cicada
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Ja, richtig, Krebs.
Die Behandlung ist vorbei und er ist auch krebsfrei, das Stadium war nur recht hoch und es wurde recht deutlich mitgeteilt, dass wir uns nicht zu früh freuen sollten.
Vermutlich auch ein Grund, warum er sich jetzt so verhält, wie er sich verhält.
'Gepflegt' ist schon fast das falsche Wort eigentlich. Nach der OP ging es ihm richtig mies, er wurde super schnell entlassen und hatte mit ziemlich vielen Komplikationen zu tun. Meine Pflege bestand da hauptsächlich drin, den Krankenwagen zu rufen und während der Chemo war ich... naja, da. Es war ihm wichtig, dass er alles, was geht, auch alleine machen kann. Manchmal zu viel, dann hat den Körper ziemlich heftig belastet und dann war ich da und hab' ihn aufgebaut.
Die Bestätigung holt er sich auf diversen,für mich unschönen Wegen- dass das nicht okay ist, weiß ich und ich fühl' mich von dir sehr unterstützt, dass du es in aller Deutlichkeit so aussprichst.
Ich will mich nur nicht so extrem auf das Nicht Okay versteifen, weil es mir sonst wahrscheinlich nur noch im Kopf rumspukt.
Ich kenn ihn ja. Er ist wirklich ein guter. Grad' braucht er das, das sagt er auch so- das ist 'ne schlechte Charaktereigenschaft, die er sich da zugelegt hat, aber nicht seine einzige.
Ich versuche mich damit aufzubauen, dass ich im Moment mehr klar sehen kann, als er.
Die Therapie lehnt er aktuell noch ab. Ich bin mir aber sicher, dass er früher oder später bereit sein wird.
Auf der Haben Seite steht, dass ich dem therapierenden Menschen dann meine gesammelten Erkenntnisse vor den Latz knallen kann und alle denken, ich wäre super schlau.