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Klinik - was machen die mit ihm?

Aiyla
Zitat von WhatHappend:
Egal, wie schlecht es mir geht: das hält nie 24 Stunden am Stück an.

Da kannst Du froh sein.
Bei Depression ist es leider anders, per Definition anders.
(Wobei es auch Betroffene gibt, bei denen Wut und Gereiztheit im Vordergrund stehen, nicht immer ist es Niedergeschlagenheit oder Leere. Aber auch da verschwindet es nicht nach 24 Stunden.)

• x 3 #196


A


Klinik - was machen die mit ihm?

x 3


alleswirdbesser
Zitat von Timeconsumption:
Wo habe ich das gesagt? Es war lediglich ein Beispiel als Vergleich. Echte Panikattacken gehören genauso behandelt, wie Depressionen. Aber es ist ...

Seit neuestem bin ich mit dem Begriff Panikattacke sehr vorsichtig. Mein plötzliches Aufwachen in der Nacht, Herzrasen und panische Angst (Zustände nach der Trennung) habe ich damals auch so betitelt. Nun habe ich vor wenigen Wochen eine Panikattacke eines jungen Mädchens erlebt. Ich dachte sie stirbt uns weg. Und niemals hatte ich welche, absolut nicht vergleichbar.

• x 6 #197


CanisaWuff
@WhatHappend Du musst mit dem kranken Mann nicht zusammen bleiben, Du hast das Recht Dich jederzeit aus der Beziehung zu lösen.
Du kannst ihm allerdings nicht vorschreiben wie er sich zu verhalten hat.
Mein Ex Mann hat gesoffen und D.ro.gen genommen und heute (mit Abstand) denke ich, dass er auch Depressionen hatte.

Vermutlich hat er daher auch gesoffen.
Ich habe damals auch viel erwartet und nicht verstanden warum er unsere Zukunft so in den Wind schießt mit der Sauferei und den Dr.ogen.

Heute will ich es nicht mehr verstehen.
Es ist mir egal, wie er mit seinem Leben klarkommt. Es ist mir auch egal ob er krank ist und wie er heute lebt.

Und ich habe für mich gelernt, dass ich keinen depressiven Mann in meinem Leben möchte. Ich brauche jemanden auf den ich mich zu 200% verlassen kann und ich glaube, das würde mit einem Menschen, der oft selbst aus der Bahn fällt nicht funktionieren.

Aber ich will auch niemanden umerziehen oder Erwartungen an jemanden stellen, der die Erwartungen nicht erfüllen kann.

Dein Freund oder Mann wird nicht so funktionieren, wie Du es möchtest.
Du kannst nur in Deinem Leben bestimmen was Du machst und wie Du Dich verhältst.

Fange an Dich damit auseinander zu setzen. Was er in der Klinik macht muss Dir egal sein. Du kannst Dich noch so sehr darüber ärgern, weil Du denkst, die machen dort Party. Du kannst aber nichts ändern.
Du tust Dir damit nur selbst weh.

• x 6 #198


AmeiseNextDoor
Depressionen sind aber auch nicht gleich Depressionen. Es gibt Abstufungen. Nicht jeder, der eine Depression hat, hat eine hochgradige Depression und ist komplett handlungsfähig. Welchen Schweregrad die Depressionen des Mannes der TE haben, ist das bekannt..?

Liebe TE, ich würde dir sehr empfehlen: plane dein Leben besser ohne den Mann. Du bist nicht mit 20 Mutter geworden - in deinem Alter muss bis zu einem gewissen Grad bewusst gewesen sein, dass es im Leben immer so laufen kann, dass man im "schlimmsten" Fall alleine mit Kind endet... das gilt für Männer und Frauen.

Dass dein Partner jetzt nicht so für sein Kind da sein kann, ist schmerzhaft für dich, das verstehe ich 100%.
Es gibt auch wenig tröstliches, was man in einem solchen Fall sagen kann, denn es ist gerade einfach sch. Vor Allem für euer Kind.

Aber es nützt nichts, ganz genau wie @CanisaWuff sagt, kannst du nur über dein Leben entscheiden/bestimmen... nicht über das deines Partners.
Wenn er morgen beschließen würde nach Südamerika zu gehen und nie mehr zurück zu blicken, du könntest es ebensowenig ändern.

Aus meiner Sicht darfst du traurig, enttäuscht, wütend und verletzt sein. Das steht dir alles zu. Du kannst es nur dennoch nicht ändern, es ist wie es ist.
Ändern kannst du eben nur dein Leben und deine Perspektive.

Was du aber zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht sicher weißt - wie am Ende alles ausgehen wird.
Es kann sein, dass dein Partner sich trennen will, kann aber genauso gut sein, dass er zu ganz anderen Schlüssen gelangt. Das weiß hier keiner.
Das wirst du abwarten (oder dich aus eigener Motivation trennen) müssen.

Ich wünsche dir viel Kraft. Auch für die Bearbeitung deiner eigenen Probleme. 🫂

• x 9 #199


Pippa
Zitat von WhatHappend:
Egal, wie schlecht es mir geht: das hält nie 24 Stunden am Stück an.

Das ist schlichtweg falsch.

• x 3 #200


Wasabix
Zitat von Kroenchen_richten:
Bezüglich Handy, kann auch sein, dass sie die Handynutzung einschränken. Hier in unsere Klinik ist das Programm, die werden nur für eine kurze Zeit ausgegeben.

Das hätte er ihr aber mitteilen müssen,wenn dem so wäre.

• #201


Wasabix
Zitat von WhatHappend:
Eigentlich sind meinerseits schon lange kaum noch Gefühle vorhanden und wir leben eher auf der Elternebene zusammen) hat

Das sagt eigentlich schon alles.

• x 1 #202


VictoriaSiempre
Zitat von WhatHappend:
Überdenk nochmal deine Aussage. Hast aber ganz schön viel Kraft (in den Fingern), wo du dich doch wie ein zusammengerollter Shrimp beschreibst, der nix mehr kann.

Hier hat sich eine Userin geöffnet und von ihren Depressionen geschrieben; vermutlich in der Hoffnung, Dir das Krankheitsbild näher bringen zu können. Diese, Deine Reaktion darauf ist schlicht unverschämt und nicht mit Überlastung zu rechtfertigen. Und ich frage mich grade auch, ob Du gegenüber Deinem Partner genauso reagiert hast.

Zitat von Mariaa89:
Wenn du ihm gegenüber genauso umemphatisch und grob bist, verwundert seine Reaktion vielleicht gar nicht?

Daumen hoch
Ja, die Überlegung, ihm ein Video von ihrem weinenden Kleinkind in die Klinik zu schicken, geht in diese Richtung Cooles Gesicht

Zitat von AmeiseNextDoor:
Welchen Schweregrad die Depressionen des Mannes der TE haben, ist das bekannt..?

Offensichtlich schwer genug, um damit in eine Klinik zu kommen. Ich selber würde hier ungern eine Diskussion mit von Laien (in Frage) gestellten Diagnosen führen - reicht doch, dass die TE das macht.

• x 10 #203


AmeiseNextDoor
Zitat von VictoriaSiempre:
Ich selber würde hier ungern eine Diskussion mit von Laien (in Frage) gestellten Diagnosen führen

Ich hatte gefragt ob es eine offizielle Diagnose (mit entsprechendem Schweregrad) gibt, mehr nicht.
Die Laiendiskussion wird aktuell hier geführt. Auch über die TE, ohne dass hier jemand ihren Zustand auch nur annähernd fachlich beurteilen könnte.

Zitat von VictoriaSiempre:
Offensichtlich schwer genug, um damit in eine Klinik zu kommen.

Dafür muss man aber keine hochgradige Depression haben, bei der wirklich nichts anderes mehr geht wie hier behauptet wurde.
Mag sein, dass es beim Partner der TE der Fall ist - kann aber auch anders sein.
Keiner weiß es.
Das ändert aber auch nichts daran wie es ihr jetzt geht, und dass sie mit der Situation zurecht kommen muss und ein Anrecht auf ihre Gefühle hat. Sie darf enttäuscht, verletzt und wütend sein. Das hat kein anderer zu "billigen". Sie muss dennoch selbst mit der Situation zurecht kommen, gleichzeitig für das gemeinsame Kind da sein, auffangen was geht und zusehen wie sie ihr Leben gestaltet, wie jeder andere auch.

• x 4 #204


D
Zitat von WhatHappend:
, also andere haben für ihn Hilfe gesucht und ihm zu Terminen gefahren.

Wer hat ihm denn diese Hilfe verschafft? Warst du da auch involviert oder habt ihr einfach gewartet und gehofft, dass sich die Situation von selbst bessert?

Nach dem was du hier schreibst, kann ich zwar gut verstehen, dass du dich allein gelassen fühlst mit der Verantwortung, mir scheint aber auch, dass du sehr wenig Ahnung von Depressionen hast. Überforderung, Zukunftsängste oder Stress sind noch keine Krankheit. Sie sind aber eine Vorstufe und ein Warnzeichen, und man sollte sie ernst nehmen und sich Hilfe suchen. Du erwartest diese Hilfe offensichtlich von einer Person, die diese im Moment nicht leisten kann. Das wird dir auch kommuniziert, aber du empfindest das als unfair und kannst schlecht damit umgehen. Informiere dich über die Krankheit deines Freundes und suche dir selbst Hilfe, wenn du denkst, dass du es alleine nicht schaffen kannst.

• x 4 #205


Hola15
Zitat von AmeiseNextDoor:
und ein Anrecht auf ihre Gefühle hat. Sie darf enttäuscht, verletzt und wütend sein. Das hat kein anderer zu "billigen".

Ja darf sie. Aber ich schätze es ist die Doppelmoral die hier aufstößt.
Ihr Leid soll anerkannt werden, aber das ihres Partners wertet sie extrem ab.
Was man für sich selbst beanspruchen will, sollte man auch bei anderen anerkennen.
Und wenn man selbst einen Wettbewerb daraus macht wem es schlechter geht und meint das mit „objektiven“ Gesichtspunkten erfassen zu können, der darf sich eigentlich auch fragen lassen wie schlecht es einem „objektiv“ tatsächlich gehen darf. Und darauf haben wir Foris aus gutem Grund bisher verzichtet. Im Gegensatz zu ihr.

• x 7 #206


F
Zitat von WhatHappend:
aber ich denke, dass evolutionär jedes Lebewesen einen Überlebenswillen hat

Ähm...nein. Wäre das ein evolutionäres oder instinktives Programm, gäbe es nicht derart viele Menschen, die sich umbringen oder sich selbst für andere oder irgendeine Sache opfern.

Also nochmal zum Verständnis:
Vor dem Klinikaufenthalt hattet ihr euch in deiner Beschreibung schon beruhigt und die Gemüter abgekühlt und es war okay.
Dann wurden sechs Wochen angesetzt.
Woche eins war blöd, Woche zwei war gut und am Wochenende von Woche drei von sechs wollte er nicht kommen, da die Woche anstrengend war und seine Nachrichten haben sich geändert.
Du warst einverstanden, dass er in die Klinik geht und hast dich informiert.
Dann wirst du vielleicht annehmen können, dass er bei intensiveren Themen angekommen ist (und eben nicht in Gruppensitzungen den Kopf getätschelt bekommt) und dass das durchaus sehr anstrengend und intensiv sein kann.
Deine Eltern plus eine "Oma" sind da und offenbar auch eine Tagesbetreuung für das Kind.
Hast du Freunde?
Was genau nimmst du nun als so herausfordernd mit dem Kind wahr?

Daneben: mein Therapeut bestätigte mir eine mittelgradige Depression mit Behandlungsbedarf und ich war so wie: "Echt? Ach. Ich nehme mich nicht so wahr." und nein, ich bin nicht zu irgendeiner Behandlung gegangen, weil ich selbst keinen solchen Leidensdruck verspürt habe.
Also auch eine wie auch immer gestellte Depression sagt möglicherweise noch nichts darüber, wie dies wahrgenommen wird.

Ich habe selber 12 Jahre mit einem depressiven Partner zusammengelebt, der auch teilweise deswegen ohne Job war usw.

Aber mir scheint, dass du einfach mit eurer Tochter überfordert bist. Ich lese nur davon, dass er sich kümmern soll, dass er seinen Teil tun soll.
Du möchtest einen Babysitter und Hausmeister zurück.
Ich lese bisher nichts von dir davon, dass DU ihn als Partner in eurer Liebesbeziehung vermisst oder wiederhaben möchtest.

• x 6 #207


C
Zitat von VictoriaSiempre:
Hier hat sich eine Userin geöffnet und von ihren Depressionen geschrieben; vermutlich in der Hoffnung, Dir das Krankheitsbild näher bringen zu können. Diese, Deine Reaktion darauf ist schlicht unverschämt und nicht mit Überlastung zu rechtfertigen. Und ich frage mich grade auch, ob Du gegenüber Deinem Partner genauso reagiert hast.


Ja, die Userin hat ebenso mit vorgegeben, dass Wut unberechtigt sei.

Spricht also der TE ihre Gefühle ab. Das ist mindestens genauso unverschämt.

Da muss man mit Wind von vorne rechnen. Kann man natürlich so beschreiben, wie du es gemacht hast, dann wird die TE halt schnell mal wieder vorverurteilt und kalt gestellt.

Gibt immer zwei Seiten.

Übrigens nichts gegen die Userin, ich schätze sie, doch jemanden seine Wut absprechen zu wollen, fand ich drüber.

• x 4 #208


Arnika
@alleswirdbesser: Wenn das Kind noch so klein ist, und zB die Mama in Karenz krank wird, gibt es dafür die Pflegefreistellung für den 2. Elternteil für 1-2 Wochen. Ist die
die Krankheit so schwer und lange, dass es darüber hinausgeht, gibt es die Verhinderungskarenz - sprich: Der eine krankheitsbedingt verhinderte Elternteil, der eigentlich in Karenz dafür zuständig wäre, wird durch den anderen quasi abgelöst. Das darf auch dessen Arbeitgeber nicht ablehnen. Und die betreuende Person bekommt natürlich auch das Kindergeld. Das gilt bis zu Ende des 2. Lebensjahres.

Danach gibt es eben Elternteilzeit, denn ab dem 3. Lebensjahr wird das Kind ja ohnehin in staatliche bzw. private (Teil-)Betreuung gegeben. Dann wird das im Zweifel eben aufgestockt (Ganztagskindergarten) oder eben die Arbeitszeit reduziert.

Der einzige Grund, warum wie hier vorgeschlagen der Staat da mit anderen Hilfsdiensten einspringt, ist, wenn es spitz auf Knopf steht, dass die pflegebedürftigen Person(en) wie eben Kinder ansonsten in ein Pflegeheim müssten. Was natürlich noch teurer käme.

Der Staat hilft mir zuhause aber nicht netterweise gratis mit Putzfrauen aus, nur weil eine junge Mama gestresst und überfordert wegen privater Trouble ist.

Es gibt natürlich noch Familienhilfe von Caritas & Co, wenn der Hut komplett brennt, da sind die Kosten dann nach dem Einkommen gestaffelt.

Denn es sollte einem schon bewusst sein, dass der Selbstbehalt selbst bei hohen Pflegestufen da nicht zu unterschätzen ist.

• #209


alleswirdbesser
@Arnika in dem besagten Fall, bzw. Strang hat der Familienvater einfach sich selbst krankschreiben lassen. Offenbar gibt es genügend Ärzte, die da mitgehen.

Und wie @AmeiseNextDoor es schon erwähnt hatte, ich ebenso, scheinen erstaunlich viele depressive Menschen in den Kliniken ihre Energien für eine neue Romance mobilisieren können, da geht dann plötzlich was, auch die Körperpflege. Sorry, dass ich das nochmal erwähne, aber es handelt sich nicht um einzelne Fälle. Nicht jede/r ist so total schwer krank, der eine Überweisung bekommt, mein FG hatte innerhalb einer Woche einen Facharzt und innerhalb eines Monats sogar einen Platz in der Klinik. Manche sind einfach zu gut, in dem was sie erzählen.

Und nein, das ist nicht immer so, aber oft genug. Gerade weil in solchen Fällen der Arzt sich auf das Gesagte verlassen muss und keine andere Möglichkeit hat zur Feststellung seiner Diagnose . Heute kann man sicher ganz einfach die KI fragen, was man erzählen muss. Und nein, ich weiß nicht wie viel Wahrheit und wie viel Lüge bei ihm dahinter steckten. Aber die Erfahrung hatte ich nun mal.

Die Erkrankung an sich nehme ich jedoch sehr ernst, ich habe nach den Trennungen jedes Mal die Kurve gerade so gekratzt, um da nicht reinzurutschen. Zum Glück, es muss sehr schlimm sein permanent so leben zu müssen, den Zustand wünsche ich keinem. Jahre oder sein Leben lang damit zu kämpfen ist für mich unvorstellbar. Und als Angehörige bin ich wohl eine Niete, eine, mit den man nicht reden kann. 🙈

• x 2 #210


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