemer


..weil ich wusste u mich kenne, sollte es zum "nockout" - zur Stunde NULL kommen... wäre ich abgehauen, hätte mich entzogen und auf alles verzichtet

Ich habe auch auf das Erbe meines Erzeugers verzichtet. Meine Schwester nicht.

Und Take it, ich habe mir Deine Nummer notiert. Danke, Maus.
Küssi

18.09.2015 10:16 • #9


_Tara_

_Tara_


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Zitat von Isadora:
Das war nicht auf mich bezogen, Tara und Tempi Ihr wisst das so etwas für mich nie in Frage kommen würde, erstens weil ich mich nie so erniedrigen würde und zweitens weil es gut ist wie es ist.

Ja, allerdings, das weiß ich, @Isi!

18.09.2015 10:21 • #10


Seebär


Hallo Isadora,

ich mag das Wort kämpfen ebenfalls nicht. Ich assoziiere damit irgendwie, das es beim Kampf, immer einen Verlierer gibt und man sich mit allen Mitteln durchsetzen möchte.
Irgendwie passt es zur Liebe nicht. Außerdem gehören zum Kampf immer zwei, wenn man nicht gerade gegen sich kämpft.

Eine Trennung ist die schlimmste Situation, wenn man selbst noch mit den Gefühlen in der Beziehung steckt. Es bedeutet aber auch das man evtl. schon vor der Trennung sich um die Beziehung bemüht hat und Zuneigung gezeigt hat. Der Partner sich aber längst innerlich zurückgezogen hat oder der Gedanke an eine Trennung überhand genommen hat.
Bei einer Trennung sollte man dieses Schlimmste akzeptieren, falls nötig.
Und hier fängt gleichzeitig die Bemühung an. Man möchte doch immer das Schlimmste abwenden und zum Guten transformieren.

Wir sehen den Verursacher des eigenen Leids und sehen darin die Baustelle. Es folgt Zuneigung, Liebesbekundungen, flehen, betteln, ein freundschaftliches "Hallo" und die berühmte Kontaktsperre. Dabei ist die Reihenfolge nicht wichtig. Irgendwann realisiert man, dass man dann doch wieder etwas für sich tun muss, weil die eigenen Kräfte nachgelassen haben, die Hoffnung schwindet.

Was man dabei vergisst, ist die Perspektive des bösen Trenners. Wieso hat er sich getrennt, was waren seine Bedürfnisse, Erwartungen und Vorstellungen - womit sollte sein Leben ausgefüllt werden. Und in dieser Vorstellung an die Zukunft spielt die verlasse Person keine Rolle.

So ist es, egal was wir tun um die Trennung wieder in eine Beziehung umzuwandeln, es falsch und zugleich richtig ist. Aber diese Entscheidung obliegt nicht in unserer Hand.

18.09.2015 11:01 • x 1 #11


Isadora


Lieber Seebär

Du hast recht, aber sowas von recht!

18.09.2015 11:32 • #12


Konsequent

Konsequent


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Ich glaube, dass viele dieser "Kämpfe" aus dem Schock heraus kommen, dass es das jetzt wohl gewesen sein soll und man das nicht akzeptieren kann/will.

Bei mir war es ja so, dass schon eine Next vorhanden war, sodass ich im Endeffekt einen Kampf um ihn gegen sie geführt hatte. Dabei hab ich mich selbst allerdings ziemlich verstellt, hab ihm z.B. mit einem Lächeln im Gesicht Kaffee serviert obwohl ich überhaupt keine Lust hatte und innerlich kurz vorm Explodieren war. Das Ziel war, eine positive Erinnerung mit mir im Gedächtnis zu verankern. Natürlich gabs das in allen Bereichen; Ex wurde bespaßt, betüddelt und verwöhnt wo es nur ging. Dabei hatte ich natürlich auch immer im Hinterkopf all meine Vorteile/Nachteile und ihre Vorteile/Nachteile - die hat er ja offen mit mir besprochen. Und da hab ich versucht, das "Beste" für mich aus diesen Informationen rauszuholen. Dass ich dadurch vermutlich auch noch den letzten Rest Respekt von ihm verloren habe, war mir jedoch nicht klar.

Aus heutiger Sicht würde ich das so wohl nicht mehr machen, weil es ja nichts bringt. Verlieren ist in diesem Fall schon vorprogrammiert: Entweder man verliert den Partner oder seinen Stolz/Würde, wenn man seine Wünsche/Bedürfnisse so sehr hinten an stellt. Und im Endeffekt habe ich sogar beides verloren - ihn und mich.

18.09.2015 11:50 • #13


Seebär


Danke Isadora,

die Akzeptanz ist aber auch bei mir kein leichter Weg.

@_Tara_
Zitat:
Kämpfen heißt wohl schlichtweg, sich bemühen, sich zusammenreißen... etwas an sich selbst verändern, um den anderen dazu zu bewegen, der Beziehung doch noch eine Chance zu geben.


Eben diese Veränderung ist doch nur vorgegaukelt. In Wirklichkeit möchte man sich verbiegen um es dem anderen recht zu machen. Dieses "Kämpfen" ist ein Manipulationsmodus, der sich selbst mit einschließt.
Gewohnheiten kann man nicht von heute auf morgen ändern. Zumal viele Gewohnheiten oder gar unsere Charaktereigenschaften meistens ja nicht immer schlecht sind. Aber sie störten den Verfasser der Trennung und nun uns auch. Man redet sich selber schlecht, weil es einer, "nur einer", Person eben vermeintlich nicht gepasst hat.

Etwas anders obliegt die Sache wenn man selbst Gewohnheiten oder Eigenschaften inne hat, die einen selbst schon in der Beziehung störten (und auch den Partner). Man aber diese nicht sofort angepackt hat und jetzt wo es zu spät zu sein scheint, plötzlich die oberste Priorität aufweisen. Man hat sich ausgeruht und fängt nun mit dem Bereuen an an.

18.09.2015 12:04 • #14


_Tara_

_Tara_


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Zitat von Seebär:
@_Tara_
Zitat:
Kämpfen heißt wohl schlichtweg, sich bemühen, sich zusammenreißen... etwas an sich selbst verändern, um den anderen dazu zu bewegen, der Beziehung doch noch eine Chance zu geben.


Eben diese Veränderung ist doch nur vorgegaukelt. In Wirklichkeit möchte man sich verbiegen um es dem anderen recht zu machen. Dieses "Kämpfen" ist ein Manipulationsmodus, der sich selbst mit einschließt.

Klar - keine Frage.
Ich habe ja auch nur versucht, zu erklären, was ich denke, was damit gemeint ist, wenn die Leute hier von "um die Beziehung kämpfen" schreiben (Frage der TE.). Nicht, wie ich selbst es sehe oder halte.

(Deswegen ja auch mein persönliches Statement am Ende meines Postings, dass für mich die Beziehung an dem Punkt, an dem aus Liebe ein Kampf werden muss, bereits verloren ist...- und für mich deswegen, so wie für @Isi auch, ein 'Kampf' um jemandes Gefühle/Gunst/Liebe keine Option wäre )

18.09.2015 12:22 • #15



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