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Kryptonit Mensch

Trauermaus

Trauermaus

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Ich habe da so eine Theorie, nämlich dass jeder so einen Menschen hat, an dem er für immer hängen wird – ganz egal, wie lange die Beziehung gedauert hat oder wie intensiv sie war. Wir nennen sie die Kryptonit-Menschen, weil sie wie eine Schwachstelle für einen sind. Wann immer man sie sieht oder nur ihren Namen hört, verfällt man ihnen wieder. Oder bekommt zumindest ein Stechen im Herz, weil damals alles so schön schrecklich war und auch so schrecklich schön
Genau diesen artikel habe ich vor paar Tagen gelesen und er hat mich zum nachdenken lassen. Glaubt ihr das wirklich jeder Mensch solch ein kryptonit Menschen hat ?!
Ich glaube schon, denn ich glaube ich habe meinen kryptonit Menschen getroffen, weshalb ich so null los von ihm loskommen kann...

18.09.2016 15:49 • x 3 #1


WinterEnd

WinterEnd


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Ganz ehrlich? Nö!
Schon allein, weil unser Gehirn das schlechte ausblendet. Das ist denke ich eine gängigere wissenschaftliche Theorie als dieser Artikel.
Das mit dem Nicht-Loslassen können ist der Entzug, des aufgebauten Suchtmuster, einer Person, auf die man immer zurückgreifen konnte, Stärke daraus schöpfen konnte und im Prinzip abhängig war, die Entwöhnung eben.
Wenn die Person stirbt ist es etwas anderes, aber selbst da geschieht doch ein Loslösen. Es gibt nur wenige Menschen, die schwere, dauerhafte psychsiche Schäden durch den Tod einer Person davontragen (sei er mal nicht gewaltvoll gewesen). Wir Menschen vergessen und unser Gehirn zeigt uns eher die schönen Emotionen und so reduziert sich auch beim Tod, die Zeit des Darandenkens irgendwann auf betimmte Trigger (Jahrestage, Gegenstände).
Bei vergangenen Beziehungen ist der Mensch aber nicht tot, er ist nur aus der eigenen Welt. Es ist ähnlich, aber das Gehirn macht hier unterbewusst Unterschiede und irgendwann läuft es ähnlich wie beim Tod ab, nur dass es irgendwann völlig egal ist, außer man hat einen psychischen Schaden aus sonstigen traumatischen Gründen davon getragen.

18.09.2016 15:54 • x 2 #2



Kryptonit Mensch

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Katalina


ja da ist sicher was dran.. mich erinnert es immer an Siegfriedsage oder die Achillisferse.
allerdings glaube ich nicht das es eine Art Zauber ist, oder Kryptonit wie du es beschreibst,
sondern ein Stadium in dem man entweder gefangen bleibt oder sich rausentwickelt.
und wenn überhaupt würde ich von positiven Kryptonit sprechen, eins das Kraft, Stärke,
Mut verleiht, das Flügel wachsen lässt..

18.09.2016 15:55 • x 1 #3


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre


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1. ist Kryptonit fiktional. Und wenn es 2. sogar für Superman schädlich sein und ihn schwächen kann, bin ich sehr froh darüber

Ich glaube nicht dran. Für mich ist es ein Versuch, zu verstehen, warum man nicht loslassen kann/mag. Bei Kummer greift man halt gerne zu jeder Erklärung.

18.09.2016 16:12 • x 2 #4


Neualleine

Neualleine


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Ich denke eher das es Menschen gibt die uns fast perfekt spiegeln. Und das man sie deshalb nicht endgültig loslassen kann.

18.09.2016 16:20 • x 3 #5


Kaetzchen


Zitat von Neualleine:
Ich denke eher das es Menschen gibt die uns fast perfekt spiegeln. Und das man sie deshalb nicht endgültig loslassen kann.


Das glaube ich so in der Art auch, nur nicht, dass Menschen uns perfekt spiegeln, sondern dass sie die perfekte Ergänzung im Sinne von Gegensätzlichkeit sind. Unsere Schwächen sind ihre Stärken, und umgekehrt. Also jeder scheint genau das zu haben, was einem selbst fehlt und umgekehrt.
Und man kann sie wohl loslassen, nämlich dann, wenn man an ihnen gewachsen ist und es keine (gemeinsame) Weiterentwicklung mehr gibt. Also wenn man die eigenen Schwächen, die man durch den anderen erkannt hat, beheben konnte. Dann kommt man irgendwann an einen Punkt, an dem man merkt, dass man heil ist, wieder ganzer als vorher.

Wird eine Beziehung vorher vom anderen beendet, bevor man dieses eigene Wachstum an ihm und durch ihn beenden konnte, dann verbleibt eine Wunde ...

18.09.2016 17:08 • x 4 #6


Neualleine

Neualleine


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@kätzchen
Ich glaube sich gegenseitig nur zu ergänzen ist anders als sich zu spiegeln. Beim ergänzen sehen wir unsere eigenen Stärken/Schwächen und sehen das der Partner es besser/schlechter kann. Beim spiegeln sehen wir nur uns im Partner bzw.unseren inneren Kampf mit unseren ungelösten Problem die zT aus der Kindheit herrühren. Beides hat aber seine Vor und Nachteile schätze ich

18.09.2016 17:59 • x 1 #7


Trauermaus

Trauermaus


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Zitat von Kaetzchen:
Zitat von Neualleine:
Ich denke eher das es Menschen gibt die uns fast perfekt spiegeln. Und das man sie deshalb nicht endgültig loslassen kann.


Das glaube ich so in der Art auch, nur nicht, dass Menschen uns perfekt spiegeln, sondern dass sie die perfekte Ergänzung im Sinne von Gegensätzlichkeit sind. Unsere Schwächen sind ihre Stärken, und umgekehrt. Also jeder scheint genau das zu haben, was einem selbst fehlt und umgekehrt.
Und man kann sie wohl loslassen, nämlich dann, wenn man an ihnen gewachsen ist und es keine (gemeinsame) Weiterentwicklung mehr gibt. Also wenn man die eigenen Schwächen, die man durch den anderen erkannt hat, beheben konnte. Dann kommt man irgendwann an einen Punkt, an dem man merkt, dass man heil ist, wieder ganzer als vorher.

Wird eine Beziehung vorher vom anderen beendet, bevor man dieses eigene Wachstum an ihm und durch ihn beenden konnte, dann verbleibt eine Wunde ...

Das klingt nun aber so, als sei man nur mit einem Menschen zusammen um seine eigenen Fehler zu erkennen und dann irgendwann den Partner zu ersetzten.

18.09.2016 18:11 • #8


Kaetzchen


Zitat von Trauermaus:
Das klingt nun aber so, als sei man nur mit einem Menschen zusammen um seine eigenen Fehler zu erkennen und dann irgendwann den Partner zu ersetzten.


Solche Menschen sind ja nicht immer gleich der Partner ... sie können Freunde sein, oder nur Bekannte, die man temporär in sein Leben lässt. Arbeitskollegen. Zufällige Bekanntschaften. Kinder. Eltern. Eine Liebelei. Was auch immer.

18.09.2016 19:47 • x 1 #9


Grace_99


Erklärungen gibts, die gibts nicht. ^^

Nee, ich glaub da nicht dran. Ich glaub auch nicht an Seelenverwandt oder was-auch-immer.

Ich glaube daran, dass man selbst entscheidet, inwieweit eine Beziehung geht, inwieweit man sich öffnet. Manche Beziehungen halten lang, manche nicht. Manche lassen sich verA.en, ausnutzen und andere eben nicht.

Wenn ich zu sehr leide bei ner Trennung, dann sollte ich mir Hilfe suchen, um die Trennung zu verarbeiten. Aber doch kein Krypton...

18.09.2016 20:03 • #10


p86


ob nun gespiegelt, perfekt ergänzt, kompensiert, kryptonisiert, nicht loslassen wollen, escapism, whatever...

letztlich gilt:

you know you really love someone when you don't even hate them for breaking your heart.

der umgang und das innere wachsen daran ist das, was zählt - selbst, wenn sie/er nicht mehr an unserer seite ist.

18.09.2016 20:27 • x 1 #11


Grace_99


Zitat von p86:

letztlich gilt:

you know you really love someone when you don't even hate them for breaking your heart.

.


Dann liebe ich nur meine Kinder. Das sind die einzigen, die PingPong mit den Gefühlen einer Mutter spielen dürfen (ich sag nur Pubertät).

Spass beiseite, ich glaube nicht, dass man jemals für einen Menschen so empfinden kann.

18.09.2016 20:33 • x 2 #12


p86


Zitat von Grace_99 :
Spass beiseite, ich glaube nicht, dass man jemals für einen Menschen so empfinden kann.


du sollst ja auch nicht glauben, sondern fühlen. wieso wechselst du in die man-form. meinst du dich damit? hast du noch nie sehr viel liebe für einen menschen empfunden, an den du bis heute noch gerne zurückdenkst und dich fragst, was aus euch hätte werden können? das du es schade findest, dass es zu ende gegangen ist? klar, jede trennung hat seine gründe, und es bringt auch nichts in der vergangenheit zu hängen, aber dennoch, dennoch kann dich ein gebrochenes herz von einem menschen, den du besonders geliebt hast, lange, lange begleiten.

18.09.2016 20:44 • x 2 #13


Grace_99


Man = Ich, sorry.

Nein, hab so noch nicht gefühlt und gucke auch nicht wehmütig auf etwas zurück.

Trennungen hauen mich immer um, aber wenns dann durch ist, ist es durch für mich.

Bei meinen Kindern, Freunden würde ich durchdrehen, wenn das weg brechen würde, aber bei einer Beziehung? Nee. Da war / ist Liebe, aber kein was wäre wenn oder Wehmut.

18.09.2016 20:49 • #14


p86


Zitat von Grace_99 :
Nein, hab so noch nicht gefühlt und gucke auch nicht wehmütig auf etwas zurück.


find ich ziemlich kühl, aber, wenn das so dein/e art/umgang damit ist, dann ist das auch voll okay. die hauptsache ist ja, dass du glücklich bist. vielleicht bist du aber auch einfach noch nicht dem richtigen mann begegnet. wobei, der richtige würde dir ja auch nicht so das herz brechen, oder gerade doch?

Zitat von Grace_99:
Trennungen hauen mich immer um, aber wenns dann durch ist, ist es durch für mich.


ein klarer cut. klingt gut. ich brauch wohl noch mehr zeit.

Zitat von Grace_99 :
Bei meinen Kindern, Freunden würde ich durchdrehen, wenn das weg brechen würde, aber bei einer Beziehung? Nee. Da war / ist Liebe, aber kein was wäre wenn oder Wehmut.


die liebe zu den kindern, der familie, freunden ist meiner meinung/meiner gefühlswelt nach eine andere liebesbeziehung als zu einem menschen, mit dem du eine partnerschaftliche liebesbeziehung eingehst. bist du sicher, dass es liebe war, wenn dir das im nachhinein so egal ist? ich würde nicht sagen, dass ich wehmütig bin, sondern das ich es eher schade finde, da ich immer beziehungen eingegangen bin, mit der prämisse für immer, und nicht, hey, da sind n paar probleme, komm, werfen wir das einfach alles weg.. .. aber naja, so unterscheiden sich menschen in ihren gefühls-/glaubenswelten.

18.09.2016 21:01 • x 2 #15



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