MaMiau
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Im November zogen wir zusammen 100km weg, da unsere Expartner uns das Leben zur Hölle machten (Stalking). Er ließ sich aufgrund einer Autoimmunerkrankung krank schreiben (nächsten Monat muss er in Reha).
Innerhalb weniger Wochen drehte er sich um 180Grad, pflegt sich kaum noch, hängt nur noch am Computer (baut Schiffe), wir haben seit Februar keinen Sex mehr (er will nicht) und auch keine Streicheleinheiten bis auf das obligatorische Bussi.
Ich weiß dass er ohne Aufgabe ist und das ihm die Arbeit fehlt (LKW-Fahrer), sie war Teil seiner Identität, aber zuhause macht er auch kaum einen Finger krumm und wenn ich meckerte musste ich mir anhören "warum soll ich putzen, Deine Kinder machen den Dreck".
Ich weiß, dass es ihn quält bei uns zu sein weil seine eigenen TeenieKids tun was sie wollen (der Mutter ist es egal, er kümmerte sich immer darum, die Kids zu bestrafen) und seit ein paar Wochen hat er sie nicht gesehen, weil sie hier im Haushalt anpacken müssen und es Regeln gibt. Die Zweitjüngste kommt regelmäßig.
Seine ganz Kleine wird ihm vorenthalten, weil seine andere Ex nur ein Kind wollte (sie ist bi) und die ganz Große sah er jahrelang nicht. Aber ich tat alles dafür, dass es den Kindern gut geht, dass sie sich wohl fühlen, unterstützte die Kontaktaufnahme mit der Großen und versuchte ihn zu überzeugen um die Kleine zu kämpfen (seit über einem Jahr hat er sie nicht gesehen).
Er ist liebevoll zu meinem Kindern, aber was unsere Paarbeziehung angeht, kam nichts von ihm, außer ich würde ihn mit meinen Bedürfnissen (nach Sex oder mal ein Schachspiel) unter Druck setzen. Er wäre emotional und körperlich nicht in der Lage dazu, aber es würde sich ändern. Ich leide unter dieser Zurückweisung sehr, da ich immer einen großen Sexhunger hatte und hab.
vorgestern bekamen wir so einen Streit, dass er sagte, er beendet alles und zieht aus, er würde meine Stimmungsschwankungen nicht mehr aushalten.
Streitgrund war dass ich auf seinem Handy SexSeiten und etwas über Sexchats fand. Er stritt ab zu chatten, es wäre ein Virus, aber ich glaube ihm nicht, da ständig benutzte Taschentücher neben seinem Computer liegen.
Seitdem ist er nur noch unten und ignoriert mich (ich gehe aber auch nicht runter in seine W. Höhle).
Ich verstehe seine Zerrissenheit wg den Kids, akzeptiere, dass er gehen will, denn ich gabe lange genug auf ihn gewartet.
Aber mich macht fertig, nicht zu wissen, ob ich hätte bis nach seiner Reha warten sollen, weil er all das war, was ich je wollte. Warten darauf, dass er wieder arbeitet und einen Ausgleich hat. Aber dann wäre er immer noch weg von den Kindern.
Am allermeisten belastet es mich, nicht zu wissen wer er wirklich ist. Der Mann meiner Träume (der nur wieder raus finden muss) oder der faule, ungepflegte, im Selbstmitleid badende Kerl, der zwar völliges Desinteresse an der Befriedigung seiner Partnerin hat, aber jammern würde, ginge ich fremd. Seine Beziehungen scheiterten auch aus Vernachlässigung. Ich zweifel trotzdem an meiner Wahrnehmung, weil es am Anfang echt war.
Warum führen scheinbar bindungsuntaugliche Männer überhaupt eine Beziehung?
Ich fühl mich wie ein Idiot