Moody92
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Zitat von E-Claire:und erst dann als Du gecheckt hast, daß sie jemanden anderen hat, hat sich alles gedreht.
Eigentlich hat sich schon ein paar Wochen vorher vieles gedreht.
Ich habe über meine Anteile an der Trennung nachgedacht, ich habe angefangen sie zu vermissen usw.
Zitat von E-Claire:und erst dann als Du gecheckt hast, daß sie jemanden anderen hat, hat sich alles gedreht.
Das war dann der Knockout-Punch.
Zitat von E-Claire:Weil sie jetzt unerreichbar ist, kannst du wieder Gefühle spüren.
Konkurrenz belebt das Geschäft.
Nein, mal ehrlich: Ich bin immer noch der Meinung, dass ich die ganze Zeit "Gefühle gespürt" habe, ich die PS aber einfach nicht auf die Straße bekam.
Zitat von E-Claire:Hier ist mal ein Stichwort für Dich: Vermeidung.
Wieder so ein Volltreffer. Wofür bezahle ich eigentlich meine Therapeutin?
Es stimmt, dass ich ein vermeidender Bindungstyp bin (und natürlich findet sich die Ursache dafür in meiner Kindheit), aber auf wie viele Aspekte in der Beziehung sich das anwenden lässt, wird mir erst nach und nach deutlich.
Ich vermeide es, meiner Partnerin meine wahre Liebe zu zeigen, denn wenn ich abgelehnt werde, habe ich ja eh nicht viel investiert und kann mir einreden, sowieso nur halbgar bei der Sache gewesen zu sein.
Ich vermeide es, meiner Partnerin mal einen richtig schönen Geburtstag durchzuplanen, sondern mache es nur halbherzig, weil wenn es ihr nicht gefällt, kann ich mir sagen "Naja, du hast dich ja auch nicht wirklich bemüht; wenn ich mich richtig reingehängt hätte, wäre es bestimmt mega geworden".
Nur das mache ich dann nie, aus Angst, alles gegeben zu haben und trotzdem zu scheitern und vielleicht erkennen zu müssen, dass selbst mein Bestes nicht gut genug ist.
Macht das Sinn? Kann sich da jemand reinversetzen?
In meinem Kopf macht das gerade sehr viel Sinn und irgendwie liest es sich traurig, selbstzerstörerisch und manipulativ.
Aber vielleicht komme ich jetzt auch wieder vom hundertsten ins tausendste.
Zitat von E-Claire:nimm doch mal in einem Gedankenexperiment an, daß Du Dich aus und für Dich selbst bestmöglich verhalten hast, welche Schlüsse wären denn dann zu ziehen?
Willst du darauf hinaus, dass es mir mehr nicht wert war? Das würde ich verneinen.
Oder meinst du, dass das wirklich aufrichtig mein Bestmögliches war, das ich da gegeben habe? Das schließe ich komplett aus, da ich sehr genau weiß, dass es nicht so war.
Ich habe nie 100% gegeben aus Angst, dass meine 100% nicht genug sein könnten.