Traurige88
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Doch jetzt näherte sich der erste Geburtstag unseres Kindes und kurz davor war mein Geburtstag und alles kam bzw kommt hoch. Es fühlte sich alles so falsch an, wie ein einem Alptraum aus dem ich irgendwann erwache. Dann ist mir bewusst geworden, dass ich vermutlich davor in der Verdrängung war, was vermutlich mit Baby auch Überlebensnotwendig war und nun die Trennung im Kopf und Herz auch richtig ankommt.
Ich weine viel, fühle mich innerlich wie tot. Nur mein Kind kann mich noch zum Lachen bringen und ich reiße mich zusammen. Aber irgendwas in mir ist gestorben. Ich war immer ein lebensfroher, optimistischer Mensch. Aber jetzt ist es so, als wäre eine Art Hoffnung in mir gestorben. Andere Familien zu sehen bzw Paare oder gar schwangere Paare/mit kleinen Babys/Kindern ertrage ich kaum.Es schnürt mir regelrecht die Kehle zu.
neben dem Schmerz kommen zig Zukunftsängste und Sorgen: werde ich für meinen Sohn genug sein? Der Papa lebt weit weg und vorm letzten Besuch war es ein Abstand von 6 Wochen (weil für IHN ja jedes Mal der Abschied von seinem Sohn so schlimm ist)- so lässt sich natürlich keine vernünftige Bindung zwischen beiden aufbauen.
und ja: er lebt nicht hier, andere getrennte mit Kind müssen ihren Ex wöchentlich sehen: aber es tut trotzdem weh ihn jedes Mal nach Wochen wieder sehen zu müssen.
Es war nach traumatischer Geburt und ich vermute Wochenbettdepression und Schreikind einfach eine verdammt harte Zeit und die Beziehung hat gelitten. Ich hatte einfach keine Kapazitäten mich darum zu kümmern. Grad aus der Distanz. Aber nach einem halb Jahr wurde es doch schon viel viel viel besser- und da waren wir schon getrennt. Und trotzdem schmeißt er 5 gemeinsame Jahre, gemeinsames wohnen, Umzüge usw einfach weg.
icj kenne auch sonst niemanden in meiner Situation. Dinge die ich normalerweise nach einer Trennung tun würde (mich radikal um mich kümmern usw) geht mit so kleinem Kind nicht. Meine Eltern tun was sie können aber ein Wochenende oder ganzer Tag mal nur für mich ist einfach nicht drin.
und dann hab ich mal ein, zwei Stunden für mich und lann sie nicht effektiv nutzen bzw. grüble und trauere. Und werde noch trauriger und frustrierter. Und dann ist da ja noch die ewige To Do Liste (weiter nach Kita suchen, Bankdinge usw) und die Nächte die grad richtig schlimm sind.
Ich kann auch vor meinem Ex kein ,,aufgeblühtes ‚‘ ich zeigen, wie auch mit Augenringen und kaum Zeit für mich?! Wenigstens die Schwangerschaftkilos sind runter und ich sehe körperlich aus wie vorher. Es tut auch so weh dran zu denken, dass er dort sein Leben lebt, ausgeht, vielleicht datet, ohne Verpflichtungen. Klar: er verpasst das Leben seines Sohnes… aber das scheint ihn ja grad auch nicht zu stören?!