Zitat von Sieglinde13: Ich habe auch meine Fehler, aber aufgrund meiner langjährigen Ehe weiß ich um Probleme in der Partnerschaft, möchte sie nicht ständig wiederholen und möchte "wachsen".
Also wenn man "wachsen" will, sollte man immer versuchen, auch mit schwierigen Situationen konstruktiv umzugehen. Denn anders kann man auch nicht "wachsen".
Wenn es, wie Du schreibst, im Bett nicht mehr so läuft, so könnte man sich gemeinsam ja etwas Neues überlegen, um das Liebesleben wieder neu zu beleben. Immer dieselbe Routine - das bringt früher oder später jede Lust zum Versanden.
Mir scheint aber, dass sich in ihm (oder auch bei Euch beiden) im Lauf der Zeit gewisse Frustrationen angesammelt haben und in dieser von Dir beschriebenen Situation diese angestauten Frustrationen auf einmal hervorgebrochen sind. Und dann kann es auch eskalieren.
Ich denke also, es wäre besser gewesen, ihn nicht weiter zu bedrängen und ihn tatsächlich in Ruhe zu lassen. Man sollte ja grundsätzlich, wenn etwas zu eskalieren droht, erst einmal aus der Situation herausgehen und erst nach der "Abkühlphase" in Ruhe über die Dinge reden. Fehlerlos, zumindest für andere, ist ja niemand. Daher sollte man auch nicht alles Mögliche als "Fehler" sehen, sondern eben als Eigenheit (kommt natürlich aber auch darauf an, worin diese "Fehler" konkret bestehen - wenn jemand etwa gewalttätig ist, sollte man das natürlich keinesfalls als "Eigenheit" hinnehmen, sondern die Konsequenzen ziehen).
Jedenfalls würde ich Dir nicht gleich zu einer Trennung raten. Eine Trennung ist zwar immer der einfachste Weg, aber "wachsen" wirst Du daran nicht.
Ihr scheint ja auch, was Euer Zusammensein betrifft (von Freitag bis Dienstag), eine eingefahrene Routine zu haben.
Warum macht Ihr es nicht so, dass Ihr Euch dann und wann nur in zwei oder drei Wochen wiederseht und zusammen seid? Allein das könnte die Gefühlslage von Euch beiden wesentich verändern. Das Gewohnte dann und wann zu vermissen, führt dazu, dass man es wieder zu schätzen lernt.