Zitat von unbel-Leberwurst: wenn du das Verhalten der Töchter für legitim hältst
Ich habe niemand gelesen (oder es überlesen?), dass hier jemand das Verhalten der Töchter für legitim hält. Wohl aber User, die es nachvollziehen (nicht gleichzusetzen mit gut heißen) können. Dazu gehöre z. B. ich.
Zitat von unbel-Leberwurst: Die TE nennt keinen
Nein. Sie konkretisiert aber z. B. auch nicht, nach wie vielen „wenigen Monaten“ nach dem Tod des Vaters der neue Partner in ihrem Leben bereits präsent war und wie sie die Töchter darüber informiert hat. Das könnte nämlich durchaus eine Rolle dabei spielen, dass sich die Fronten so verhärtet haben.
Sollte sie ihr neues Liebesglück (das ich ihr von Herzen gönne) nämlich sofort öffentlich gemacht haben, während die Kinder noch unter dem Schock des Verlusts litten und in tiefer Trauer waren, dann wäre das für mich maximal unsensibel. Wir wissen hier bisher alle nicht, ob es so war.
Ich halte auch nichts davon, nach einer Trennung die Kinder - und ja, auch mit 15/21 oder jetzt 17/23 sind es noch Kinder, der Teenie in jedem Fall - sofort mit einem neuen Partner zu konfrontieren.
Die Töchter „hassen“ nicht den neuen Partner, sondern das, wofür er in ihren Augen steht. Wenn sich das 2 Jahre später immer noch nicht aufweicht, dann ist insgesamt etwas schief gelaufen; wobei ich dafür niemanden „Schuld“ zuweisen möchte. Es wusste halt niemand besser in der Situation. Die Töchter schreiben hier nicht, nur die Mutter: Ich kann nur ihr den Tipp geben, da genauer hinzuschauen.
Ich selber kann z. B. überhaupt nicht nachvollziehen, dass es ihr wichtiger ist, den neuen Freund in die Wohnung zu lassen, als erst einmal die Garderobe des verstorbenen Mannes zu entsorgen (wohin auch immer). Ich (! Kann ja nur für mich selber sprechen) würde da viel eher in die Konfrontation mit meinen Kindern gehen als bei dem Wunsch, dass mein Partner auch mal bei mir übernachten kann. Zumal ich einem neuen Lebensgefährten nicht zumuten wollen würde, in einem Museum zu übernachten.
Dass nach einem Bruch (egal, ob durch Trennung oder Tod) alles problemlos weiterläuft, ist Wunschdenken. Meistens erfolgt aber irgendwann zumindest Akzeptanz; es braucht einfach Zeit. Forderungen und endlose Diskussionen beschleunigen das eher nicht. Grade bei Teenies nicht.
Die Kinder können nicht gezwungen werden, den neuen Mann zu mögen. Selbst, wenn er absolut liebenswert ist nicht. Ich hätte da eher den Ansatz, die beiden Welten erst einmal weiter auseinander zu halten; bei einem Kind, das bereits auf eigenen Beinen steht und einem Teenie, der bald volljährig ist, sollte das eine relativ einfache Übung sein. Da bleibt genug Freizeit, um schöne Stunden mit dem Partner zu verbringen - nur halt nicht in der eigenen Wohnung.
Gut, Deine Kinder können Dir nicht verbieten, dass Dein Freund Dich in Deiner Wohnung besucht. Klar kannst Du Dich da durchsetzen, egal, was Deine Kinder sagen und wollen. Solche Tipps gab es ja auch schon, bis hin zur Teilungsversteigerung. Das kannst Du natürlich alles machen - deshalb werden sie den Mann ganz gewiss nicht lieber mögen. Und Dich on top vielleicht auch nicht mehr.