Seelenmensch
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die letzten Tage hier mitgelesen hoffte ich doch ich müsste mich nicht in euer Schicksal einreihen doch leider entspricht es der Wahrheit.
Zur Geschichte:
Bei uns ging es alles sehr schnell zu Anfang und wir hatten eine wirklich starke Bindung durch und durch. Die letzten vier Jahre waren geprägt von vielen lustigen Erlebnissen und Unternehmungen. Wir haben uns blind verstanden, uns vertraut. Nur wurde es auf ihrer Arbeit immer stressiger und sie wurde zunehmend erschöpfter. Ich als ihr Mann tat was ich für das richtige hielt, nahm ihr den Haushalt ab, unterstützte wo ich konnte. Ich stand hinter ihr und trat ihr auch mal in den Hintern zu Hause zu bleiben wenn es ihr nicht gut ging. Dann hatte sie letztes Jahr die Idee vielleicht mal eine Reha zu machen. Ich meinte wenn es ihr helfen würde warum nicht.
Im März waren wir noch im Urlaub und alles war wie immer. Harmonie pur. Selbst ihre Familie sagte heute zu mir sie hat sich nie über mich oder die Ehe beschwert. Sie war sogar dankbar für alles und für mich.
Unter Tränen verabschiedeten wir uns. Die ersten Tage war auch alles völlig normal aber schon nach gerade einmal einer Woche schrieb sie mir, sie wäre jetzt angekommen und würde sich mehr auf sich konzentrieren und sich weniger melden. Ok dachte ich und gab ihr den Freiraum.
Über Ostern hab ich sie dann besucht und sie war da schon völlig distanziert, entschuldigte sich auch dafür aber könne gerade keine Nähe zu lassen. Da hat mein Bauchgefühl zum ersten Mal gemerkt da stimmt was nicht. Am nächsten Tag als ich fuhr verabschiedeten wir uns. Es gab einen kurzen flüchtigen Kuss, 15 min später eine schön das du da warst Nachricht.
5 Tage später war sie zu Hause. Reha Abbruch wegen Corona ihrerseits. Ich kam von der Arbeit nach Hause freute mich auf sie. Dann die Hiobsbotschaft sie hätte sich fremdverliebt und müsse jetzt sortieren was das für sie bedeutet. Selbst nach ihrer Genesung haben wir in getrennten Betten geschlafen. Sie wollte weiterhin meine Nähe nicht, meinte aber der Kontakt zu dem Kurschatten sei eingestellt. Sie würde sich aber Sorgen um die Zukunft mit mir machen und hätte 140 Möglichkeiten für das Leben nach der Reha. Eine davon wäre die Trennung von mir. Ich war baff, sollte das ganze aber nicht ernst nehmen meinte sie.
Dann ging die Reha weiter. Mir ist aufgefallen, dass sie in der Zeit viel mit ihrem neuen Besten Freund geschrieben hat. Er war auch aus der Reha und auch wegen Corona nach Hause geschickt worden. Ich war naiv.
Heute nach vier Wochen Reha wollte ich mit ihr telefonieren und wissen wie es ihr geht. Sie war völlig distanziert, kein ich Liebe dich die Tage davor, völlig zurück gezogen. Am Telefon erzählte sie mir dann das sie sich von ihrem bisherigen Leben emotional distanziert hat und die Gefühle zu dem Kurschatten welcher auch wieder vor Ort war noch mehr geworden wären. Sie hat die Trennung nicht ausgesprochen, meinte aber die alte Person von ihr gäbe es nicht mehr. Das wäre jetzt die neue Person und ihr neues Leben.
Welches Leben denn? Das in der Reha? Die hat heute einen Brief geschickt man müsse mit ihr reden zwecks Weiterbeschäftigung. Ich habe ihr gesagt sie möge einen Teil ihrer Kleidung abholen und unser Haus bis auf weiteres verlassen. Sie war baff und sprachlos zugleich. Meinte dann vielleicht müsse man das erst mal sacken lassen.
Sie wüsste garnicht wie ihr geschieht, wäre überfordert vom Leben. Vor einer Woche noch hatte sie einen Mietvertrag unterschrieben. Ein Glück steht nur sie drin.
Unser Haus gehört mir. Sie verdient recht wenig und arbeitet nur Teilzeit.
und das soll jetzt also ihr neues Leben sein? 4 Jahre Beziehung weggeworfen für einen Mann aus der Reha mit welchem sie noch nicht mal ansatzweise Alltag erlebt hat? Ich versteh die Welt nicht mehr, bin fassungslos und fühle mich wie ein Stück Müll was man weggeworfen hat