Zitat von Angi2:Um sie als Partnerin letztendlich nicht zu verlieren, oder?
Das ist ein wichtiger Aspekt. Es steckt ja oftmals nicht nur ein Helfersyndrom im Sinne von altruistischem Helfen dahinter, sondern die eigene Bedürfnisbefriedigung des TE.
Er hat eine für ihn extrem optisch und se xuell attraktive Frau gefunden, was ihn aufwertete und gut tat.
Weiter oben wurde geschrieben:
Denn im Gegensatz zu dir, weiß sie, dass es Luftschlösser sind. Sie weiß, was manche Männer brauchen...und sie gibt es ihnen
Das ist der Punkt.
Die BL Ex wurde, wenn ich es richtig gelesen habe, selbst se xuell missbraucht.
Ich weiß (beruflich) von diesen Frauen, dass Sex ualität oft als Bildungsmittel genutzt wird. Noch nicht mal bewusst. Sie sind durch den Missbrauch früh se xualisiert worden und haben keinen Zugang mehr zu ihren eigenen (se xuellen) Bedürfnissen. Eine normale Se xualität ist mit diesen Erfahrungen oft ohnehin nicht mehr möglich.
Nicht nur aus der Fachliteratur, sondern auch aus vielen Gesprächen weiß ich aber, dass die größte Angst bei BL, u.a. die vor dem Verlassenwerden ist. (Vor zu viel Nähe auch)
Und das ist die Tragik.
Diese Frauen haben meist einen gestörten Zugang zu ihrer Se xualität, denken aber, sie müssen das ganze se xuelle Programm auffahren, um das Verlassenwerden zu verhindern.
Viele dieser Frauen sind oft davon überzeugt, dass kein Mann sie um ihrer selbst Willen liebt und fahren se xuell mit allem auf, was Männer sich wünschen. (Zumindest am Anfang der Beziehung. Dass sie sich später körperlich entziehen, zeigt, dass das Bedürfnis nach Se x eben nicht wirklich besteht und nur Teil der perfekten Show ist).
Und die Show funktioniert ja auch, wie man am Beispiel des TE sieht. Er kann diesen Teil der Beziehung nicht vergessen,
es war für ihn der tollste S ex seines Lebens.
Mit den eigentlichen Bedürfnissen seiner Ex könnte er gar nichts anfangen und was S ex für seine Ex wirklich bedeutet, wird er wohl nie erfahren.
Seine Ex wird vielleicht noch häufiger den Partner wechseln, immer wieder das volle Programm auffahren, um zu gefallen. Sie kann nicht anders. Aber was sie eigentlich sucht, bekommt sie nicht.
Ich will die Ex nicht zum Opfer stilisieren, aber auch sie kommt eben nicht aus ihrer Rolle heraus. Und so drehen sich alle Beteiligten im Kreis.
Und ich finde:
Nur wenn die Erwachsenen die Spielebene mit viel Selbstreflexion verlassen und sich über ihre eigentlichen Motive klar werden, kann auch dem Kind geholfen werden.
Vielleicht hilft dir, lieber TE, diese etwas andere Perspektive, die für dich anziehenden Seiten deiner Ex mal von einer anderen Warte aus zu betrachten.
Vielleicht kannst du irgendwann über deinen Schatten springen und deine Ex weder hassen, noch sie idealisieren, (zb indem du sie dir se xuell zurück wünschst).