694

Keine Freunde im Leben

W
Zitat von Michi88:
@WhatHappend Kopf hoch.War lange Verheiratet und auf Kontischicht dadurch nie Zeit gehabt für Freundschaften.Das wird wieder kleine.Lass dich nicht ...

Mein Beitrag ist ja schon was älter. Mittlerweile lebe ich seit 3 Jahren ohne enge Freunde. Es ist nicht ok aber es ist ok.
Ich glaube, du hast den Mumm, das Durchhaltevermögen und Talent nachzuholen, was du hast schleifen lassen. Bei dir sind ja äußere Umstände (Schichtarbeit) der Grund.
Ich soll um Freundschaften kämpfen? Hört sich komisch an Lachendes Gesicht

x 3 #271


S
@WhatHappend vermisst Du Freunde im Sinne von Bezugspersonen?

x 1 #272


A


Keine Freunde im Leben

x 3


W
Zitat von Schattenseite:
@WhatHappend vermisst Du Freunde im Sinne von Bezugspersonen?

Ich tu mich gerade schwer die Frage zu verstehen aber ich denke die Antwort lautet ja. Ich vermisse Intensität und Beständigkeit.

x 4 #273


S
@WhatHappend kompensiert Du das durch Hobbys, Familie etc.?

#274


M
Zitat von WhatHappend:
Mein Beitrag ist ja schon was älter. Mittlerweile lebe ich seit 3 Jahren ohne enge Freunde. Es ist nicht ok aber es ist ok. Ich glaube, du hast den Mumm, das Durchhaltevermögen und Talent nachzuholen, was du hast schleifen lassen. Bei dir sind ja äußere Umstände (Schichtarbeit) der Grund. Ich soll um ...

Ich denke es gibt Phasen im Leben, da hat man vielleicht keine Freunde. Oder keinen Job. Oder keinen Partner. Es sind Zeiten des Reset in denen man auch Zeit hat zu überlegen was einem wichtig ist und woran es letztes Mal gescheitert ist. Klar fühlt sich das in dem Moment nicht schön an. Aber manchmal ist das auch ein Übergang in eine andere Phase, wo die Freundschaften, der Job oder nächste Partner dann befriedigender und bewusster ausgewählt würden.
Ich finde sowas auch ehrlicher als um Teufel komm raus schnell schnell neue Freunde oder Job oder Partner zu suchen oder gar erzwingen zu wollen. Das sind meistens dann auch nicht das richtige, wenn aus der Not und Ungeduld heraus.

x 2 #275


Hermine47
Zitat von merretich:
Ich finde sowas auch ehrlicher als um Teufel komm raus schnell schnell neue Freunde oder Job oder Partner zu suchen

Ja so ist es wirklich.
Ich glaube das bringt alles nix dieses aktive Suchen.
Ich hatte mal wieder 2 Bekanntschaften von der ich mich mit einer getroffen habe,
war ein netter Kaffeeplausch aber auch nicht mehr. Die 2. Bekanntschaft ist auf Wochen im Voraus ausgebucht,
der nächste KennenlernTermin mit ihr könnte im September sein.
Da frag ich mich ob das überhaupt Sinn macht, wenn jemand so ein ausgefülltes Leben hat, warum sucht er dann noch!?

Und Gemeinsamkeiten sind wichtig, sonst hat man gar keinen Punkt an dem man gut anknöpfen kann.
In meinem Fall gestaltet sich das richtig richtig schwierig, da ich ja schon viele Jahre in Erwerbsminderungsrente bin
lerne ich über diese "Gemeinsamkeit" nur Menschen kennen, denen es noch sehr viel schlechter geht als mir und runterziehen soll mich eine Freundschaft ja auch nicht.
Und für normal arbeitende Menschen bin ich wahrscheinlich uninteressant. 🤔
Ich denke, ich werde meine aktive Suche auch einstellen und aufs Schicksal vertrauen.

x 5 #276


Ameise_78
@Hermine47
Meine Erfahrung ist auch die, dass gute Freunde etc. nur durch Zufall kommen - habe alle in meinem Leben nur zufällig kennengelernt, nie durch aktive Suche. Kann mir auch nicht so recht vorstellen, dass das wirklich funktioniert, klar - für oberflächliche Bekanntschaften geht das. Aber enge Freundschaften... das ist ein bisschen wie Verlieben: es muss eine spezielle Sympathie da sein, sonst geht es nicht... (für mich jedenfalls)

x 6 #277


W
@Ameise_78 So sehe ich das auch. In Kombination mit den Schnittstellen, die es möglich machen sich regelmäßig über den Weg zu laufen z.B. in der Schule. Aber so ein Blitz wie beim Verlieben wäre auch eine interessante Vorstellung Lachendes Gesicht

x 1 #278


M
Zitat von Hermine47:
Ja so ist es wirklich. Ich glaube das bringt alles nix dieses aktive Suchen. Ich hatte mal wieder 2 Bekanntschaften von der ich mich mit einer getroffen habe, war ein netter Kaffeeplausch aber auch nicht mehr. Die 2. Bekanntschaft ist auf Wochen im Voraus ausgebucht, der nächste KennenlernTermin mit ihr könnte im ...

Ich glaube nicht dass man in Deiner Situation für normal arbeitende Menschen uninteressant ist!
Im Gegenteil, dadurch dass ich zB nur Teilzeit arbeite, hab ich viel Zeit mich mit Politik, Weiterbildung,
und tausend anderen Themen wie Gärtnern u.a. zu beschäftigen oder auch hier zu kommentieren zu lesen und zu lernen.
Mich langweilen Menschen, die nur für ihren Job leben. Das ist ja oft unpersönlich, da wird wenig reflektiert oder philosophiert oder rechts und links geschaut.

Mein Eindruck ist eher, dass aktuell viele überfordert sind mit sich selbst und ihrem Leben, viele sind gehetzt, innerlich im Chaos, und oft auch unverbindlich, halten sich alles offen oder sind in der Geschwindigkeit wo sie unterwegs sind, schlicht nicht in der Lage, respektvoll, verbindlich und tief zu agieren und auch wirklich zu investieren. Oft auch einfach zu abgelenkt von allem möglichen wie Konsum, Job oder sonstiges.
Fast so als hätten sie Angst auch mal innezuhalten weil dann wahrscheinlich auch der seelische Dreck mal rauskommen würde.

Heute zB war ich mit einer Wandergruppe um neun verabredet, hab mir extra den Tag dafür blockiert und den Wecker gestellt, obwohl ich spät ins Bett bin. Ne halbe Stunde vor Beginn wird die Wanderung von der Führerin abgesagt, weil sie den Zug nicht geschafft hat. Auf Nachfrage von mir und anderen ob es jetzt später losgeht oder garnicht, kommt nichts mehr.
Ich erlebe sowas gefühlt im Moment dauernd, und nicht nur mit meinen Patienten. Überforderung, Chaos, Unverbindlichkeit mit einer guten Prise Respektlosigkeit. Man sagt ja auch Geschwindigkeit macht respektlos, Langsamkeit macht achtsam und damit respektvoll.

Ich denke Du hast halt Raum für Freundschaften und Zeit. Und viele haben oder wollen das nicht.
Weil sie auf der Flucht sind. Gerade wenn sie v.a. viel arbeiten.
Hat nichts mit "interessant" zu tun, finde ich und der Fehler muss auch nicht bei Dir liegen.
Der aktuelle Zeitgeist begünstigt das in Deutschland- leider, finde ich. Also das unverbindliche, offen haltende, gehetzte, und damit oft auch respektlose was eine echte FREUNDschaft auszeichnet fast unmöglich macht.
Weil da braucht es ja Intention, Verbindlichkeit und invest.

x 5 #279


Frau_Stern
Verbindlichkeit ist heutzutage echt rar

x 2 #280


S
@Frau_Stern ja, zu viele Reize, zu viele Möglichkeiten und gaaanz viel Egoismus unter den Menschen …

x 1 #281


M
Zitat von Schattenseite:
@Frau_Stern ja, zu viele Reize, zu viele Möglichkeiten und gaaanz viel Egoismus unter den Menschen …

Das Problem ist hier auch der Domino Effekt...Leute die freundlich, entgegenkommend und verbindlich sind werden halt dann so oft auflaufen gelassen, bis sie selbst diese egal Haltung entwickeln.
Daran scheitern sicher viele Freundschaften und auch Beziehungen.
Es macht die Gesellschaft kaputt. Daher mag ich persönlich das auch nicht mehr bagatellisieren.
Eine Frau in der Gruppe hat es heute gleich weggelächelt nach dem Motto ist ja nicht schlimm,
obwohl sie so umsonst um 5.45 aufgestanden ist! Und bereits im Zug sass als die Absage kam,
da sie von weiter weg ist.
DOCH, ist es. Ich nehm da inzwischen kein Blatt mehr vor den Mund.
Und hab das auch gesagt obwohl ich erst um acht den Wecker klingeln hatte, weil es ums Eck ist.
Ich bin inzwischen der Meinung wer nicht das kleine soziale Einmaleins beherrscht, soll
einfach ohne Kontakte bleiben. Anstatt diese rumeierei, das alles offen halten und Leute hin und
her schieben wie Objekte.

x 3 #282


S

Catalina
Zitat von Hermine47:
In meinem Fall gestaltet sich das richtig richtig schwierig, da ich ja schon viele Jahre in Erwerbsminderungsrente bin
lerne ich über diese "Gemeinsamkeit" nur Menschen kennen, denen es noch sehr viel schlechter geht als mir und runterziehen soll mich eine Freundschaft ja auch nicht.
Und für normal arbeitende Menschen bin ich wahrscheinlich uninteressant.

Ich bin in der gleichen Situation wie du, was die Rente angeht. Finanziell ist es dadurch auch nicht so rosig, so dass kostspielige Hobbys oder Unternehmungen eher nicht so drin sind, zumindest nicht regelmäßig. Das schränkt die Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen, auch wieder ein.

Ich weiß nicht, ob ich für arbeitende Menschen uninteressant bin, fühle mich aber auch manchmal so. Wenn ich gefragt werde, was ich so mache und dann sagen muss, dass ich schon in Rente bin, fühlt sich das immer noch irgendwie doof an. So, als würde ich nicht mehr dazugehören. Und dann denke ich auch manchmal, dass ich total langweilig wirken muss, weil ich ja wenig Spannendes zu erzählen habe.

x 2 #284


F
Zitat von Frau_Stern:
Verbindlichkeit ist heutzutage echt rar

Sind ja manchmal schon diese schwammigen Antworten auf Fragen wie: hast Du morgen Zeit?

Ich denke schon....

Statt eines einfachen

Ja.

x 3 #285


A


x 4