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Lebens Zeit

Liv225
Tolle Beiträge und gut zusammengefasst @Worrior.

Bei mir ist es so, dass ich erst sehr krank werden musste, um „dahinter zu blicken“.
Dass Neinsagen durchaus möglich und erlaubt ist.
Dass man nicht alles machen muss, was von einem verlangt wird.
Dass man mit weniger auskommen kann, aber dafür mehr Fülle hat.
Dass man nichts verschieben soll….

Wir sollten das anpinnen.
Und immer nachlesen, wenn wir es doch mal aus den Augen verlieren.
Wobei… ich muss sagen, ich verinnerliche es immer mehr.
Ist das schon „Altersweisheit“?^^

• x 2 #16


DieSeherin
Zitat von Nur-ein-Mensch:
Ich glaube ,je älter man wird desto mehr schätzt man die Zeit und versucht sie Sinnvoll zu verbringen.


je älter ich werde, desto öfter gestehe ich mir zu, meine zeit auch mal sinnlos zu verbringen 😉

• x 2 #17


A


Lebens Zeit

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Worrior
Zitat von Blind-Meg:
Ich möchte sowieso nur so lange leben, wie ich körperlich imstande bin, Achterbahn zu fahren, und geistig imstande bin, mir die Woche danach deren ...

Ich glaube dass wir weniger den Tod fürchten, mehr die Art und Weise wie wir sterben werden.
Der Idealfall wäre natürlich nach einem erfüllten Leben schnell und ohne Leid abzutreten.
Bis zum Schluss ein eigenverantwortliches, selbstbestimmtes Leben geführt zu haben, in Würde.
Das wäre mein Wunsch.

Nicht "ja" sagen nur um dazu zu gehören um vielleicht das Risiko zu umgehen gemieden zu werden, obwohl innerlich alles "nein" sagt.

Ungute Verbindungen auflösen, nicht einer Sache nacheilen die es längst nicht mehr gibt und von der anderen Seite nicht mehr gewollt wird.
Seine Energie und Aufmerksamkeit auf Dinge und Menschen lenken die etwas positives in einem bewirken.
Das Leben mit positiven Dingen füllen die Lebensfreude und Lebensqualtität bringen.
Das sind nicht immer große Ereignisse.
Den Sonnenauf- oder Untergang am Meer, auch alleine, dessen Farben man genießt, kann einem niemand mehr nehmen.

• x 4 #18


Worrior
Zitat von Liv225:
Bei mir ist es so, dass ich erst sehr krank werden musste, um „dahinter zu blicken“.
Dass Neinsagen durchaus möglich und erlaubt ist.
Dass man nicht alles machen muss, was von einem verlangt wird.
Dass man mit weniger auskommen kann, aber dafür mehr Fülle hat.
Dass man nichts verschieben soll

Ich glsube auch dass das ein Punkt ist der alles verändert, diese zweite Chance nsch einem einschneidenden Erlebnis.
Wo man begreift was wirklich zählt und was künftig hinten runter fallen darf.
Dass wir uns für ein "nein" nicht immer erklären müssen.
Dass es ok ist auch mal jemanden zu enttäuschen bevor wir uns selbst verraten.

Zitat von DieSeherin:
je älter ich werde, desto öfter gestehe ich mir zu, meine zeit auch mal sinnlos zu verbringen

Ich glaube nicht dass es sinnlos ist wenn Dir einfach mal danach ist einfach nichts zu tun und dabei zufrieden bist.
Man regeneriert sich und tankt Kraft für den weiteren Weg, ist ausgeruht, entspannt und frisch für die Dinge die kommen.

• x 1 #19


DieSeherin
Zitat von Worrior:
Ich glaube nicht dass es sinnlos ist wenn Dir einfach mal danach ist einfach nichts zu tun


ach, du weißt schon, was ich meine 😉

mein mann und ich arbeiten beide noch vollzeit, haben eine große, tolle patchwork-familie, die immer größer wird, es gibt drei - sehr unterschiedlich - zuwendungsbedürftige olle elternteile... und da haben wir schon genug verpflichtungen, die zwar oft auch schön sind und spaß machen, aber eben notwendig sin.

ich liebe meinen job, aber im grunde muss ich arbeiten, weil wir das geld brauchen! ich liebe all unsere kinder und enkelkinder, freue mich, wenn sie kommen, finde es aber auch vollkommen okay, wenn sie wieder gehen. ich liebe alle unsere elternteile, aber meine demente schwiegermutter, die bei uns lebt, fordert uns gewaltig. und ich liebe unseren garten sehr, aber leider können wir nicht immer nur genießend auf der terrasse sitzen, cocktails schlürfen und uns des lebens freuen.

und deswegen mag ich den ausdruck "sinnlos zeit verschwenden" so gerne, weil er eben losgelöst von meinen verpflichtungen ist.

• x 1 #20


Blind-Meg
Zitat von Worrior:
Ich glaube dass wir weniger den Tod fürchten, mehr die Art und Weise wie wir sterben werden.

Ich fürchte den Tod nicht. Ich stelle es mir sehr friedlich vor, tot zu sein. So wie bevor ich geboren war. Da wusste ich nichts von meiner Existenz und das war in Ordnung, und so wird es wohl danach auch wieder sein. Oder es wird abgefahren-aufregend als Geist mit Bewusstsein. Aber unangenehmer als das aktuelle Leben wird es höchstwahrscheinlich nicht.
Mein Ziel ist es, so zu leben, dass ich den Tod eines Tages freundlich begrüßen und mich von ihm mitnehmen lassen kann. Ohne das Gefühl, zu viel verpasst zu haben.

• x 2 #21


Liv225
Zitat von Blind-Meg:
Ich fürchte den Tod nicht. Ich stelle es mir sehr friedlich vor, tot zu sein. So wie bevor ich geboren war. Da wusste ich nichts von meiner Existenz und das war in Ordnung

Wenn man denn dann tot ist, ja, das denke ich mir auch.
Und da Energie irgendwie nicht verloren geht - vielleicht gibt es noch was, das wir uns mit unserem „eingeschränkten“ Denken nicht vorstellen können.

Nur das „wie“… wie auch @Worrior
schon schrieb.
Ich war da schon an der Seite von lieben Menschen… sehr heftig. ://

• x 1 #22


DieSeherin
Zitat von Blind-Meg:
Mein Ziel ist es, so zu leben, dass ich den Tod eines Tages freundlich begrüßen und mich von ihm mitnehmen lassen kann. Ohne das Gefühl, zu viel verpasst zu haben.


du, da geht es mir jetzt schon so! ich könnte auch jederzeit gehen, ohne das gefühl, es wäre "zu früh"! klar, es gibt wohl immer sachen, die noch auf der "erlebens-liste" stehen, aber bei meinem 92jährigen vater steht da auch noch einiges drauf, von dem er ziemlich sicher weiß, dass er das nicht mehr umsetzen kann/wird.

• x 1 #23


Nur-ein-Mensch
Wir vergeuden ja auch sehr viel Zeit damit,uns über die Vergangenheit und Zukunft Gedanken zu machen.

Da ist das Leben im Hier und Jetzt viel wichtiger.

Freilich haben wir noch Wünsche,die wir gern realisieren würden,aber es bringt nichts,mMn,sich auf etwas zu fokussieren und nur dem nachzugehen ohne zu wissen ob man es dahin schafft.

Die bessere Alternative,denke ich ist,ich haben diesen oder jenen Wunsch,wenn er sich realisiert ist das OK wenn nicht,dreht sich meine Welt trotzdem weiter.

Viele aber,arbeiten wie verrückt auf etwas zu und vergessen,das es links und rechts auch noch ,schönes und interessantes zu entdecken gibt,wunderns dann aber später,das sie so viel verpasst haben.

• x 3 #24


Worrior
Den Älteren unter uns wurden schon einige Menschen, durch den Tod, genommen.
Menschen die uns sehr wichtig waren, die wir sogar liebten.
Eimige starben weil ihre Zeit hier auf Erden einfach abgelaufen war.
Andere erlagen schweren Krankheiten, verunfallten, oft viel zu früh.
In einem tragischen Fall wählte ein Freund von mir den Freitod, er wollte sich den quälenden Leidensweg einer schweren Erkrankung ersparen.
Schlimm war es in allen Fällen, ein tiefer stechender Schmerz.

Einige Personen wollten nicht mehr an meinem Leben teilhaben oder ich nicht mehr an ihrem.
Menschen verändern sich, Umstände ändern sich.

In all diesen Fällen ließ es loslassen, ohne negative Gefühle.

Die Welt drehte sich einfach weiter und so wird es auch sein wenn ich gehen muss.

Aber machen wir uns doch nicht zuviele Gedanken um den Tod.
Der kommt so oder so.
Heute Morgen sind wir aufgestanden, wir leben, hoffentlich gesund.
Dieses Glück hat nicht jeder.
Was machen wir mit dem sonnigen Tag, wie füllen wir ihn.
Ich werde lernen, bzw. mich vorbereiten zu lehren, bald unterrichte ich junge Menschen auf einer Berufsschule.
Ich habe diese beiden Klassen schon besucht.
Sehr nette junge Menschen die sich für das Elektrohandwerk entschieden haben.
Das ist eine sehr ehrenvolle und wichtige Aufgabe diesen jungen Leuten Wissen für ihren Berufsweg zu vermitteln.
Trotz aller Zweifel freue ich mich nun darauf, es wird sicher auch herausfordernd.
Hoffentlich sind sie nicht so wie ich früher war, das wird bitter.
Vielleicht ist das aber die Genugtuung für meine Lehrer und Meister, dene ich mit meiner großen Schnauze und Begriffsstutzigkeit so manchen Nerv raubte 😂😂

• x 4 #25


Liv225
All diese Erfahrungen, die wir gemacht haben… Genauso ist es mit den Menschen, die wir verloren haben…
Man macht weiter und behält sie im Herzen.

Aber zu Dir @Worrior, Du „wagst“ Dich doch auf ins Unterrichten. 🙂
Ich wünsche Dir einen sehr guten Start, dass es Dir Freude macht, Dich bereichert.
Und „brave“, interessierte Schüler.

• x 2 #26


Blind-Meg
Zitat von DieSeherin:
du, da geht es mir jetzt schon so! ich könnte auch jederzeit gehen, ohne das gefühl, es wäre "zu früh"!

Das finde ich total wundervoll.

• #27


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