Zitat von Comic: Treten Probleme auf, habe ich sie nicht zu lösen versucht, indem ich mich anderweitig orientiere, sondern, ich beende die Beziehung und bleibe eine Zeitlang bei mir.
Naja, das sagt sich so leicht, wenn man nur sich selbst verantwortlich ist. Aber wenn Kinder betroffen sind, macht man das nicht so leichtfertig.
Als mein Mann sich während seiner Affäre, von der ich noch nichts wusste, immer weiter von mir entfernte, habe ich mir auch überlegt, wie lange ich mir das noch antun will.
Wären die Kinder, seine Krankheit und das Haus nicht gewesen, hätte ich mich wahrscheinlich damals getrennt.
Ich habe in der Zeit aber durchaus meinen "Marktwert" getestet (nicht über Flirten oder Reden hinaus!), aber ich war gar nicht wirklich offen dafür. Meine Freundin meinte in solchen Situationen immer zu mir, ich hätte auf der Stirn stehen "Sprich mich ja nicht an, ich bin vergeben".
Fakt ist, ich wusste damals nicht, ob ich meinen Mann noch will.
Ich wusste nicht, ob er mich noch genug liebt, so dass es für mich genug ist.
Ich will von meinem Mann "angebetet" werden, denn das ist das, was ich selbst gebe, wenn ich Liebe. Aber dazu war er über Jahre nicht in der Lage.
Ich konnte mich nicht einfach so trennen.
Ich habe dieses "ich bin eine Zeitlang bei mir" auch gemacht. Aber in meiner Ehe und in meiner Familie. So dass bei meiner Entscheidungsfindung niemand leiden musste.
Ich gehöre zu den Menschen, die die Flinte nicht beim ersten Problem ins Korn werfen.
Ich kämpfe und hoffe, bis es nichts mehr gibt, für das man kämpfen oder auf das man hoffen kann.
Aber... Wäre damals jemand gekommen, der für mich gepasst hätte, wäre ich vielleicht zum Warmwechseler geworden.
Ich war damals jedenfalls in der Verfassung, dass ich mich hätte "ausspannen" lassen, sofern der Richtige gekommen wäre.
Soviel zum Thema "Gelegenheit macht Diebe"
😉