Vinzenz
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In eurem Forum fand ich erstklassige Feedbacks, Themen und Erfahrungen.
Ich bin momentan sehr verzweifelt und würde gern eure ehrliche Meinung bzw Ratschlag hören.
Ich (32Jahre männlich, sensibel, wieder zuhause wohnend) bin seit 5Jahren in Behandlung wegen Depression und Persönlichkeitsstörung und Bindungsphobie
Ich war dabei 3mal stationär. Während meines zweiten Aufenthaltes inlernte Bad Bramstedt lernte ich (nennen wir sie Katja) kennen.
Katja, 25, Borderlinerin, Psychologiestudentin, zuhause wohnend in Hamburg, also 300km von mir entfernt.
Wir waren sofort (borderlinetypisch) sehr nah bei uns. Ich habe anfangs mehr gemauert, wegen meiner Bindungsangst. So ging es über die Jahre. On-Off. Aber nie in einer Beziehung. Vor einem Jahr las ich das Buch von Glover (nie mehr Mr Nice Guy).
An alle Männer- dies ist meine beste Buchempfehlung, die ich euch geben kann.
Daraufhin habe ich Katja vor die Wahl gestellt.
Ihr schneller Kontakt zu anderen Männern solle aufhören und sie sich zu mir bekennen - oder ich würde gehen. Sie bekannte sich zu mir, während sie kurz darauf in eine neue Beziehung mit einem anderen Mann ging. Das Buch hatte mich stark gemacht und ich brach den Kontakt schweren Herzens mit voller Überzeugung ab und lernte kurz darauf eine neue Frau kennen.
Ein halbes Jahr später traf ich sie auf einem Festival (gemeinsamer, aufgebauter Freundeskreis, so kam es zum treffen, also ungeplant).
Es kam der Knall. Betrunken, Sex, kurz darauf lies sie sich von einem anderen zwischen den Beinen spielen.
Ich war verletzt, sagte ich kann das so nicht, komm zu mir oder geh. Sie kam zu mir. Wir trauten uns das erste Mal in eine Beziehung. Ich war stark, inzwischen mein 1er Diplom in der Tasche, in Vollzeit gearbeitet, nebenbei selbstständig.
Ich habe all meine Energie in sie gesteckt, wir flogen nach Thailand. Alles war prima. Kurz danach, im November letzten Jahres ging sie plötzlich fremd, als sie betrunken war.
Ich trennte mich, sie kämpfte mit allen Mitteln aber nur kurz. Ich war rasend vor Wut. Ich hatte es selbst herausgefunden und konnte die Geschehnisse nicht verarbeiten, weil sie zwar Schuld eingestand aber nicht über Hintergründe, Unzufriedenheit ihrerseits etc mit sich reden ließ. Ich wusste somit nicht in welche Schublade ich das Geschehene stecken sollte.
Nun, im März 2018, machte ich einen neuen Versuch und vergab ihr, weil ich für Borderline auch Verständnis entwickelt habe. Ich habe mich für meine Wut entschuldigt und bot ihr an, Paartherapie zu machen, wie sie es sich gewünscht hatte.
Nun stelle ich fest, dass sie ihren Fitnesstrainer (sie macht seit Januar 2mal täglich Sport) jedes WE besucht und dieser sie sogar schon seinen Eltern vorgestellt hat.
Das wirft mich gerade heftig aus der Bahn. Sie sagt nun ich solle mich lösen. Ich habe seit einer Woche Panikattacken, weine viel auf Arbeit und fühle mich so hilflos, kann nicht schlafen und essen.
Sie antwortet mir zwar verzögert auf Nachrichten ist dabei aber kühl und kurz angebunden. Gefühlt habe ich nicht die Kraft, mich nochmal von ihr zu lösen. Und nun stehe ich da. Ich versuche um sie zu kämpfen. Nun sagte ich, ich habe keine Hoffnung mehr und möchte mich von ihr lösen. Ihre Reaktion ist ähnlich kühl. Allerdings schrieb sie mir, sie würde mich nie vergessen können. Hmm.
Liebe Mitleidenden oder erfahrenen oder Mitleser, was soll ich bloß tun:(
Liebe Grüße
