Zitat von Sincerite: Ich denke mit 40 Jahren könnte man wissen, dass Kinder die ersten Jahre in einer Symbiose mit den Eltern leben.
Theoretisch wissen kann mam das. Aber man hat halt trotzdem keine Ahnung, wie es sich anfühlt.
Spinnenphobiker wissen auch, dass Spinnen hierzulande ungefährlich sind. Das hilft aber nichts gegen das Gefühl.
Zitat von Sincerite: Wenn ich ein Kind so sehr als Belastung sehe, habe ich die Verantwortung, das mit Hilfe aufzulösen und es nicht an dem Kind auszuleben.
Selbstverständlich. Das scheint die TE ja aber auch nicht zu tun.
Auflösen lässt sich das nicht vollständig, denke ich. Auch nicht mit Hilfe. Es bleibt im Grunde unterm Strich wirklich nichts außer A*sch zusammen kneifen und das durchstehen. Aber als eine dieser hadernden Mütter weiß ich, dass man auf diese Erkenntnis am besten selbst kommt, wahrscheinlich nicht vor dem 4. Geburtstag des Kindes und dass Sätze, die im entferntesten was von "Stell dich nicht so an" den Prozess verzögern und nur die Schuldgefühle größer machen.
Wichtig ist, sich bewusst zu machen, dass das Kind nichts dafür kann und man selbst auch nicht und dann eben das beste draus macht.
Und ich würde mir eine Gesellschaft wünschen, in der dieses Thema nicht so stigmatisiert wird.