Gina1212
Gast
Ich hatte bis vor kurzem einen sehr schönen Kontakt zu einem ca drei Jahre jüngeren Mann, denn ich schon länger kannte. Wir sahen uns auf einer OD Seite und kamen ins Gespräch. Ganz allgemein und Smalltalk. Er schlug vor, dass wir uns ganz langsam und entspannt richtig kennen lernen sollten. Da wir uns nur flüchtig über seine Schwester kannten. Ich willigte ein und wir trafen uns zu einem Kaffee.
Ich fand ihn sehr nett und zuvorkommend. Außerdem hat er sehr viel Humor. Es waren daher sehr entspannte lustige zwei Stunden. Ihn hat es quasi umgehauen. Er fand mich absolut toll und hat es sofort seiner Schwester erzählt.
Er begann ziemlich schnell mit dem üblichen werben und es gefiel mir gut. Denn er ist Italiener und hat so einen gewissen Charme.
Leider kam uns eine Quarantäne dazwischen und so konnten wir uns schon 14 Tage nicht mehr treffen, was für mich nicht schlimm war. Denn so blieb es entspannt und nicht überstürzt. Täglich Kontakt. Es gefiel uns beiden gut.
Zweites Treffen fand dann statt. Wir waren spazieren. Es gab ein paar zärtliche vorsichtige Küsschen zum Abschied.
Er sagte an diesem Tag, dass er das Gefühl hatte, ich mache mir zu viel Gedanken. Ja das stimmt, ich habe mir wirklich viele Gedanken gemacht. Ich wollte einfach keinen Druck entstehen lassen , aber ich glaube genau das ist geschehen. Ich war nicht ganz authentisch. Habe ein bisschen die Bremse rein gehauen. Er hat einfach so eine stürmische leidenschaftliche Art, die mir gut gefällt, einfach sehr leicht und machend. Er steht zu dem was er sagt und hat mich auch nicht bedrängt. Im Gegenteil . Er meinte, er findet mich sehr anziehend, aber er wartet mit allem bis ich so weit bin. Ich habe aber gemerkt, dass es ihm schwer fällt, weil er einfach nicht abwartend ist.
Und dann wurde es kompliziert. Ich konnte mich da leider nicht so rein fallen lassen, er fragte was los ist, er hat nicht das Gefühl dass ich bereit wäre und ich habe auch einmal gesagt, ich muss erst schauen ob ich bereit für eine tiefere Bindung bin.
Ich muss dazu sagen, ich hatte vor einem Jahr ein Burnout. Bin auf einem sehr guten Weg. Habe aber noch schlechte Tage und zu viel überfordert mich noch emotional und gedanklich. Das wusste er aber von Anfang an. Ich hatte plötzlich sehr viel um die Ohren. Im Job gab's Ärger, finanziell müsste ich mir Gedanken machen. Meine Tochter offenbarte mir, dass sie einen Jungen getroffen hat . Und zusätzlich die Beziehungsanbahnung. Ich glaube ich ging unter.
Dann kam das dritte Treffen. Fing wunderbar an. Ein bisschen geredet und gekuschelt, Kaffee getrunken. Er hat sich leider etwas ungeschickt ausgedrückt in einer Sache, so dass ich ihn nicht verstanden habe. Er wünschte sich Exclusivität, hat es aber so ungeschickt gesagt, dass ich dachte er will andere treffen. Und schon hatten wir eine Diskussion. Sehr blöd in der Kennenlernphase, ich weiß.
Ich war ziemlich erschöpft an dem Tag. Er hatte Nachtschicht. Beide nicht bei sich.
Wir haben nicht gestritten und es geklärt. Trotzdem hatten wir wohl ab dem Zeitpunkt beide Druck. Es stand etwas zwischen uns.
Er hat sich wunderschön verabschiedet. Küsschen und komm gut heim, bitte meld dich nachher wenn du zu Hause bist.
Alles Tip top.
Aber über mir ging eine schwarze Wolke. Ich konnte nicht mehr ich selbst sein. Ich war im Gedankenkarussell. Und so zogen sich die Tage und die Stimmung staute sich auf.
Rückblickend war das ganze sehr passiv aggressiv.
Bis am vierten Tag er sagte, dass er genervt ist gerade von der Stimmung, was ich persönlich nahm. Jop. Und so ergab es sich dann, dass er sich darauf berief, dass ich gesagt hätte, ich sei nicht bereit. Er könnte mit meiner Stimmung gerade nicht umgehen. Er kann nicht weiter machen. Er möchte in Kontakt bleiben und würde sich über eine Freundschaft freuen. Aber zum jetzigen Zeitpunkt kann er nicht weiter machen. Es ist emotional zu hart für ihn.
Ich habe gesagt, dass ich Freundschaft momentan nicht bieten kann. Aber vielleicht könnten wir später noch einmal aufeinander zu gehen. Wenn es sich bei mir beruhigt hätte, aber ich möchte das Kennenlernen fortsetzen, weil ich ihn sehr mag.
Darauf meinte er, wir können gern in Kontakt bleiben, aber mehr geht zum jetzigen Zeitpunkt nicht für ihn. Er sei ein Mensch der Nähe mag.
In solchen Situationen merke ich leider noch, dass mein Kopf noch nicht so funktioniert wie er sollte. Denn ich wusste nicht was ich sagen, wie ich reagieren soll. Ich war sehr überfordert. Wollte aber auch nicht jammern, wegen Erkrankung etc .
Ich sagte dann, dass ich glaube dass wir genug geredet haben und wir jetzt beide erst Mal zur Ruhe kommen müssen . Dann war das Gespräch beendet. Jetzt ist seit zwei Wochen Funkstille und ich bin sehr traurig. Aber ich möchte einfach seinen Wunsch akzeptieren und ihn in Ruhe lassen.
Trotzdem. Meint ihr eine Annäherung, wenn ich wieder mehr bei mir bin und ein bisschen was geregelt habe macht Sinn. Bzw in Kontakt bleiben ?
So blöd gelaufen . Ich finde es sehr schade. Wir fanden uns wirklich toll.