Brausestäbchen
Gast
Unser Sohn (15) hat seit 3 Jahren eine psychische Erkrankung und es hat sich immer weiter zugespitzt, er hat zugleich jede Hilfe verweigert. Als Ehepaar waren wir praktisch nicht mehr vorhanden, alles hat sich nur darum gedreht. Und auch schon vorher war ich nicht mehr glücklich in unserer Ehe.
Also in die Reha gefahren, dort am gleichen Tag noch tolle Leute kennen gelernt und eine unzertrennliche Gruppe gebildet. Ich hatte eine tolle Zeit und wurde gestärkt und stabilisiert.
In unserer Gruppe ein Mann in den ich mich dort schon verliebt habe und er sich in mich, er ist mehr als 10 Jahre älter als ich, Hobbymusiker… gleiche Erkrankung wie ich und er hat mich förmlich angebetet und wir hatten tolle Gespräche. Wir waren unzertrennlich dort, haben geflirtet aber körperlich ist außer Händchenhalten und Ärmchen streicheln nichts gelaufen da beide verheiratet. Romantik pur, wie die Teenager… LOL
Ich wollte dann schon nicht nach Hause in den emotionalen Stress zurück, ging dann mit dem guten Vorsatz ihm höchstens mal neutral zu schreiben und an den Umständen zu Hause vieles zu ändern.
Die Umsetzung hat in beiden Fällen nicht funktioniert. Die Situation zu Hause ist weiter eskaliert bis ich schließlich meinem Mann gesagt habe dass ich so nicht mehr leben möchte und über Trennung nachdenke.
Mein Kurschatten und ich haben uns sehr vermisst , von morgens bis abends geschrieben und fingen schnell wieder an zu flirten und mehr.
Ich war total verliebt, voller Adrenalin und Schmetterlingen, das hat mir auch geholfen die Situation zu Hause besser auszuhalten und zu kämpfen für den Sohn. Ihm geht’s inzwischen endlich besser, er bekommt Medikamente und macht wieder eine Therapie aber es war ein langer Weg und hat viel Kraft gekostet.
Unsere Ehe war seit September mal on und mal off bis ich mich schließen im Dezember getrennt habe. Mein Mann hat mich kurz vor Weihnachten aus dem Haus geworfen und seitdem bin ich bei einer Freundin, habe aber schon eine Wohnung für ab Januar gefunden.
Mein Kurschatten und ich haben uns schließlich Anfang Dezember für 2 Tage in der Mitte getroffen ( wir wohnen 300 km auseinander) und eine wunderschöne Zeit miteinander verbracht, es war sehr intensiv zwischen uns, auch sexuell.
Er sprach dann davon er wolle alles hinwerfen und zu mir kommen, wir würden uns gemeinsam etwas aufbauen.
Seine Frau schläft seit Jahren nicht mit ihm und er sagte sie könne keine Nähe zulassen.
Ich sprach davon erst mal so weiter zu machen bis bei mir alles geregelter ist und dann zu reden, treffen wollten wir uns Anfang Februar wieder.
Alles lief zwischen uns so weiter nur mit noch mehr Gefühlen im Spiel.
Plötzlich über Weihnachten fing er an sich wenig zu melden und war distanziert.
Als ich eine Erklärung verlangte schrieb er, er könne seine Gefühle nicht mehr verbergen, seine Frau habe etwas gemerkt. Er fühle sich gefangen aber könne nicht gehen ( finanzielle Probleme, Selbstständig, Familie der Frau etc).
Nach einigem Hin und Her und vielen Tränen meinerseits hat er jetzt gestern morgen mit mir Schluss gemacht und ist nun nicht mehr erreichbar, anscheinend Handynummer gewechselt.
Obwohl ich weiß wie albern das ist bricht mir regelrecht das Herz. Ich hatte in meinem ganzen Leben ( ich bin 46) noch nie solchen heftigen Liebeskummer. Es tut schon körperlich weh, als hätte er mir das Herz heraus gerissen. Ich kann nicht mehr schlafen, essen oder klar denken geschweige denn mich um die Trennung von meinem Ehemann und die neue Wohnung kümmern. Ich liege im Bett und weine und weine.
Mir kommt es vor als sei er für mich bestimmt gewesen und als könne ich mich ganz sicher nie wieder verlieben.