@ysabell
Also ich möchte zuerst etwas zu dem sagen, was Du da erlebt hast - ich hoffe, zu Deiner Beruhigung!
Es gibt diverse sogenannte somnambule Zustände, bei denen man sozusagen im Schlaf wach ist, nicht nur vielleicht, wie beim klassischen Schlafwandeln, herumgeht, sondern auch verschiedene Tätigkeiten macht, ohne daß man sich hinterher, nach dem Aufwachen, daran erinnern kann.
Mit Verrücktheit, Wahnsinn usw. hat das gar nichts zu tun. Sondern vielmehr mit dem ungewöhnlichen Zustand, daß man zugleich schläft und wach ist, ganz vereinfacht ausgedrückt.
Es erinnert mehr an Hypnose oder Klarträume, bei denen es auch zu einer solchen Aufspaltung zwischen Schlaf und Wachbewußtsein kommt. Manche haben dann etwa auch das Gefühl, mit ihrem Bewußtsein, ganz unabhängig vom Körper, "reisen" zu können.
Meist kommen solche Zustände vor, wenn man ganz ermüdet und erschöpft ist oder auch überdreht und dann in diesen tranceartigen Zustand fällt.
Es wirkt zwar etwas dramatisch, klar - ist es aber durchaus nicht (außer, es würde jemand die Stiegen hinabfallen, den Herd aufdrehen usw.). Wobei es aber in dem Fall auch darauf ankommt, was Du jenem Freund gesagt hast - womöglicht hüpft der nun schon vor lauter Vorfreude um die Häuser

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Jedenfalls: lasse es Dir wegen dieses Vorfalls nicht schlecht gehen! Dazu besteht wirklich kein Grund. Natürlich - es ist außergewöhnlich, aber Anlaß zur Sorge besteht ganz sicher nicht! Da kannst Du wirklich beruhigt sein!
Vielleicht hattest Du den starken Impuls, ihn anzurufen, als Du eingeschlafen oder in diesen Halbschlaf gefallen bist - und das hat sich dann sozusagen von selber umgesetzt.
@sonne-5273
Nein, ich angle eben NICHT!

Alles andere stimmt zwar, aber zu angeln fiele mir gar nicht ein. Ich glaube, Du unterschätzt meine umfassende Tierliebe etwas, sonst könntest Du auf eine in Zusammenhang mit mir so ganz abwegige Idee gar nicht kommen!

Es könnte höchstens sein, daß ein Angler, werde ich seiner ansichtig, plötzlich ins Wasser stürzt
Das habe ich leider nicht ganz verstanden: Du hast mich zitiert, dann aber Tempi angesprochen. Also weiß ich nun nicht, ob mein unter den Scheffel gestelltest Licht für Dich schwer zu ertragen ist oder Tempis.
Da Du aber in jemandem einen Schatz glänzen siehst, gehe ich davon aus, daß Tempi gemeint ist. Ich hoffe, ich liege damit nicht falsch, sonst regst Du Dich womöglich gleich wieder auf und ziehst mir gedanklich eine über die Rübe

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@Tempi
Jaja, Du rennst mich noch um, sogar vor Ysa!
Dann nimm mal einen weiten Anlauf, sonst fiept da nichts!
Schönen Buch-Urlaub übrigens!
@Ema
Es ist mein Ernst: Es kommt nicht so selten vor, daß ich überschätzt werde - deshalb beuge ich dem mit Bescheidenheit vor. Außerdem mißfällt es mir wirklich, irgendwodurch glänzen zu wollen. Diese Brustklopferei ist mir zu affenhaft. Ich sehe auch keinen Grund, welche Anlagen man haben könnte, die es einen realistischerweise erlauben, sich über andere zu stellen oder sich hervorzutun. Mir mißfällt so etwas. Der eine schreibt vielleicht besser, der andere kocht besser, der eine ist intellektueller, der andere intuitiver usw. Wollte man es umgekehrt formulieren, könnte man auch sagen: der eine wuchert da mehr aus, der andere dort

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Zudem - bist nicht Du selber auch, obwohl nicht natürlicherweise im Froschpyjama steckend, von einer bescheidenen, zurückhaltenden, verfeinerten Wesensart?
Wenn ich das richtig verstanden habe, dachtest auch Du, es könnte Dich nichts mehr umhauen, doch dann hat es Dich doch wieder umgehauen in jüngerer Vergangenheit.
Ja, ausschließen kann man natürlich gar nichts. Aber ich glaube doch, inzwischen sehr standfest zu sein. Oder vielleicht liege ich auch nur und kann daher gar nicht mehr umfallen

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Ja, da hast Du schon recht: auch für einen nicht gar so intellektuellen Menschen wird etwas mehr hinzukommen müssen zum Gewackel und Gezwinker. Aber man unterschätze die Wirkung nicht, die allein schon Gewackel und Gezwinker haben können! Ansonsten gäbe es das auch gar nicht, bliebe es wirkungslos. Und ist es nicht so, daß, spricht jemand darauf an, sich dieser, berauscht wie er ist, vieles einfach selber hinzudichtet, um zu seinem Gesamtpaket zu kommen? Und sich dann auch noch wundert oder er gar wütend wird, wenn ihm dann 90% des erdichteten Gesamtpakets um die Ohren fliegen.
Du gibst dafür mit Deiner Anekdote ja ein treffliches Beispiel! Wobei Du hier ja aus der sicheren Fernsehdistanz entflammt bist, so daß gleich alles erloschen ist, als Du diesen vermeintlichen Traummann dann auch reden gehört hast. Live mag es bei solchen Dingen etwas anders zugehen, ohne Dir das nun persönlich unterstellen zu wollen.
Das kann natürlich auch sein, daß ich selber zu seltsam bin, nicht zu anspruchsvoll.
Ein Indiz dafür könnte ja sein, daß mich gerade alles Seltsame anzieht, während mich das Gewöhnliche, selbst wenn es wackelt und zwinkert, nur einschläfert.
Jedenfalls, ganz im Ernst: Ich muß ergriffen werden (wodurch, das kann aber auch ich nicht definieren, in gar keiner Weise), wie von einem Kunstwerk, könnte man fast sagen, wobei es bei einem Menschen allerdings eben gerade nicht um Künstlichkeit geht, sondern um Natürlichkeit, um diese vor allem inneren Tag-, Nacht-, Morgen-, Abend-, Sonnen-, Sturmzustände.
Ja, mich verlocken natürlich auch nur einzelne Menschen (in dem Fall also Frauen), nicht ganz Kulturen ero..
Aber was ich meinte, war, daß es bei uns keinerlei Kultur der ero., der Lust gibt. Es ist etwa ganz unvorstellbar, daß etwas wie das Kama. bei uns geschrieben worden wäre oder daß ero. ein Unterrichtsgegenstand wäre. Diese ganze Por.isierung kann darüber nicht hinwegtäuschen.
Viele halten mittlerweile S. ja für etwas Natürliches (man höre und staune!), zumindest für etwas Unvermeidliches. Aber ero. und Lust lösen ja nach wie vor Scham bis Entsetzen aus (das meinte ich auch damit, als ich schrieb, es würde erst einmal einiger Jahrhunderte der Entschämung bedürfen).
Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich bin absolut kein Lustmolch und war das auch nie. Aber ich finde, Lust und ero. gehören durchaus zu den Künsten, und nicht einmal zu den unwichtigsten, und was hierzulande im Normalfall unter ero. verstanden und auch gelebt wird, übertrifft ja sogar noch alle düsteren Prognosen, die man darüber machen könnte. Nicht umsonst versandet der S. bei den meisten ja nach einiger Zeit ganz gewaltig und wird nur noch zu einer geschlechtsorganstrapazierenden Pflichtübung mit Selbstbefriedungscharakter.
Also ob lackschwarz und glänzend oder matt und pudrig, spielt für mich keine so große Rolle - Hauptsache schwarz und durchichtig!
