booksmart
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heute wende ich mich auch mal mit einem Thema an euch, weil ich mir verschiedene Sichtweisen und Meinungen einholen möchte.
Eckdaten: Mein Freund und ich (beide Ende 30/ bzw. Anfang 40) sind seit über acht Jahren ein Paar. Wir wohnen fast drei Jahre davon zusammen. Es gibt keine gemeinsamen Kinder und keine finanziellen Abhängigkeiten voneinander.
Auslöser des aktuellen Streits: Ich habe ihn gestern mit meiner Art genervt. Er hatte sich im Sommer von mir Geld geliehen und hat jetzt diesen Betrag bei einer Rückerstattung bekommen und es mir erzählt. Er meinte, dann könnte er ja das Geld zurückzahlen. Ich habe ihn gestern gefragt, ob es schon überwiesen wurde. Das fand er ultranervig, hat mir Geiz vorgeworfen, etc.
Dadurch hat sich ein kompletter Streit entwickelt, bei dem er mir vorgeworfen hat, meine Art sei unerträglich usw. Er hat dann angekündigt, sich eine Wohnung zu suchen und mich zu verlassen. Ich habe den Nachmittag dann auswärtig verbracht. Seit dem Streit spricht er nicht mehr mit mir, also gar nicht. Ich habe ihn dann auch in Ruhe gelassen.
Ursache der aktuellen Problematik: Da von ihm teilweise keine Kommunikation kommt, frage ich bei manchen Sachen mehrmals nach. Klar, ich hätte mir diese Frage auch sparen können, ich bin nicht dringend auf das Geld angewiesen. Meist geht es bei diesen Fragen um organisatorische Sachen, z.B. wenn wir uns verabreden wollen und er dann guckt, wie er arbeiten muss. Da dauert bei ihm immer ewig und wenn ich dann ein zweites Mal nachfrage, flippt er aus. Ich gebe zu, vielleicht bin ich da etwas nervig, aber ich bin oft selbst genervt davon, dass man ihm alles aus der Nase ziehen muss.
Es gibt noch weitere Dinge, die kann ich später noch ausführen.
Mein Anliegen: Ich weiß nicht so richtig, wie ich mich nun verhalten soll. Es ist in der Vergangenheit schon öfter vorgekommen, dass er sich derartig zurückgezogen hat. Ich war früher sehr schlecht darin, das auszuhalten und habe dann immer weiter gedrängt. Das habe ich mir mittlerweile abgewöhnt.
Er scheint jetzt erstmal seine Ruhe zu brauchen, soll er haben. Er hat auch ein eigenes Schlafzimmer. Das war uns beiden wichtig, aus verschiedenen Gründen und das klappt auch gut.
Allerdings stört es mich, dass er mich jetzt so in der Luft hängen lässt. Ich nehme ihm die Trennung so nicht ab, weil es aus dem Streit heraus kam und es auch nicht das erste Mal ist, dass er sich so verhält.
Ich habe oft das Gefühl, dass er weiß, dass er es mit mir machen kann. Er kommt manchmal nach einem Streit an und entschuldigt sich, dann akzeptiere ich das sofort. Umgekehrt hat er mich schon oft abgewiesen, wenn ich nach einem Streit ankam. Wenn ich ihn abweisen würde, obwohl er sich entschuldigt, würde er sofort wütend werden.
Er kann auch sehr schlecht reflektieren und sich in andere hineinversetzen, so richtig können wir keine Probleme besprechen, weil er sich von vielen Sachen angegriffen fühlt und sofort die "Aber du. "-Taktik fährt. Ich versuche, seine Punkte aufzunehmen und entsprechend zu handeln, komme mir aber doof vor, weil er das nicht macht.
Meine Strategie wäre jetzt, die schlechte Stimmung auszuhalten, keine Kommunikationsversuche zu starten und meinen täglichen Dingen nachzugehen. Ich habe genug Hobbys und auch beruflich genug zu tun, langweilig wird mir nicht, aber es nagt eben an mir.
Ich danke euch schon mal für euere Beiträge!