Zitat von thegirlnextdoor:@Rheinländer Was ich mich auch frage - wie soll man denn je ändern, dass dieser geliebten Mensch einem so fehlt..? Sicher, ich breche wie gesagt bestimmt nicht vor anderen zusammen etc., ich mache das natürlich mit mir alleine aus... aber... wie soll man grundsätzlich ändern, dass einem selbst der Verlust weh ...
ich sitze in einem Theater, in einem Konzert, stehe am Straßenrand, gehe "irgendwo", höre bestimmte Musikstücke.... und schon laufen die Tränen. "Die Leute" wundern sich natürlich, fragen nach... "ist schon gut", obwohl es innerlich ganz anders aussieht.
Gefühle, Emotionen, Gedanken - sie kommen, sie gehen. Doch was macht das mit einem? Sensibelchen? Sentimental? "Weichei"? Geht es immer mit dem "mir-doch-egal"-Gefühl, was Andere denken/sagen könnten? Mir ist das in der Tat inzwischen vollkommen egal geworden.
Gefühle, Emotionen zu zeigen - ist doch auch ein Zeichen dafür, dass man noch LEBT, noch mitgeht, mitmacht, einen bewegt, einen erinnert und auch ggf. Dankbarkeit zeigt, wie wichtig einem der Mensch war/ist...auch über dessen Tod hinaus.
Sich für irgendetwas in der Weise zu rechtfertigen....nein. Wenn allerdings Kinder fragen: "Was ist mit dir?", sollte diese Frage schon beantwortet werden - mit kindgerechter Antwort, alters-entsprechend, ohne das Kind zu beunruhigen.
Ob eigene Lebenserfahrungen bereits Merkmale gesetzt haben, wie mit derart schwierigen Themen umgegangen wird/werden kann - ich weiß es nicht. In unseren Kulturkreisen ist das verbreitet, sich diesen Themen zu Lebzeiten
nicht zu stellen. Warum auch - das Leben fluppt
doch, ist schön, erfolgreich. Das ist es in anderen Kulturkreisen doch auch.... es fluppt, "läuft", ist schön, ist erfolgreich. Was machen andere Kulturkreise anders/besser? Nein....das lässt
sich nicht kopieren und nicht "einfach so" ....