kuddel7591
Gast
Zitat von Franziska99:Wahrscheinlich hast du Recht. Aber es ist alles noch sehr frisch. Die Wunde blutet noch ohne Unterlass. Am liebsten bin ich zur Zeit alleine und gebe mich dem Kummer hin. Geht aber nicht. Ich muss mich zusammenreißen, aufstehen, Krone richten und weiter. Bis zum nächsten Sturz. Das klingt alles so theatralisch......ist es leider auch. Wenn ich hier in den verschiedenen Treads lese, wie lange einige nach einer Trennung leiden, sogar noch Jahre später, dann würde ich mir gerne selber eine reinhauen und die letzten zehn Monate zurück spulen. Naja.....jeder das, was er verdient......und ich merke selber, dass ich vor Selbstmitleid triefe, aber ich kann gerade nicht anders.
@ Franziska99
die bewusste Wahrnehmung des von dir Beschriebenen - darauf kommt es an. Es nutzt nichts,
dir etwas vorzumachen. Und wenn dir das "theatralisch" vorkommt oder du es so zu vermitteln versuchts - es ist deine Wahrnehmung. Die ist wichtig.
Ein "Beispiel" daran zu nehmen, wie lange Andere in ähnlichen Situationen damit zu tun hatten / haben, kann nur als Beschwichtigung gesehen werden. Ein zeitliches Limit zu setzen, geht gar
nicht. Zu relativieren, dass es bei Anderen soooooooooooooo lang andauert, nutzt ggf....aber nicht zwingend. Die Zeit, die DU brauchst - das ist das entscheidende. Wenn du schneller "durch" bist - auch das kann sein...und wenn du (noch) länger brauchst, ist auch das okay. Das "Tempo" bestimmst du allein - sonst niemand.
"Selbstmitleid", Kummer, egal was....auch das ist "gegönnt" - das meine ich wirklich so. Sich selbst zu bejammern, zu bemitleiden - warum denn nicht. Diese Phasen gibt es ....und du wirst froh sein, diese Phasen erlebt zu haben, weil du erst dann weißt, wie gut es sich anfühlt, diese Phasen überstanden zu haben.
Die eigenen Anteile zu sehen, was zum JETZT geführt hat, sich dafür verantwortlich zu zeigen - das ist es. "Schuld" bei Anderen zu suchen - nein, macht keinen Sinn. Das reibt nur immer wieder auf.
Es sind Entscheidungen getroffen worden, die es zu akzeptieren gilt - ohne wenn und aber. Du hast welche getroffen, der Mann hat welche getroffen...auch wenn dessen Entscheide für dich nachteilig waren/sind. Zu kämpfen, dessen Entscheide zu revidieren - was sollte sich daraus ergeben? Es würde eh nicht mehr so, wie es vor dessen Entscheiden war. Entscheide mit großer Tragweite hinterlassen etwas....wo und bei wem auch immer.
Die Wunden bluten lassen - warum nicht. Warum soll das eingedämmt werden - das dämmt von selbst ein. Trauer, Wut, Ärger... das will und muss raus - egal worauf sich das alles bezieht.
FINGER weg !
21 Jahre macht doch nix und wisst ihr auch warum?