Zitat von Kampfschnake: Es ist möglicher Weise jedoch verständlich, dass Menschen auf einen Text mit dem Titel "Letzte Wort der Geliebten", in dem ordentlich Dampf abgelassen wurde und von Genuss jetzt eher nicht die Rede war, mit einer gewissen Skepsis reagieren, wenn späterhin eine Kehrtwendung vollzogen wird - und wieder alles Tutti ist.
Ich habe lange über eine Antwort nachgedacht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass es eher nicht verständlich ist, mit einer Skepsis hier aufzufahren, die vielleicht angemessen wäre, wenn ich geschrieben hätte, dass er mir versprochen hat, sich in ein paar Wochen zu trennen und ich schon die Hochzeit plane.
Ich habe versucht, über Seiten lang genau zu beschreiben, was in mir vorgeht. Das scheint keinen außer den Mitforisten, die selbst in einer solchen Situation stecken (große Anziehung zum AM) zu interessieren.
Da gibt es einerseits die Riege der Ex- AFs, die die Abkehr von der sündigen Affäre und anschließende Verdammung ebendieser als Leistung ihres Lebens zu betrachten scheinen und jede positive Aussage von mir niederplätten müssen oder dagegen anschreiben müssen, als ginge es um Leben oder Tod.
Dann gibt es die niemals vergebende Fraktion der Betrogenen, die Beitrag um Beitrag den besten Beweis dafür abliefern, dass es lebensgefährlich sein kann , sich als AF zu outen. Oder das Schlimmste: als AF, die noch oder wieder Kontakt zum AM hat. Oder das Allerschlimmste: die den Kontakt auch noch genießt.
Was also tun?
Kaputtmachen
😀 Entweder die Freude am Kontakt. Oder die Ruhe, die in der Akzeptanz der Situation liegt.
Oder für die Psychos unter uns: Die innere Sicherheit, ein liebenswerter Mensch zu sein.
Diese Diskrepanz zwischen moralischem Anspruch an den TE und dem eigenen fragwürdigen Tun ist es, das mich immer wieder veranlasst, Beiträge zu verfassen. Weil ich es immer wieder nicht glauben kann, was ich lese.
Am liebsten würde ich manch einen mal im real life treffen, einfach aus Neugier, was das alles für Menschen sind, die so eigenartig sich in eine einzelne AF verbeißen.
Zitat von Kampfschnake: aber das Mädchen in mir fragt sich, warum ein anderes Mädchen viele Seiten schreibt, sowohl es sich wünscht, dass allen anderen egal ist, was es treibt
Weil ich eher viel als wenig schreibe und zu massiver Wortbildung neige, ganz einfach.
Wem das zu viel Text ist, der kann doch in der Galerie verweilen. Die übrigens sehr schön ist.
Aber lasst mich doch bitte so sein, wie ich bin.
Mit "egal" meine ich nicht, dass nun jeder wütend abwinkt und mir hinschleudert: Ist mir doch egal, mach, was du willst du Blöde, ich bin ab jetzt hier raus!
Nein. Ich meine damit eher: Egal, was du tust, du weißt am besten, was gut für dich ist und was du willst.
Aber es ist schon klar,- jemanden zu unterstützen, obwohl man ihn nicht versteht, ist eine schwere Übung.
Anders geht es aber nicht. Es ist dann eben keine wirkliche Hilfe, sondern Bevormundung.
Zitat von Kampfschnake: Als Teilzeitemanze - oder vielleicht auch als Teilzeit- diverse- Person - nehme ich für mich den Satz in Anspruch: Der Kavalier genießt und schweigt.
Mache ich ja im real life, was glaubst du, warum eine Affäre mit mir so gut funktioniert.
Zitat von Kampfschnake: Es macht mir übrigens großen Spaß dir zu schreiben.
Das freut mich!