Zitat von Blauerengel2022:Es wäre besser gewesen ich wäre vor 2 Wochen als ich meine Sachen holten und er wieder total besoffen war gleich wieder am selben Tag gegangen. Noch bevor er zurück gekommen wär. Dann wär es wirklich entgültig vorbei gewesen. Aber ich bin einfach nicht stark genug um diesen Absprung zu schaffen.
eine Bekannte von mir "soff, wie ein Loch". Davon habe ich erst erfahren, als wir wegen einer heftigen Erkrankung in Kontakt kamen. Sie hatte mit viel Glück ihre Erkrankung überstanden - aber
der "Suff" blieb. Mir wurde das zu bunt...alles "auf sie einzuwirken versuchen" scheiterte. Als sie
mit Suizid drohte - das war nor amused for me! Ihrem Lebensgefährten war das egal - der kümmerte sich nur, wenn sie MAAAL nüchtern war. Mich rief sie immer dann an, wenn sie im Suff war.
Dann ließ ich den Kontakt abreißen - Zack, war es vorbei. Wochen vergingen...und sie war immer wieder "fleißig" - soff und soff. Nach ein paar Monaten - Nachricht per SMS. Sie hatte sich um einen Therapie-Platz bemüht, erfüllte die Voraussetzungen, in eine Klinik zu kommen. Als Grund für ihre Entscheidung gab sie mir an...setz dich bitte....
"Ich habe den Weg in die Therapie gewählt. damit DU (ich war gemeint) mich in Ruhe lässt!"
Ein paar Wochen später begann die Therapie. Sie hat mit dem "Einzug" in die Klinik keinen Tropfen mehr angerührt. Es war die "Hölle" für sie...und sie ist durch die Hölle gegangen, weil sie es selbst
wollte. SIE hatte die Entscheidung selbst getroffen und ist jetzt seit 17 Jahren trocken.
Sie war wegen des Suffs viele Jahre arbeitslos. Nach einiger Zeit fand sie eine Stelle. Dort hat sie sich hochgearbeitet, ist seit ein paar Jahren stellv. Abteilungsleiterin...in einem Großkonzern.
Viele Jahre hat sie sich auf privater Basis in einer Gruppe von AA organisiert - das gab ihr letztlich den Touch, wie sehr sie "auf Kante" gelebt hat und immer noch lebt, obwohl sie die AA vor ein paar Jahren wieder verließ. Sie weiß um die Gefahren - ein Schluck und alles war für die Katz.
Co-Abhängigkeit....der Begriff war mehrmals zu lesen. Und n Alki, der nicht von sich aus WILL, vom Suff loszukommen - vergebene Mühen der Leute, die das permanent zu "predigen" gedenken. Da kann auch der innige Bezug zu einem Mensch - nicht mal die Liebe zu ihr/ihm - etwas ausrichten.
Eine andere Bekannte hat sich von ihrem Zwillingsbruder losgesagt - jahrelanger Säufer. Die Frau ist selbst vor die Hunde gegangen...bis sie sich lossagte - vom eigenen Bruder. Der Bruder verstarb dann ein paar Jahre später...er wollte keine Therapie. Die Bekannte.... sie hat sehr gelitten - während ihrer Fürsorge um ihren Bruder und erst recht nach dem Tod des Zwillingsbruders.
Ja... die Angehörigen haben eine Sorgfaltspflicht - vor ALLEM für sich selbst, wenn es um Suchterkrankte geht.