Zitat von Sonnenschein85:Die Frage ist ob eine Paartherapie hilft. Er schrieb das sie klar sagt das keine Liebe und keine Gefühle mehr da sind. Leider ist eine Therapie kein ...
Das sehe ich auch so.
Dass es nochmal „klappt“ wie bei @ZauberSandra mag vereinzelt vorkommen und vielleicht auch eine Weile funktionieren.
Aber wie @Blindfisch schreibt, sollte eine Partnerschaft nicht verhandelt werden sondern generell auf Vertrauen und Miteinander und Respekt basieren.
Beim TE sowie auch zB bei mir und vielen anderen hier in dem Strang ist das Problem, dass sich der Partner bereits innerlich schon länger distanziert hat.
Und wenn dann auch noch „ein guter Freund“ oder eine „nette Bekannte“ da im Kopf und Herzen herumspukt, dann kämpft man alleine.
Man steht alleine im Ring während der andere bereits die Halle verlassen hat.
Bei einigen mag es vielleicht nochmal aus Vernunft zu einem Versuch kommen, vielleicht auch aus rein praktischen Gründen wegen den Kindern, gemeinsamen finanziellen Verpflichtungen usw. Ob es von Dauer ist bezweifle ich jedoch. Weil das Misstrauen immer mitschwingt.
Ich persönlich empfinde so einen Bruch als zu groß, weil zB in meinem Fall eine ganze Weile ein Doppelleben geführt wurde. Weil mir beim gemeinsamen Essen oder während Urlauben und Familienfeiern frech ins Gesicht gelogen wurde. Weil er mich zuhause weiterhin als guten Geist für Haushalt, Kinder, Tiere, Unterstützung bei seiner Selbstständigkeit und auch als Blitzableiter für seine Launen genutzt hat, während er bereits auf der Pirsch war und mit einer Kollegin angebandelt hat.
Das ist kein einmaliger Ausrutscher, wo die beiden auf einer Tagung oder Messe nach etlichen Drinks abends ordentlich angeschickert im Hotelbett gelandet sind, sondern da gehört schon viel Egoismus und Raffinesse dazu. Von beiden.
Mit ein paar Fragen oder Spielen ist das leider nicht mehr zu kitten.
Was meine Kollegin (die aus meinem letzten Post weiter oben) und auch viele andere mir nahelegten ist tatsächlich der Abstand. Er tut schweineweh und die Monate danach sollte der Kontakt sehr sehr nüchtern sein.
Eine Kontaktsperre ist wegen der Kinder schwierig.
Bei ihr und ihrem Exmann tat ihr der Abstand sehr weh aber war heilsam. Und auch er hatte im inzwischen stillen und halbleeren Haus Momente um nachzudenken. Sie sind dann einige Monate später mal in eine Aussprache mit einem gemeinsamen Freund als Mediator gegangen.
Und sie empfand es am Schluss als reinigend, als würde man einen Eimer dreckiges Putzwasser in den Ausguss kippen und sehen wie es abläuft. Yes, we needed that.
Ihr Mann hat auch viel reflektiert und sich aufrichtig bei ihr entschuldigt. Und seitdem können sie viel besser miteinander umgehen. Sitzen auch bei Familienfeiern mit den Großeltern und allen an einem Tisch. Und den Kindern tut der entspannte Umgang gut.
Aber die räumliche Trennung war das A&O, sie tat höllisch weh aber heute will sie das nicht mehr missen und es musste sein, damit sie heute so gut miteinander auskommen. Sonst wäre es irgendwann eskaliert und dann wären die Fronten verhärtet.
Ich bin im Moment in diesem Transit und Ende Februar endgültig ausgezogen. Bitte frage nicht wie viel ich gerade heule und bebe und trauere. Meine alte Hood, der Garten, das Vertraute…die neue Wohnung, schön aber fremd. Alleine, kein Partner.
Ich miaue wie eine schwarze struppige Katze.
Gestern saß ich abends wieder auf dem Küchenboden in der neuen Wohnung und habe bitterlich geweint. Ich habe heute Früh auf der Hinfahrt ins Büro geheult. Mich dann nochmal im Auto am Parkplatz notdürftig restauriert, aber als ich in meinen Raum kam sagte meine Kollegin erst mal nur „Ach Schnuckel…!?“
😔 Und wieder brachen die Dämme.
Es ist Sche*ße. Aber ich vertraue auf das, was mir die Erfahrenen raten und was mir Hoffnung gibt ist, dass sie alle noch leben und fröhlich sin, positiv und teilweise sogar wieder in glücklichen neuen Beziehungen. Auch wenn ich daran aktuell keinerlei Gedanken verschwende