Zitat von Blind-Meg: "Normalerweise" lässt es ja mit der Zeit nach und geht über in was anderes, im Idealfall Liebe
Glaubst du das wirklich? Für mich ist Liebe der schwammigste Begriff den es gibt. Ich unterstreiche: für mich.
Ich würde es für mich so formulieren. 1. Phase: Man arrangiert sich, erkennt gegenseitig, dass das Fundament passt (er schlägt mich nicht, ist lieb zu Tieren, gleiche Werte-/Moralvorstellungen etc.) und dann noch dazu der Plan vom großen Wunsch des Hausbaus, wo beide davon träumen und am Besten 3 Kinder, ja das hatte man sich schon immer gewünscht. Ja und dann kommt die Planphase. Man träumt von allem, was man in den früheren Jahren geträumt hat. Es scheint sich zu verwirklichen. Dann empfindet man wahrscheinlich das, das was man unter Liebe verstehen kann. Man plant, träumt, verwirklicht. Nächste Phase. Für mich die Gewohnheitsphase und Gefängnisphase. Kinder da, Haus im Bau, Finanzen krachen. Aus dem Träumen ist nun bittere Realität mit allen Konsequenzen geworden. Nun erkennt man: uuupps, nix mehr oder wenig X aufgrund von Stress, sie ist genervt, er lässt sie ihrer Mn hängen etc. etc. Für mich ist das zumeist die Phase, wo man noch gerne von Liebe spricht aber in Wirklichkeit die Liebe einfach als Gewohnheit gelebt wird.
Zitat von Blind-Meg: Aber dieses Affärendasein kann das halt jahrelang aufrechterhalten, und dann verwechselt man Verliebtsein mit Liebe
Nein, dieses Problem habe ich nicht. Mir ist schon vollkommen bewusst, dass da höchstens Verliebtsein mit intensivem Begehren ist. Liebe ist für mich eben das, das was ich oben beschrieben habe.
Zitat von Blind-Meg: Es gibt Menschen, die mehrmals in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter gute Partnerschaften beendet haben, weil sie meinten, den Partner nicht mehr zu lieben, wobei in Wahrheit einfach nur die Verliebtheit nachgelassen hat.
Richtig, daran denke ich sehr häufig. Ich habe wahrscheinlich auf die eine oder andere Beziehung deshalb aufgelöst.
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