Zitat von Valerieee: Weil die Liebe nicht so groß ist.
Moment mal. An der Stelle kann ich dir echt nicht folgen:
Du sagst also, er kann sie betrügen, weil die Liebe nicht so groß ist? Bedeutet das, dass jemand, den man nicht liebt, auch keinen Respekt und auch kein aufrichtiges Handeln verdient hat? Muss man jemanden lieben, um ihn anständig zu behandeln? Zumal dann, wenn es kein x-beliebiger Bekannter ist, sondern jemand, mit dem man immerhin zusammenlebt und sein Leben teilt?
Zitat von Tauriel: Es ging ihm psychisch nicht gut, wir hatten Zwillinge bekommen, die uns wirklich komplett ans Limit und drüber gebracht haben, dann hat er sich eine Selbstständigkeit aufgebaut und unser Haus hatte auch Baustellen… wenn er dann zu Hause war, war da eigentlich nur Stress und eine gestresste Frau, die auch keine Energie hatte für irgendwas (obwohl uns beiden bewusst war, dass unsere Beziehung seit der Kinder quasi nicht mehr existent war, das wusste ich also definitiv auch, aber meine Strategie war mehr „Durchhalten, bis es leichter wird und dann schaffen wir das schon wieder aufleben zu lassen“).
Du sagst also, ihr habt Zwillinge bekommen und hattet darüber hinaus auch noch an anderen Stellen einen Megastress.
Dem war er nicht gewachsen und du irgendwie schon. Und weil er dem nicht gewachsen war, suchte er sich seine Auszeiten bei einer Geliebten, wo er sich entspannen und abschalten konnte.
Dass du ihm verziehen hast, kann ich nachvollziehen. Schwäche kann man einem Menschen schwerlich vorwerfen. Wer nicht stark genug ist, der ist es einfach nicht.
Aber was ich schwer verstehen kann, ist, wieso du weiterhin dein Leben mit ihm teilen willst. Hast du keine Sorge, dass er bei der nächsten Krise und dem nächsten schweren Stress dem wieder nicht gewachsen ist und dass er dich wieder im Stich lässt?
Dass du wieder alles allein wuppen musst und er wieder irgendwohin flieht?
Vielleicht nicht zu einer Geliebten, sondern in seinen Hobbykeller oder in eine Sucht oder sonstwohin?