Hallo ihr fleißigen Schreiberlinge !
Jetzt war ich ja einige Zeit im Urlaub und da bricht hier glatt die Megadiskussion aus.
**Vorgeplänkel für die, die mich nicht kennen:**
Ich bin langsam hier der Dauersingle mit meinen 2 Jahren im Anschluß an eine 7 jährige kinderlose Beziehung.
**Zum Thema:**
So unterschiedlicher Meinung ward ihr ja eigentlich alle nicht.... im Grunde haben wir alle gewisse Erkenntnisse über uns und unser Leben gewonnen. Ich halte diesen erkenntnisprozess ebenfalls für sehr wichtig, weil es bei mir eben vieles zu erkennen gab.... das mag bei anderen Leuten anders laufen, die bestimmte Defizite eben nicht haben. Manche brechen diesen Erkenntnisprozess zu früh ab, in dem sie sich - ihre alten Muster freudestrahlend wiederbelebend - in eine neue Beziehung stürzen oder die Erkenntnisse nicht aushalten oder richtig einordnen können.
Aber der Erkenntnisprozess gehört eben dazu, auch wenn einige schon nix mehr davon hören wollen, weil sie ihn eh schon umfangreich durchleben.
Aber Erkenntnis allein reicht eben, wie ihr alle festgestellt habt nicht aus, also kommen wir zu
**Hubis durchaus erwähntem "gegensteuern" = persönlicher Prozess = mögliche Lösungsansätze:**
Shanna dein Mittel gegen die Lethargie war, soweit ich das richtig verstanden hab, leben und lieben in all seinen Variationen, um neue positive Erfahrungen auf dem Gebiet des Gefühlslebens zu sammeln.... sowie mit anderen Menschen sonstige Lebenserfahrungen auszutauschen. Letzteres werden hoffentlich die meisten hier sowieso in ihrem "realem" Freundeskreis tun.
Allerdings bezweifel ich für mich persönlich, dass ich allein durch mutiges loslieben und losleben einen Schritt vorwärts tun würde. Ich glaube kaum, dass ich damit Erfolg hätte, wenn ich meine persönlichen Defizite nicht in den Griff bekäme... ich würde immer wieder an diesen Defiziten scheitern, weshalb ich an dieser Stelle lilac zustimmen möchte.... man sollte mit den eigenen Defiziten klarkommen lernen und nicht den Ausgleich derselben durch eine andere Person anstreben, da man sich damit immer wieder von anderen Menschen im zu starken Maße abhängig machen muss. Das mag solange kein Problem sein, wie sich die Defizite nicht auf einen größeren Teil der Persönlichkeit beziehen.... ich meine wenn mein Partner mein mangelndes Gesangstalent durch seine schmusige Stimme ausgleicht dürfte das wohl kein Problem sein und unsere romantischen Abende einfach bereichern. Das ist dann sein Geschenk an mich.... ich werde seine Stimme lieben, aber mein Leben wird nicht davon abhängen.
**Last but not least**.........DIE LEERE.........
Wie aber überwinden wir nun die Leere, die wir spüren ? Irgendjemand sagte mir, dass ich diese Leere nicht so empfinden könnte, weil ich so jung bin und so viele Ziele vor mir sehe, die es zu erreichen gilt. Ich stimme dem nur teilweise zu, denn auch mich ereilt diese Leere. Ich stelle mir dann immer vor, wie ich mir mein Leben vorstellen würde.... was alles da sein müßte.... da sind meine Freunde, ein ausfüllender Job, meine Familie, meine Hobbys.... Der Partner gehört für mich in die Kategorie Familie, genauso wie mein Kinderwunsch, meine Eltern, mein Bruder und sonstige Anhängsel. Meine Lösungsansätze sehe ich nun eben nicht allein im Finden des Partners.... vielleicht ist es auch der Job, der mich nicht genügend fordert ??? Glücksempfinden setzt bei mir voraus, dass ich gefordert werde.... auf welchem Gebiet auch immer.... wenn dies nicht der Fall ist, bin ich in der Regel gefrustet. Und wenn mich niemand fordert, dann versuche ich mich selbst herauszufordern.... das klappt nicht immer, aber immer öfter

)
So, jetzt hab ich endgültig den Faden verloren.
Liebe Grüße
Susa3
PS: wenn jetzt einige kommen mit "Aber du bist oft so traurig"..... klar, weil ich verschiedene Defizite aufarbeiten muss.... klar, weil ich auch mal neidisch werde auf das Glück anderer..... klar, weil mein eingeschlagener Weg kein Patentrezept und sehr steinig ist und klar, weil es eben Höhen und Tiefen im Leben gibt.