Kontakt mit EX?

Ehemaliger User

Hallo zusammen,

ich stöbere hier schon länger als stiller Mitleser durchs Forum und finde es toll, wie man hier Ratschläge und Hilfe einholen kann... und genau das könnte ich jetzt auch gebrauchen.

Meine letzte Beziehung liegt zwar schon gut 7 Monate hinter mir... und ich habe mich damals von meiner Ex getrennt, weil sie mich verletzte wie kein zweiter Mensch zuvor. Im Klartext: Sie hat mich belogen, betrogen, verbal gedemütigt und ist sogar handgreiflich geworden. Die letzten sieben Monate habe ich darum mehr oder weniger einen strikten Kontaktabbruch durchgezogen, d.h. ausser zwei, drei Telefonaten gab es da nichts.

Seit rund zwei, drei Monaten ruft sie mich aber immer wieder an, schreibt mir SMS und falls wir uns zufällig begegnen, will sie mit mir sprechen. Ich habe das bis jetzt ignoriert, obgleich sie beteuert, sie wolle sich mit mir aussprechen und ich und unsere gemeinsame Zeit seien ihr wichtig. Ich weiss, dass sie keine Beziehung zu mir sucht, sondern Freundschaft. Aber bis jetzt hatte ich nie das Gefühl, dass sie so etwas wie Reue oder Schuld zeigte für das, was sie mir in unserer Beziehung angetan hat.

Doch ich kann mich nicht mehr auf jemanden einlassen, der mich emotional so verletzt hat. In mir sperrt sich so viel gegen einen kameradschaftlichen Umgang. Aber das macht mich unglücklich! Ich würde ihr gern Glauben schenken, doch ich kann es nicht. Irgendwie schaffe ich es nicht, ihr zu verzeihen. Damit nehme ich ihr wie mir aber die Chance, uns auszusprechen. Ich spüre, dass ich Angst habe, erneut verletzt zu werden. Wie kann ich dieses Gefühl bloss überwinden? Wie kann Ex zeigen, dass sie Verantwortung für das übernimmt, was sie mir zugefügt hat? Ohne eine solche Einsicht sehe ich nämlich kaum eine Chance für einen losen freundschaftlichen Kontakt. Ich würde so gerne verzeihen können, weil ich glaube, so meinen inneren Frieden zu finden.

Warum ist es bloss so schwer, mit Ex wieder einen normalen Kontakt zu haben?

Danke und liebe Grüsse

sssr

16.10.2003 15:00 • #1


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hallo
wieso musst du ihr so schnell verzeihen? gib dir zeit. du wurdest tief verletzt, hast wunden davongetragen. die müssen heilen und das kann dauern. wenn es so einfach wäre nach einer langjährigen beziehung sofort freundschaft zu schließen, zu verzeihen, verletzungen zu vergessen würde ich sagen war gefühlsmäßig nicht viel dahinter. wenn ich für jemanden nicht viel empfinde, kann er mich auch nicht tief verletzen. gib dir zeit. irgendwann kannst du anders damit umgehen. schütz dich, hör auf deine innere stimme, die dich warnt vor der gefahr wieder verletzt zu werden.
eines tages sind die wunden verheilt, vielleicht bleiben ein paar narben, die dich an das beschehen erinnern, aber niemand zwingt dich etwas zu überstürzen wozu du noch nicht bereit bist. lg logo

17.10.2003 07:51 • #2


Felidae02


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Dieses Thema habe ich auch in einem anderen Forum besprochen und dort sind wir auch der Meinung ....

Ich denke nicht, dass Freundschaft möglich ist, solange beide Seiten die Trennung nicht verarbeitet haben. Mein Ex sucht ständig auch den Kontakt mit mir und will tun, als ob wir "nur" Freunde wären. Mir geht es nach jedem Telefonat bzw. Treffen schlechter.  Mit dem Abstand (wir haben uns schon vor einem Jahr getrennt) bin ich nun zu dem Erkenntnis gekommen, dass ich mit diesem Menschen gar nicht mehr befreundet sein will. Er hat mich belogen, verletzt, mein Vertrauen schamlos ausgenutzt. Wo soll da eine Basis für eine Freundschaft sein? Er hat mir soviel schlechtes angetan - soll das ein Freund sein? Wenn das so ist, wer braucht denn Feinde? Ich denke, dass dieser Wunsch nach Freundschaft reines Egoismus des Ex's ist,  sie machen sich gar keine Gedanken, wir es UNS dabei geht.  Weiterhin, Vertrauen ist für eine Freundschaft wichtig, aber Vertrauen  ist keines mehr da, also auch keine Freundschaft.

Es hat bei mir etwas Zeit gebraucht, um einzusehen, dass der Kontakt zu meinem Ex mir nur schadet. Ich wollte an etwas festhalten, das nicht mehr existiert hat. Also, wenn es Dir nicht gut tut, LASS es sein, und lass auch nicht zu, dass Du ein schlechtes Gewissen dabei hast.

LG
Feli

22.10.2003 10:01 • #3


Ehemaliger User


Hallo ssss...

Kontakt haben mit dem EX ist erst wieder möglich, wenn Du den Schmerz verarbeitet hast. Das haben die Vorredner auch geschrieben.

Eine Trennung ist wie eine Wunde, die heilen muß. Mit jedem Kontakt zum EX reißt sie wieder auf. Vielleicht nicht mehr so weit wie anfangs, aber es blutet immer wieder.

Laß sie verheilen, dann kann der EX kommen... Gruß, Gerd

22.10.2003 21:24 • #4


Ehemaliger User


@Felidae02:
Danke für Deine Antwort. Und ja, ich denke meistens so wie Du: Solche Freunde brauche ich nicht. Ich sehe es so: Erst fiel der Stern ins Wasser, danach der Mond. Es war mal die Frau, die ich heiraten wollte. Aber heute sehe ich in ihr nurmehr einen Lügner, Betrüger und Egomanen. Ich habe lange Zeit an die grosse Liebe geglaubt und dabei übersehen, wie sie die Grundlage für eine Freundschaft zerstörte. Meine Schuld, bin eben blind gewesen...

@Gerds:
Ich denke, es gibt Wunden, die im Kontakt mit Ex nie verheilen werden. Auch Jahre später nicht. Das einzige, was mir noch helfen könnte, wäre ein Gefühl von Reue und Schuldbewusstsein für all die schmerzlichen und grausamen Erfahrungen, die sie mir zugemutet hat. Nein, nicht der Gang nach Canossa! Das meine ich nicht! Ich denke da an Verantwortung,  Einfühlvermögen und Einsicht... und ich muss diese Gefühle spüren, es muss von Herzen kommen, dann kann ich ihr auch verzeihen. Es ist der einzige Brückenschlag, den ich ihr noch biete... Alles andere bliebe eine Farce.

Ich denke aber auch, dass auch ich mich bei ihr entschuldigen muss - obschon ich mir solche Schweinereien nicht erlaubt habe. Ich würde mich dafür entschuldigen, dass ich so dumm war, ihr eine Plattform ermöglicht zu haben, auf der sie sich wie ein Charakterlump aufführen konnte. Alles im Leben hat zwei Seiten, und es ist mein Teil der Schuld, dass jetzt kein Kontakt mehr möglich ist. Dafür muss ich die Verantwortung tragen.

Bloss: Ex ist von einer solchen Einsicht heute weiter entfernt denn je.... und ich finde, es liegt an ihr, mir zu zeigen, dass sie Verantwortung für ihr Handeln übernimmt. Wenn es denn eines Tages überraschenderweise so kommt, dann vielleicht können wir die Erfahrung machen, dass Liebe heilt. Bis zu diesem Tag X mache ich aber keinen Schritt mehr auf sie zu. Die Zeit der faulen Kompromisse ist vorbei. Es läuft so, wie ich es mir vorstelle... oder gar nicht!

Liebe Grüsse

sssr

23.10.2003 14:49 • #5


Ehemaliger User


Hallo sssr,

ich kann deine Gedankengänge durchaus nachvollziehen, dass du auf Einsicht bei deiner Ex hoffst, und meinst sie müsse Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.

Damit allerdings projezierst du deine Erwartungshaltung auf EX, und machst es zur Vorraussetzung einerseits fürs Verzeihen, andererseits für deinen Verarbeitungprozess.

Ich denke, dass du dabei Gefahr läufst, Dinge zu erwarten, die nie geschehen werden, und was ist dann? Willst du dein Leben lang darauf hoffen, dass sie sich entschuldigt?

Weisst du, ich glaube wahre Grösse zeigt sich, wenn man verzeihen kann, auch ohne dass der andere seine Fehler einsieht, oder sich entschuldigt und einfach zu akzeptieren, dass es Menschen gibt, die nicht nach deinen Vorstellungen von Anstand, Moral etc handeln.

Solange du erwartest, dass sie das tut, was du von ihr erwartest / erhoffst, wird es dir wohl kaum möglich sein, einen freundschaftlichen Kontakt aufzubauen. Und das ist auch okay so, denn wer braucht solche Menschen in seinem Leben, die einen verletzt haben, und es nicht einmal ansatzweise bereuen?

Wie du selber schreibst, bist du zu keinen faulen
Kompromissen bereit, daraus schliesse ich, dass du ihr nicht einfach so vergeben und deinen Frieden mit ihr schliessen kannst. Dann sei auch so konsequent, und verweigere jeglichen Kontakt, der dir nicht gut tut.

Es darf dich dann aber auch nicht unglücklich machen, wenn du nicht über deinen eigenen Schatten springen kannst, du musst eben einsehen, dass du so bist wie du bist, und andere Menschen halt anders denken, handeln und fühlen als du.

Auch das ist etwas, was man im Leben lernen muss  ;)



Ich wünsche dir einen schönen Tag, und eine klare Linie für dich, liebe Grüsse


Thilde

24.10.2003 08:26 • #6


Ehemaliger User


Hallo Thilde,

danke für Deine Tipps und Deine Anteilnahme. Ich denke, Du hast mich missverstanden, vielleicht habe ich mich auch zu ungeschickt ausgedrückt.

Nein, ich erwarte eigentlich gar nichts mehr und hoffe auch nicht auf eine wundersame Wandlung. Ich bin an einem Punkt angelangt, an dem es mir egal ist, was sie macht. Ich möchte aber nicht den gleichen Fehler wiederholen wie vor 17 Jahren. Damals habe ich einen meiner Freunde aus dem Leben gekickt, ohne ihm je die Chance gelassen zu haben, einen Weg zu mir zurückzufinden.

Ich wünsche Ex nichts Böses oder Schlechtes, hab auch keine Hassgefühle. Ich ziehe ganz einfach mein Teil durch. Ich kann auch nicht mehr von ihr enttäuscht werden, weil tiefer als jetzt kann sie bei mir gar nicht mehr fallen. Ex hat sich lange Zeit mir gegenüber wie in einem Selbstbedienungsladen versorgt, und ich habe tatenlos zugesehen, wie sie mich "ausgeräumt" hat. Wenn sie mir nicht geben kann, was ich für einen späteren freundschaftlichen Kontakt brauche, so what... dann ist sie es auch nicht wert, dass ich meine Zeit mit ihr weiter verschwende. Und ja, ich bin, wie ich bin... und habe darin auch endlich wieder meine Selbstachtung und meinen Selbstwert gefunden. Dieses Gefühl macht mich stark!

Ich habe mit Ex trotz allem meine bisher besten Zeiten im Leben verbracht, dazu stehe ich. Sie wiegen aber nicht auf, was an Freundschaft zerstört wurde. Ich kann durchaus das Positive in dieser (für mich teilweise traumatischen) Beziehung sehen und für mich herausziehen. Aber für mein weiteres Leben brauche ich sie als Freund, wie sie tickt, nicht. Ich mag mich auch nicht abgeben mit Leuten, die ich nicht ernst nehmen kann, und die mir letztlich vor allem gezeigt haben, wie wenig wert sie auf meine Person und meine Empfindungen legen. Es mag egoistisch sein, was ich ihr gegenüber jetzt lebe. Aber letztlich ist sich jeder selbst der nächste (danke Ex für diese Erfahrung ;D).

Und nein, Du brauchst Dich nicht um mich zu sorgen, dass ich jetzt ein verantwortungsblindes Egoisten-Schwein werde. Das war ich nie... und werde es wohl auch nie sein. Aber ich werde in Zukunft besser darauf achten, ob sich Geben und Nehmen im Gleichgewicht befinden. Ich sehe es so: Wenn Ex mir gibt, was ich brauche, werde ich es annehmen können... und auch zurückgeben können. Mein jetziges Handeln ist letztlich die Konsequenz ihrer Taten und Aktionen. Wer das nicht einsieht, hat nichts begriffen und wird folglich mich auch nicht verstehen können. Auf Bla-bla-Pustekuchen-Gespräche lass ich mich gar nicht mehr ein.

Thilde, ich bin bereit, ihr zu verzeihen. Aber ich verkauf mich nicht mehr für einen Kuhhandel. Entweder Ex zeigt mir, was ich ihr wert (gewesen) bin... oder wir lassen es bleiben...für oberflächliche Schleimscheissereien bin ich nicht zu haben. Ich habe ihr hundert Brücken gebaut. Es ist aber nurmehr eine stehen geblieben. In diesem Punkt bleibe ich hart, koste es, was es wolle! Ich bin bereit, die Konsequenzen meines Handels zu tragen, und selbst wenn das bedeutet, dass ich sie aus meinem Leben verbanne. Es gibt nichts mehr zu verlieren.

LG von
sssr, der endlich wieder spürt, welchen Wert er in sich trägt

24.10.2003 12:44 • #7


Ehemaliger User


Hallo sssr,
Dein letzter Beitrag spricht mir aus der Seele. Auch wenn "ES" bei mir jetzt inzwischen fast 14 Monate zurückliegt und ich in dieser Zeit, was die Auseinandersetzung mit der Beziehung und die Verarbeitung der psychischen und seelischen Trennungsnachwehen angeht, nicht untätig war, zwischenzeitlich auch wieder mein eigenes Leben führe, war es mir bisher nicht möglich ihr zu "verzeihen", geschweige denn einen "normalen" Kontakt zu ihr zu suchen... und kleinere Flashbacks ereilen mich trotzdem immer wieder mit schöner Regelmäßigkeit.

<<Ich ziehe ganz einfach mein Teil durch. Ich kann auch nicht mehr von ihr enttäuscht werden, weil tiefer als jetzt kann sie bei mir gar nicht mehr fallen. Ex hat sich lange Zeit mir gegenüber wie in einem Selbstbedienungsladen versorgt, und ich habe tatenlos zugesehen, wie sie mich "ausgeräumt" hat. Wenn sie mir nicht geben kann, was ich für einen späteren freundschaftlichen Kontakt brauche, so what... dann ist sie es auch nicht wert, dass ich meine Zeit mit ihr weiter verschwende.>>
Ausgeräumt? Bei mir war's wohl in der Rückschau eher eine zünftige Plünderung á la Wikinger-Horde. Bezahlt wird nicht... Und ich schließe mich Dir an: wer weder Einsichts- noch Reuefähigkeit aufweist, ist als "Freund" schlicht untauglich. So jemand zieht einen letztlich nur in die schei. anstatt einen weiter zu bringen. Wer solche "Freunde" hat, braucht keine Feinde mehr.  :)

<<Ich habe mit Ex trotz allem meine bisher besten Zeiten im Leben verbracht, dazu stehe ich. Sie wiegen aber nicht auf, was an Freundschaft zerstört wurde. Ich kann durchaus das Positive in dieser (für mich teilweise traumatischen) Beziehung sehen und für mich herausziehen. Aber für mein weiteres Leben brauche ich sie als Freund, wie sie tickt, nicht. Ich mag mich auch nicht abgeben mit Leuten, die ich nicht ernst nehmen kann, und die mir letztlich vor allem gezeigt haben, wie wenig wert sie auf meine Person und meine Empfindungen legen. Es mag egoistisch sein, was ich ihr gegenüber jetzt lebe. Aber letztlich ist sich jeder selbst der nächste (danke Ex für diese Erfahrung ).>>
DAS ist bei mir genauso (siehe hierzu auch meine underline). Aber ich werd' 'n Teufel tun und mich auf ihr moralisches Steinzeitniveau herab begeben. Klar bin ich mir selbst der nächste - aber: "Was ich nicht will das man mir tu', das füg ich keinem anderen zu." Egomanen gibt's schließlich mehr als genug in unserer Welt...

<<Und nein, Du brauchst Dich nicht um mich zu sorgen, dass ich jetzt ein verantwortungsblindes Egoisten-Schwein werde. Das war ich nie... und werde es wohl auch nie sein. Aber ich werde in Zukunft besser darauf achten, ob sich Geben und Nehmen im Gleichgewicht befinden. Ich sehe es so: Wenn Ex mir gibt, was ich brauche, werde ich es annehmen können... und auch zurückgeben können. Mein jetziges Handeln ist letztlich die Konsequenz ihrer Taten und Aktionen. Wer das nicht einsieht, hat nichts begriffen und wird folglich mich auch nicht verstehen können. Auf Bla-bla-Pustekuchen-Gespräche lass ich mich gar nicht mehr ein.>>
Klingt auch nicht danach, als ob Du künftig über Leichen gehen wolltest  ;)... Dem Geben und Nehmen schenke ich inzwischen auch mehr Aufmerksamkeit. Ich denke Beziehungen (gleich welcher Art) funktionieren wie Reißverschlüsse: A gibt etwas, dann B, dann wieder A, dann B, die Häkchen kommen immer abwechselnd von der einen und der anderen Seite. Nur so hält es zusammen.
Bla-bla-Pustekuchen-Gespräche... Sie war tatsächlich der Meinung (schickte mir im Frühjahr eine entsprechende Mail) sie könne "nachdem jetzt ja soviel Zeit verstrichen sei" meine Freundschaft einfordern. Ohne Vorleistungen? Ohne Einsicht? Ohne Reue? Ohne mich!!!  :D

<<Ich habe ihr hundert Brücken gebaut. Es ist aber nurmehr eine stehen geblieben.>>
Das habe ich auch getan. Sie hatte aber nix besseres zu tun als diese entweder für den Aufmarsch ihrer Truppen oder nach dem Abriß der derselben für den Bau von Mauern zu verwenden. Die letzten Brücken habe ich deshalb selbst geschliffen. Wenn sie was von mir will: das Brückenbauen hat sie sich jahrelang von mir abschauen können. Wenn sie's jetzt immer noch nicht kann - nicht mehr mein Problem.

@thilde: Hast sicher Recht, wenn Du sagst, dass es wahrer Größe bedarf auch ohne Einsicht des anderen verzeihen zu können. So sehr ich damit auch im Kopf konform gehe, so wenig bin ich in der Lage dies auch zu meinem Bauch zu channeln. Vielleicht liegt es einfach an der Intensität der Erlebnisse, an der Tiefe der Enttäuschung? Ich weiß nicht. Weiß nur, dass ich mit der Angelegenheit insoweit durch bin, dass ohne SIE prima klar komme - mich aber ihrer Gegenwart nicht wieder aussetzen möchte. Ist vielleicht ein bisserl moralinsauer (liegt vermutlich an meinem Alter ), aber ich sehe es tatsächlich so, dass erwachsene Menschen sich von Kindern eben dadurch unterscheiden, dass sie die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen, auch wenn dies nicht immer angenehm sein mag. (Hat gerade kürzlich jemand gepostet: "Der kleine Prinz"... Verantwortung für das tragen, was man "gezähmt" hat...). Und wenn man richtig schei. gebaut hat, dann kann man sich auch mal dafür entschuldigen. Kann vielleicht mal in sich gehen und auch mal die eigenen Anteile, das eigene Verhalten kritisch ausleuchten. Eventuell mal eine offensichtliche Fehlhandlung bereuen... Schließlich war einem der Ex-Partner ja mal wichtig...
Ich kann nichts davon bei meiner EX auch nur ansatzweise erkennen. Sie fährt den hemmungslosen Ego-Stiefel "§1 jeder macht seins." und "Es ist nicht wichtig, was passiert - sondern was man daraus macht" <= Lass das mal jeweils von einem Egoisten und einem eher altruistisch agierenden Menschen interpretieren, ist erstaunlich wie sehr sich die Interpretationen unterscheiden... Sie gehört, bis zum Beweis des Gegenteils für mich fortan in die Kategorie "Egoistische, verantwortungslose, rücksichtslose über Leichen gehende Charakterschweine mit Ar.". Und auf solchen seelischen Abfall in meinem Umfeld lege ich keinerlei Wert. Ist reine Zeitverschwendung...
So bleibt die Erinnerung in mir bestehen. Im Guten wie im Schlechten. Ich habe keinen Grund ihr zu verzeihen, habe vielleicht nicht die Größe dazu... Auch wenn es mein Leben sicherlich leichter machen würde.
Mag sein, dass es Menschen gibt, die jemanden der sie z.B. auf's brutalste zusammen geschlagen hat, hinterher noch dafür lieben und durch Verständnis des anderen und seiner Situation in der Lage sind zu verzeihen. Ich bin leider bloß donald und nicht Mahatma Gandhi oder Jesus. Und mit meinen beschränkten Fähigkeiten kann ich (noch?) nicht anders reagieren als es mir zur Zeit möglich ist. Dafür war's einfach ein paar Nummern zu krass.
Ich bin nicht nachtragend - ich habe einfach bloss ein gutes Gedächtnis...  ;D

....vielleicht ist es einfach so, dass einen das Leben nicht unbeeinflusst lässt (wäre bei genauerer Überlegung auch sauschade...) und dass man das Erlebte eben mitnimmt auf seinem Weg... Dass man eben geprägt wird von dem was man so erlebt. Ich denke nicht, dass ich noch mal dazu kommen werde, die Menschen oder die Welt so unvoreingenommen zu sehen, wie ich das als Kind konnte. Dafür habe ich bereits zuviel erlebt. Und hier greift wieder der gute alte Daisy-Spruch: "Es ist nicht wichtig, was passiert - sondern was man daraus macht". Es geht letztlich darum, die richtigen Schlüsse zu ziehen und sein Verhalten so auszurichten, dass man sich im Spiegel noch selbst in die Augen schauen kann. Man kann zwar die Ar. nur mit ihren eigenen Waffen schlagen. Aber man muss deshalb nicht gleich auch eine werden...


Ich wünsche ein schönes Wochenende.

Lieber Gruß
donald

24.10.2003 17:09 • #8


Ehemaliger User


Hallo sssr, Hi Donald,

ich kann eure Argumentation völlig nachvollziehen, und bin sicher auch kein Mahatma Ghandi, der in seiner unendlichen Güte allen und jedem jedweden Mist gnädig verzeiht  ;)

Ich bin auch total eurer Meinung, dass erwachsene Menschen für ihr Handeln Verantwortung übernehmen müssen, auch wenn es nicht angenehm ist.

Auch ich führe immer wieder gerne den Satz aus dem kleinen Prinzen an  :D

ABER: was ich eigentlich sagen möchte, ist folgendes:

es gibt Menschen, die eben NICHT diese Verantwortung übernehmen wollen / können... aus welchen Gründen auch immer.

Damit müssen wir (leider) leben, aber es kann nicht angehen, dass wir unser Leben, unser Sein, und unsere Perspektiven davon abhängig machen, ob EX sich jetzt für den gebauten Mist entschuldigt!!

Wenn man sich selbst im Weg steht, weil EX sich ja weder entschuldigt, noch Reue oder Einsicht zeigt, dann finde ich es sehr gefährlich, dem oder der EX nicht vergeben zu können.

Wichtig ist letztendlich doch, dass man an seinen eigenen Werten festhält, und diese auch lebt. Nicht jeder Mensch ist wie ihr oder ich, und ja auch in meinen Augen sind solche Menschen rücksichtslose, über Leichen gehende Charakterschweine, aber dennoch wird nichts was wir tun, sagen oder erwarten ein Charakterschwein in einen verantwortungsbewussten Menschen verwandeln.

Es ist ja auch wesentlich leichter, sich der Verantwortung zu entziehen, und sich heimlich, still und leise aus dem Staub zu machen, als sich der Verantwortung zu stellen.

Lieber schaut man zurück auf den hinterlassenen Scherbenhaufen, zuckt mit den Schultern und sagt: Tja kann ich nix für, jeder lebt sein eigenes Leben und ist für sich selbst verantwortlich....

Natürlich ist ein jeder zum Teil für sich selbst verantwortlich, aber eben auch für die Menschen, die man sich vertraut gemacht hat, egal ob man sie verlassen hat, oder nicht!

Und trotzdem macht man es sich ungleich schwerer, wenn man den Anderen in die Verantwortung nehmen will, dieser aber gar nicht bereit dazu ist. Dann sollte man wirklich den inneren Frieden mit Ex schliessen können, damit es einen nicht ein Leben lang verfolgt.

Auch ich hätte mir gewünscht, Ex würde seinen Teil der Verantwortung tragen für das, was er angerichtet hat, was kam waren lahme Ausflüchte, Selbstmitleid und Scheinheiligkeit...und eben jener Satz: "DU bist allein für DEIN Leben verantwortlich...es hat nichts mit mir zu tun...."

Das muss ich so akzeptieren, auch wenn es mich immer noch wütend macht, aber ich kann und darf nicht annehmen, dass meine Erwartungshaltung von IHM erfüllt wird...denn sonst warte ich sicher noch am jüngsten Tag.

Ich muss einfach einsehen, dass es Menschen gibt, die andere Werte haben als ich, auch wenn sie mal behauptet haben, meine Werte zu teilen, und ich darf es nicht zulassen, dass die Verantwortungslosigkeit eines Anderen mich auf meinem Weg behindert, so bitter diese Erkenntnis auch ist, mich getäuscht zu haben und getäuscht worden zu sein.


Ich hoffe ihr habt verstanden, worum es mir geht  ;)


Einen wunderschönen Fast-Winterabend wünscht euch

Thilde


24.10.2003 18:18 • #9


Ehemaliger User


Hallo Donald,

danke für Deinen Beitrag.

[quote author=donald link=board=allgemeines;num=1066312830;start=7#7 date=10/24/03 um 18:09:13] Hast sicher Recht, wenn Du sagst, dass es wahrer Größe bedarf auch ohne Einsicht des anderen verzeihen zu können. So sehr ich damit auch im Kopf konform gehe, so wenig bin ich in der Lage dies auch zu meinem Bauch zu channeln. Vielleicht liegt es einfach an der Intensität der Erlebnisse, an der Tiefe der Enttäuschung? Ich weiß nicht. Weiß nur, dass ich mit der Angelegenheit insoweit durch bin, dass ohne SIE prima klar komme - mich aber ihrer Gegenwart nicht wieder aussetzen möchte. [/quote]

Wahre Grösse? Ich dachte eigentlich immer, ich hätte Ex das in unserer Beziehung spüren lassen. Es war nicht so, dass ich ihr Fehlverhalten nicht schon früher bemerkt hätte. Bloss, wenn jemand so tickt wie meine Ex, wirst Du mit dieser Einstellung schlichtweg ausgesaugt, bis auf den letzten Bluttropfen :'(. Ich habe ihr letztlich mit meiner Lebensweise die Verantwortung abgenommen, ich war eben ein prima Retter...Bloss damit ist niemanden geholfen! Die Abwärtsspirale wird sich immer schneller zu drehen beginnen, weil ein solches Verhalten Ex dazu ermutigt, die Grenzen immer weiter zu überschreiten!

Ich mag jetzt ihr gegenüber auch keine "wahre Grösse" mehr zeigen, solange sie nicht einsieht, was sie mit ihrem Handeln in mir angerichtet hat. Verzeihen, vergeben... sind grosse Worte, die manch einer gelassen ausspricht. Wer zu schnell verzeiht, ohne wirkliche Reue zu spüren, wird früher oder später wieder von seinem Bauchgefühl eingeholt. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, die ganze Sache zu verdrängen.
Es verhält sich mE ganz einfach so, dass durch ein "falsches" Verzeihen sich das Gleichgewicht nicht einpendeln kann. Man muss auch Entschuldigungen zurückweisen können, sonst bleibt ein ungutes Gefühl zurück.

Es gibt zwei Gründe, warum eine Entschuldigung nicht funktioniert. 1) sie wirkt unaufrichtig oder 2) die eigentliche Verletzung wird nicht angesprochen, so im Sinne von: wofür entschuldigt sich Ex überhaupt?

Wenn man durch ein Verhalten jemanden so sehr verletzt, dass daraus ein nachhaltiger Schaden entsteht, muss man auch um Verzeihung bitten können. Man meint immer, dass selbst jemand, dem übel mitgespielt wurde, eine von Herzen kommende Entschuldigung nicht zurückweisen wird, sondern verzeiht oder zumindest verzeihen sollte.
In Wahrheit sollten wir Vergebung aber als ein grosses Geschenk ansehen, das nicht immer gewährt werden kann. Es hängt ganz allein davon ab, ob die Entschuldigung mit vergebenden Herzen aufgenommen wird, und es ist nicht möglich und auch nicht ratsam, unser Herz in Fragen der Liebe, des Hasses oder der Vergebung beeinflussen zu wollen.
In emotional kompetenten Beziehungen ist daher das Bitten um Verzeihung genauso wichtig wie die Tatsache, dass Vergebung richtig gewährt oder verweigert wird. Wenn ich mich erweichen lasse und Ex von ihrer Schuld losspreche, ohne tatsächlich die Genugtuung einer aufrichtigen Entschuldigung zu erfahren, werde ich mich ihr gebenüber auch nicht mehr öffnen können. Wiedergutmachung beginnt erst danach.

Und manchmal muss man diesen Weg bis zum qualvollen Ende gehen!

Ich bin dazu bereit, und es ist der richtige Weg für mein emotionales Gleichgewicht Ex gegenüber. Ich lasse mich nicht mehr in Rollenspiele einspannen, weder als Retter, Ankläger noch als Opfer!

Donald, ich habe fast zwei Jahre in der Beziehung gelitten und die ganze Zeit nach der Trennung. Nicht, dass mich Flashbacks in Zukunft nicht mehr ereilen würden. Aber die Talsohle ist durchschritten. Von nun an geht es aufwärts! Wenn auch noch immer mit Schmerzen.

Ex meint von mir, ich sei noch nicht so weit wie sie für eine Freundschaft. Mag aus ihrer Sicht stimmen. Bloss ich brauche keine Freunde, die mir voraus sind. Wahre Freundschaft zeichnet sich dadurch aus, dass man miteinander geht, aufeinander zu und sich versteht! Ist kein Wettkampf und auch kein Wettlauf. Soll sie mal warten, dass ich ihren Vorsprung aufhole Von mir aus bis in alle Ewigkeit ;D

Ich wünsche Euch allen das Allertollste und Allerbeste, das Ihr Euch erträumt.


sssr, der sich wie der Phoenix aus der Asche zu erheben beginnt.

24.10.2003 18:59 • #10


Ehemaliger User


[quote author=Thilde link=board=allgemeines;num=1066312830;start=7#8 date=10/24/03 um 19:18:52]Hallo sssr, Hi Donald,


ABER: was ich eigentlich sagen möchte, ist folgendes:

es gibt Menschen, die eben NICHT diese Verantwortung übernehmen wollen / können... aus welchen Gründen auch immer.

Damit müssen wir (leider) leben, aber es kann nicht angehen, dass wir unser Leben, unser Sein, und unsere Perspektiven davon abhängig machen, ob EX sich jetzt für den gebauten Mist entschuldigt!!


[/quote]

Ja, liebe Thilde, Du hast recht. Aber ich mache mein Leben von Ex nicht mehr abhängig, die Leidenszeit zieht vorbei, und wenn es vorerst auch ein schier unglaublicher Willensakt ist, mit dem ich mich aus dem Sumpf befreie. Aber wie bei Donald hat sich Ex mir gegenüber ein paar sehr krumme Dinge erlaubt... Und ich habe jetzt mein Leben beschlossen, ohne Entschuldigung kein Platz mehr für Ex! Der Zug kommt in Fahrt... und wer das richtige Ticket, darf bei mir auch mitfahren, bloss Trittbrettfahrer schliesse ich aus.

Ciao sssr

24.10.2003 19:13 • #11


Ehemaliger User


PS: Gandhi starb wie die Meisten der grossen auf gewaltlose Durchsetzung der Rechte bedachten Denker bei einem Attentat. Und Jesus am Kreuz.

Ich, und damit möchte ich niemanden zu nahe treten, ziehe es künftig vor, weniger "wahre Grösse" zu zeigen und die paradisischen Verlockungen auf Mutter Erde zu geniessen ;D,als nochmals tausende Tode zu sterben für Menschen wie meine Ex!

Ergo: Lieber kein Gandhi sein... und dafür ein paar tolle Frauen kennenlernen, die in meiner Seele keine tsunamis auslösen

So, jetzt gehts in den Ausgang!

sssr

24.10.2003 20:03 • #12


Ehemaliger User


hallo zusammen,

interessantes thema.

kurz nach meiner trennung (die jetzt 15 monate zurück liegt) hatte ich auch immer diesen inneren drang, der mir auch von aussen mit auferlegt wurde, ich müsse irgendwann einmal verzeihen können. habe mich gefragt, wie ich das, in anbetracht der ganzen üblen dinge, die abgelaufen sind, machen soll. dann nach einer gewissen zeit war es kein wirkliches thema mehr für mich, denn ich wollte darüber einfach nicht mehr nachdenken, hatte auch keinen handlungsbedarf. jetzt da ich wieder das ein oder andere mal mit Ex kontakt habe, um die scheidungsdinge zu klären, erreicht mich dieses thema wieder. und ich habe für mich gesehen, ich kann ihm nicht verzeihen, nicht jetzt, vielleicht nie, keine ahnung. aber ich muss nicht verzeihen können, um meinen inneren frieden für mich zu finden. den muss ich selbst mit mir ganz allein ausmachen. so wie mich Ex auch mit meinem ganzen seelischen müllhaufen, den er angerichtet hat, allein gelassen hat und den ich allein sortieren musste und noch muss.

lieben bedeutet verantwortung übernehmen. wer mit dieser verantwortung aufs übelste umgeht, weil diese liebe eben nicht mehr in sein eigenes leben passt, einfach abhaut nachdem er ein schlachtfeld angerichtet hat, dem muss und will ich nicht verzeihen. was nicht heissen soll, dass ich nicht verzeihen kann, es kommt auf den grad der verletzung an und auf den menschen, der mir die verletzung zugefügt hat und sein verantwortungsbewusstsein. und wenn diese verletzung vorsätzlich zum eigenen wohl diente, dann schon gar nicht. und ein lapidar hingemurmeltes 'tschuldigung' klingt dann wie hohn in meinen ohren. nein man muss nicht immer nur gütig sein, sich aufgeben, damit der andere in einem tollen licht dasteht, so unter dem motto: ich habe mich von meiner frau/mann getrennt, ich hatte ne neue liebe, aber mein/e Ex ist heute mein/e beste/r freund/in, hat mir verziehen, hat jetzt auch wieder ein schönes leben mit jemandem anderen. schon allein die oberflächlichkeit dieses satzes sagt doch alles aus. denke keiner der, die die absolution wollen hat schon mal überlegt, wie sich der zurückgelassene in der zeit danach gefühlt hat. warum auch, das eigene leben ist doch nur schön, aufregend und toll. egoismus pur, hauptsache mir gehts gut, nur ich allein bin für mein leben verantwortlich, ich muss sehen, dass ich mit dem a.... an die wand komme. nein auf solche menschen kann ich verzichten. sass lange genug in einem zug, indem überwiegend eogisten unterwegs waren, ohne dass ich es gemerkt habe. sie haben mich vor 15 monaten hinausgeworfen, ohne zu warten bis eine haltestelle kam. habe mich irgendwo in der pampa wiedergefunden, mich zusammengesammelt, bin losgelaufen, habe mir meinen eigenen zug gechartert, beschlossen nur noch handverlesene menschen dort mitfahren zu lassen und sobald sich einer als altbekannt entpuppt, werde ich anhalten und zum aussteigen bitten. heuchler, egoisten und selbstverliebte passen nicht mehr in mein leben. es gibt heute weniger menschen in meinem leben denn je, aber lieber ein zug mit einer handvoll leuten, als ein zug voller idioten, die mir zu munde reden solange es mir gut geht.

und in dem augenblick kommt mein stolz, den man sich ja bekanntlich selten leisten kann, in dem fall schon. ich werde nicht verzeihen - nicht nach dem was passiert ist, um eine freundschaft mit Ex führen zu können. von meinen freunden verlange ich mindestens genausoviel loyalität und verantwortung wie von einer beziehung. war ja nicht nur ein zerschundenes knie. in diesem sinne, mein zug fährt auch ohne dass ich verziehen habe.

sabs

28.10.2003 10:59 • #13


Ehemaliger User


Der Krieger des Lichts erinnert sich an die Worte von John Bunyan:


?Auch wenn ich all das durchgemacht habe, was ich durchgemacht habe,
bereue ich die Schwierigkeiten nicht, in die ich mich begeben habe -
weil sie es waren die mich dorthin brachten, wohin ich zu gelangen wünschte.

Jetzt ist alles was ich besitze, dieses Schwert, und ich übergebe es jedem, der seinen Pilgerweg gehen möchte. Ich trage die Spuren und Narben der Kämpfe ? sie zeugen dessen, was ich erlebt, und Belohnung für das was ich Errungen habe.

Diese Spuren und Narben sind es, die mir die Tore zum Paradies öffnen werden.
Es gab mal eine Zeit, in der ich Berichten von Heldentaten lauschte.

Es gab mal eine Zeit, in der ich nur lebte, weil ich leben musste.
Aber jetzt lebe ich, weil ich ein Krieger bin und weil ich eines Tages an der Seite dessen sein möchte, für den ich so sehr gekämpft habe.

28.10.2003 13:26 • #14


Ehemaliger User


Dieses Buch hat mir sehr geholfen, ich würde es jedem empfehlen, der seinen Lebensweg sucht: Handbuch des Kriegers des Lichts - Paulo Coelho

i-bahmueller.de/xkdl/

Ebenso lesenswert: Der Alchimist

gruss sssr

28.10.2003 13:38 • #15




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