@verliebtverliebt
Liebeskummer ist wie die Pest, er macht uns alle gleich.
Auch die, die unverwundbar scheinen, da hab ich schon einige in die Knie gehen sehen. Aktuell gerade mein Schorsch-Kollege, knackige 23, Irgendwas-Meister im Kickboxen, gebaut wie ein junger Gott und gechillt bis ins Mark. Der arme Junge.
Und diese wechselnden Stadien, das wird irgendwann immer mehr in eine Richtung kippen. In die, die Schmerz vermeidet.
Ich versteh sowieso nicht, wieso die Menschheit diesen Zustand nicht schon längst überwunden hat? Oder warum man uns das überhaupt eingebaut hat?
Ich verstehe absolut den Sinn der Paarbindung-Fortpflanzung und Unsterblichkeit, gewürzt mit Liebesgefühlen. Aber warum ist das Loslassen so grausam? Zurückgewiesen und Verlassenwerden scheinen uns aber so aus der Bahn zu werfen, daß mancher komplett austickt und Leben auslischt. Wir hatten hier einen Salzburger, glaub ich, der im Wahn in eine Fußgängerzone gefahren ist, lange bevor das religiös populär wurde.
Also, solange du noch nicht Amok läufst, und dir sogar um die *beep* (im Garten) Sorgen machst, mach ich mir bei dir keine Sorgen. Alles im Bereich der Norm
@Tempi
Weißt, das ist das Gute am Widerstand ist, daß man absolut weiß, warum man es tut. Ich zumindest wusste es immer, und selbst wenn ich vermieden habe, auf Teufel komm raus, es hat mich immer irgendwie eingeholt.
Ich hab das immer als persönlichen Charakterfehler gesehen, eben wie dein Zitat, nicht genug anpassungsfähig. Meine Schuld, keine Selbstbeherrschung, wie alle anderen, nein, ganz große Klappe, nicht souverän.
Aber schön langsam sehe ich, daß es sowas wie mich auch geben muß. Man darf nur nicht so hitzig vorgehen, sondern strategisch

Man muß kalt sein dabei.
Und ich weiß, entweder ich gehe fulminant damit unter oder ich verändere etwas. Wenn ich etwas verändere, habe ich eine Chance, den Weihnachts-Horror zu überleben. Wenn nicht, scheitere ich dann dort fulminant
Und ich weiß absolut, daß ALLE etwas davon hätten, und letztendlich der Narzi-Boss am meisten. Er weiß es nur noch nicht.
Und was habe ich zu verlieren?
Jetzt oder später muß ich mir sowieso etwas anderes überlegen, denn es ist so, wie @ysabell sagt, man lässt jeden Tag ein Stück Seele in so einem Job, und soviel habe ich anscheinend nicht mehr davon.
Ich merke, wie ich mich daran gewöhne, mich sogar für Schlimmeres wappne, aber ich habe einen Geschmack davon bekommen, wie und wer ich bin, wenn ich glücklich bin. Und da will meine Seele wieder hin.
Wenn ich in Dokumentationen Jobs sehe wie, Robbenbestände zählen, Dünen schützen, oder, ideal für mich: Leuchtturmwärter.
Ich hab sogar mal jemanden kennen gelernt, der tatsächlich den absoluten Traumjob hatte, der passte auf, daß die Touristen auf den Seychellen keinen Mist machen, keine Korallen abbrechen oder sonst die empfindliche Natur schädigen.
Ich krieg ja orgiastische Zustände, wenn ich Ausgrabungen sehe, stundenlang mit einem Pinselchen ein Knöchelchen freilegen, sabber
Apropos, ich krieg heut wieder eine Mahaasaahageee
Und, by the way, alle Umarmungen zurück

und gleich wieder von vorn, denkt an euren Blutdruck
Und tempi, du mußt mir nochmal deine Adresse schicken, ich find den Zettel nicht mehr. Auf deinen 1000 Karten ist sie natürlich nicht drauf
So, und weil ich heut anscheinend nicht schlafen kann, geh ich putzen

mit dankbarer Unterstützung von den arcitc monkeys. Bis später!