@Ema
Also an den Antikhölzern wäre es sicher nicht gescheitert. Um ehrlich zu sein, weiß ich selber nicht, was das sein sollte - aber es hört sich gut an, finde ich

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Vorgestellt habe ich es mir als gemeinsame Zertrümmerung eines bereits windschiefen, holzwurmgeplagten, von etlichen Kratzspuren verunzierten Antik-Schlafzimmerschranks mit anschließender Herstellung einer Schlafkiste (bekanntlich meine Vorliebe), faltbar natürlich, damit man damit auch etwas weiter herumkommt als nur die häuslichen Stiegen hinauf

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Und 28,29 wäre mich auch etwas zu jung.
Ich wollte damit auch nur einmal die Wirkung restriktiver Vorselektion demonstrieren, die ja, nehme ich, vieles schon von vornherein vereitelt.
Aus eigener Erfahrung weiß ich das gar nicht, weil es mir hier so ergeht wie Dir: Ich wußte auch nie, was ich suche. Bzw. habe auch nie gesucht. Ich bin immer gefunden worden und konnte mich dann ab einem gewissen Punkt nicht mehr erwehren. Man sollte diese überschwappenden Gefühle ja nicht unterschätzen, selbst wenn man meint, eigentlich ein Fels in der Brandung zu sein - und plötzlich ist man selber Brandung.
Und erst eine Suchanzeige zu formulieren - das wäre auch mir unmöglich! Ich wüßte weder, wie ich mich selber beschreiben sollte, noch, wie gesagt, was ich suche. Das Einzige, das ich wirklich gar nicht aushalte, ist Dummheit, vor allem, wenn sie auch noch predigt. Aber selbst, wenn ich diese Anmerkung in einer theoretischen Suchanzeige anbringen würde, wäre es nutzlos, weil eine Dummheit, die sich selber erkennt, ja keine Dummheit mehr wäre.
@prisma
Wie es scheint, hast Du einige ganz wesentliche Umstände Deines von Dir so eingeschätzten Narzissmus ja bereits erkannt. Dieses Schamgefühl bzw. die Versagensangst, die Dich zur Perfektionistin herangezüchtet haben, die selber nicht weiß, wofür sie liebenswert sein soll, und sich die Trauben des Perfekten (und damit der Liebenswertigkeit) vermutlich selber immer höher hängt.
Das ist dann so ähnlich, wie wenn man einem Hund die Wurst an einem Stab vor die Nase hängt.
Hast Du Dich schon einmal gefragt, weshalb Du auch heute noch solchen Menschen begegnest, die dem perfekt gerecht werden, was Dir in Deinen Frühzeiten eingetrichtert worden ist? Ich glaube, hier liegt der entscheidende Schlüssel für das Gefängnis, in dem Du steckst. Selbst, wenn Du jemand finden und auch in Dein Leben lassen würdest, der Dich liebt, ohne irgendwelche Ansprüche zu stellen, würdest Du mit Gewißheit immer wieder etwas finden, das Du als "Untauglichkeit" gegenüber Deines Partners erlebst. Eine Kleinigkeit könnte schon reichen, um dieses Pulverfaß zur Explosion zu bringen, ein kurzes Gefühl, nicht "zu genügen". Selbst wenn Du hinterher oder daneben noch so mit Komplimenten gefüttert werden würdest, wird dieses Gefühl der Verletzung, des Ungenügens nicht mehr schwinden und die Liebe nicht nur in Frage gestellt werden, sondern Dir als Lug und Trug vorkommen.
Die einzige Möglichkeit, zu einem stabilen und vor allem echten Selbstwertgefühl zu kommen, ist, diesen Wert niemals von anderen, von der Umwelt abhängig zu machen. Ganz gleich, ob es dabei um positive oder negative Resonanzen geht. Du bist, wer Du bist, wie Du bist - und anderes kannst Du auch nicht sein. Wenn jemand einen Hund haben will, soll er sich einen Hund anschaffen. Wenn jemand einen Diamanten haben will, dann einen solchen. Es ist nicht Deine Aufgabe, dieses oder jenes zu werden, um fremden Ansprüchen und Vorstellungen gerecht zu werden. Deine Aufgabe ist es, Du selber zu sein (oder auch erst zu werden, nachdem Du Dich von diesen eingetrichterten Vorstellungen gelöst hast; niemand braucht irgendein marterndes und allem hinderlliches "Über-Ich"). Und wenn Du das schaffst, dann wirst Du auch auf die richtigen Menschen treffen, die Deinem eigentlichen Wesen entsprechen, ohne daß Du Dich dafür verbiegen oder irgendwelche phantastischen Geschichten erzählen mußt.
Ich glaube, den Anfang hast Du ja bereits gemacht.
@Tempi
Vergiß uns Zurückgeblieben nicht!
Bist Du wieder mit Gefaltetem auf der Reise?
Schönen Sonntag, allerseits!