Zitat von VictoriaSiempre: Es gibt für beide Varianten (auf Unterhalt verzichten versus Unterhalt einfordern) gute Argumente. Selber tendiere ich zu zweitem, allerdings komm ich auch nicht aus dem Hause Rockefeller oder Gates. Mir wäre es ein Bedürfnis, mein Kind abzusichern und dafür zu sorgen, dass es bekommt, was ihm zusteht. Wenn ich denn schon bei der Auswahl des Erzeugers so daneben gegriffen hätte…
Ich sehe das genauso und finde auch, dass der Vater grundsätzlich in die Pflicht genommen werden sollte.
Sehe aber auch Argumente oder Persönlichkeitsstrukturen, wo es besser nicht so wäre.
Letztlich ist das nicht unsere Entscheidung. Ich hatte aber noch nicht den Eindruck, dass die TE dem Kindsvater den Zugang zum Kind verweigern möchte, um das Kind zu schützen.
Zitat von VictoriaSiempre: Ich glaube auch - und ja, ich bin vermutlich ein Kleingeist - es wäre mir ein Bedürfnis, den Erzeuger monatlich daran zu erinnern, dass ein Kind entstanden ist, das zur Hälfte seine Gene trägt. Hmm. Ich muss noch mal drüber nachdenken.
Ich finde das Bedürfnis nicht kleingeistig, letztlich ist es doch immer von der Situation und dem Gegenüber abhängig, wie man sich entscheidet.
Mit ist aber noch ein anderer Punkt für die Kleine wichtig, den man auch berücksichtigen kann. Viel wurde bereits über (finanzielle) Absicherung und Verantwortung geschrieben.
Zitat von alleswirdbesser: Auch ihr Kind hat Halbgeschwister. Aber ja, wie gesagt, das ist nicht nur in dem Affärensituationen so, dass die Kinder von ihren Halbgeschwistern keine Kenntnis haben.
Der Punkt der eigenen Biografie und Geschichte zur Identitätsbildung und -findung.
Es ist ja nicht nur die Frage, wer ist mein Vater, sondern auch, wer bin ich und welche Parallelen gibt es? Neben dem Vater gibt es auch noch mehr Familie.
Und mir ist auch hier klar, dass das natürlich nicht in jeder Konstellation möglich, nötig oder angebracht ist.
Wenn aber doch, warum nicht? Es ist immerhin Teil der Geschichte des Kindes.