PizzaPeperoni
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Zitat von Aline_8:Woran merk ich denn, ob der Mann in seiner Polarität ist und wann nicht?
Wenn er selbstsicher ist, authentisch, zielstrebig, verantwortungsbewusst, sein Leben auf die Reihe kriegt aus eigener Kraft, nicht stagniert und sich im Leben weiterentwickelt, die Initiative ergreifen kann, selbstständig ist, eine Schulter bieten kann, beschützen kann usw usf, dann befindet er sich in seiner „männlichen Energie“.
Zitat von Aline_8:Ich würde sagen, wenn er eine gewisse Unsicherheit ausstrahlt. Ich mein damit nicht schüchtern sein beim ersten Date, sondern so generell. Auch nach dem Mund reden. Man führt ein Gespräch und jeder hat so seine Meinung und irgendwann hat er am Ende dann auch meine Meinung angenommen. Entweder wegen fehlender Argumente, oder weil er glaubt, dass es bei mir einen besseren Eindruck macht.
Ja, das ist keine männliche Energie, einer Frau nach dem Mund zu plappern, um zu gefallen. Das ist ja auch nicht sonderlich anziehend, sich selbst zu verleugnen, nur um jemandem zu gefallen. Klappt vielleicht bei manchen, die auf was schnelles aus sind, aber auf Dauer kann die Fassade eh nicht aufrecht erhalten werden. Das merkt ihr Frauen ja fix, ob jemand wirklich eurer Meinung ist, oder ob er euch einfach nur rumkriegen will, indem er sich euch anpasst. Bisschen öde dann auch, wenn man(n) immer ja und Amen zu allem sagt, was er vielleicht anders sieht.
Zitat von Aline_8:Warum ziehe ich solche Männer an? Was ist das denn für eine Dynamik?
Du ziehst eher die weicheren Männer an, die dich dann vielleicht als Fels in der Brandung wahrnehmen, worauf sie sich verlassen können und Halt finden, weil du eben mehr in der männlichen Energie bist.
Was ja erstmal an sich nicht schlimm wäre, dadurch aber schnell ein Ungleichgewicht entstehen kann, dadurch das Frau sich wahrscheinlich auch insgeheim eine Schulter wünscht, auch wenn sie „stark“ wirkt und das ist dann eher schwierig mit einem Mann der wiederum zu sehr in der weiblichen Energie steckt.
Zitat von Aline_8:Bin ich automatisch nicht in meiner weiblichen Polarität, weil ich - bedingt durch mein Bindungsverhalten - distanzierter bin?
Kann es sein, dass du früh Verantwortung übernehmen musstest? Schon früh „stark“ sein musstest?
Kann es sein, dass du jetzt schon länger Single bist und auch dadurch längere Zeit halt selbst für dich da warst?
Logisches Resultat wäre daraus wahrscheinlich, dass das „Empfangen“ dadurch schwerer fällt. Ist ja irgendwie dann auch kein Wunder, wenn man oft und über längere Zeit sich selbst „versorgt“ und im Endeffekt weiß, dass man nur sich selbst braucht und seine eigene starke Schulter ist und war.
Keine Ahnung, ob ich das jetzt mies ausgedrückt habe, oder ob das was ich sagen will, verständlich rüberkommt.
Im Prinzip geht’s ja auch einfach um Augenhöhe. Welche selbstbewusste und selbstsichere Frau fühlt sich schon zu einem Mann hingezogen, der keine eigene Meinung hat und sich für sie verbiegt? Oder der keine Ziele und kein eigenes Leben hat und sich sofort an eine Frau klammert, resultierend aus einer Bedürftigkeit heraus, die sowieso unattraktiv wirkt? Oder einer der Null selbstständig ist und seine Partnerin auf die Art braucht, wie seine Mama damals? Sowas nervt und da geht man automatisch auf Rückzug, wenn man jemanden an seine Seite braucht, der ne eigene Persönlichkeit hat.
Letztens eine interessante Doku gesehen, die hier jetzt nur als kleines Beispiel dient und auch nur indirekt zum Thema passt. Bei Männern werden zb Bindungshormone ausgeschüttet, wenn sie etwas für ihre Partnerin oder potentielle Partnerin tun können, weil sie sich dadurch in ihrer „männlichen Rolle“ „bestätigt“ fühlen und auf gewisse Weise die Führung übernehmen dürfen. Also zb, wenn sie etwas für ihre Partnerin entscheiden sollen und seien es nur Kleinigkeiten, wie zb wo man zusammen essen oder was trinken geht. Eigentlich auch irgendwie logisch, da Männer biologisch ja auch eher die Geber sind, statt die Empfänger, wie die Damen. Bei Frauen ist das anders. Da werden die Bindungshormone eher bei anderen Dingen ausgeschüttet und eher weniger, wenn sie eine Aufgabe von ihrem Partner bekommen.
Ich glaube heutzutage werden Begrifflichkeiten wie „Männlichkeit“ und „männliche Energie“ auch schnell verteufelt und mit toxischen Verhaltensmustern in Verbindung gebracht. Aber im Prinzip ist das ja nicht so. Männlichkeit bedeutet ja nicht, sonst wie dominant die Frau kontrollieren zu müssen, oder sich wie der größte Macho zu verhalten.
Für mich definiert sich Männlichkeit eben darin, für sich selbst einzustehen, sich und seine Persönlichkeit nicht unterbuttern zu lassen, zu seinen Gefühlen stehen zu können, authentisch zu sein, selbstbewusst, Ziele zu haben und etwas dafür zu tun, leidenschaftlich, treu und loyal sein zu können und der Frau an der Seite, eine Schulter zum anlehnen bieten zu können und ja, meiner Meinung nach ist sogar Empathie männlich. Der Besitz an einem gesunden Maß von emotionaler Intelligenz, um auch auf eine Frau eingehen und ihr Sicherheit geben zu können. Meiner persönlichen Meinung nach, würde ich es auch als männlich bezeichnen, es nicht nötig zu haben ne rote Pille zu schlucken, denn ein Mann der bei sich selbst angekommen ist, fühlt sich weder von einer Frau unterdrückt, noch muss er sie unterdrücken. Simpel.
Einfach authentisch sein. Und ich glaube so ein Mann, wäre auch ein guter Partner für dich. Einer der authentisch ist und dir die Selbstsicherheit und Selbstständigkeit bieten kann, die für dich eben selbstverständlich ist, aufgrund deiner Prägungen.
Irren kann ich mich natürlich trotzdem mit allem und man darf mir gern die Stirn bieten, wenn mein Roman hier völlig daneben ging
