Zitat von Balu85: hm...mag in einigen Punkten stimmig sein. Aber das mit der Treue verstehe
Das war so gemeint, dass ich über ihn weiß, dass er unter Umständen fähig dazu ist, die Grenze zu überschreiten und das dann auch durchzieht. Und er über mich weiß, dass ich Fremdgänger nicht dämonisiere, allein deswegen, weil ich mich überhaupt auf ihn eingelassen habe, und weil ich es genieße mit ihm und weil ich kein Problem damit habe, dass er sich nicht von seiner Frau trennt.
Zitat von Balu85: Um abschätzen zu können wie gut der A auf den Eimer passt kommt es natürlich auch darauf wie viel Zeit man im Rahmen der Affäre verbindet. Keine Ahnung wie oft ihr euch seht und was ihr da so alles macht.
Du kannst davon ausgehen, dass ich jemand bin, der nicht einfach nur seinen Spaß sucht. Dazu gehört für mich, einen Mann gut kennenzulernen, damit ich mich mit ihm wohlfühle.
Ich verbringe mit ihm ausreichend Zeit und mache genug Dinge, die es mir ermöglichen, ihn so kennenzulernen, wie ich es für mein gutes Gefühl brauche. Dazu gehören auch und gerade seine Eigenheiten.
Und, wie jeder andere Mensch auch kann ich nicht seine Gedanken lesen, das könnte ich aber auch nicht in einer Beziehung. Das ist aber auch gar nicht nötig, denn ich führe diese Affäre nicht, um den Mann einer Prüfung zu unterziehen, ob er denn würdig ist, eine Beziehung mit mir zu führen, sondern um einander das Leben zu verschönern.
Zitat von Balu85: Gibt ja auch Affären wo es bei den Treffen vordergründig um Sex geht. Vom alltäglichen Routinen, Hobbys, sozialem Umfeld usw. bekommt man da ja kaum mit. Je nach Umfeld können sich Menschen aber auch unterschiedlich verhalten.
Es geht bei uns natürlich
auch um Sex (bei dem man einen Menschen übrigens auch sehr gut kennenlernen kann, wenn man will).
Was die alltäglichen Routinen betrifft, so finde ich es heftig, dass manch einer jahrzehntelang tagtäglich zusammenlebt und eine entscheidende Sache vom Partner nicht kennt.
Alles Wichtige findet man also selbst in manchen routinierten Beziehungen nicht übereinander heraus.
Ich bleibe bei meiner Sichtweise: Wie gut man einander kennenlernt, liegt bei den Menschen selbst, nicht an der Art und Weise, wie sie eine Beziehung führen.
Ich kann auch zwanzig Jahre neben einem Mann herleben, wenn ich die Augen vor gewissen Dingen verschließe.
Oder ich erfahre die Dinge, die ihn bewegen, die ihn ausmachen, weil ich mich für den ganzen Menschen interessiere. Meine Freunde treffe ich auch nicht 24/7 und kenne ich trotzdem gut. Und sie natürlich mich.
Man selbst darf sich natürlich vor dem Gegenüber auch nicht verschließen.
Zitat von Balu85: Weil eine Beziehung zum einen nicht langweilig sein muss und lt. Definition einer Affäre ja mindestens einer der beiden anderweitig gebunden ist...das wiederum ist ja nicht jedermanns Sache.
Das mit der "Langeweile" war eigentlich auf die Aussage von "Handy" bezogen, in der sie Beziehungen als generell langweilig beschrieb.
Ich selbst bin ja gerade der Meinung, dass es die Menschen sind, die die Beziehung gestalten, nicht umgekehrt.
Zitat von Balu85: Finde ich eigentlich nicht seltsam. Viele berichten ja das dass geheime eines gewissen Reiz ausübt. Das ist dann dahin.
Ja natürlich, wenn das Geheime wegfällt und das Geheime aber das Wesentliche darstellte, was die Verbindung so interessant machte, ist das dann natürlich ein bisschen wenig und wird wohl keinen Bestand haben.
Zitat von Balu85: Aber man hat dann eben den anderen Menschen "ständig" um sich. Und bestimmte Verhaltensweise, Macken die er/sie für ein paar Stunden oder ein Wochenende vielleicht nicht so zeigt werden dann deutlicher
Ich bin da offen. Das, was ich in über einem Jahr von ihm kennenlernen durfte, genügt mir, um ihn in mein Herz geschlossen zu haben.
Die Kristallkugel bekomme ich auch in einer traditionellen Beziehung nicht ausgehändigt.
Zitat von Balu85: Es gibt nichts was es nicht gibt.
Daran sollte man immer mal zwischendurch denken, ja
😃