Liebe @prisma
Zitat:@sonne-5273: Ich kann dir nur raten, in Zukunft fern von solchen Menschen wie mir zu bleiben. Hier im Forum kann man sich durch eine gewisse Distanz/Anonymität schützen, aber im persönlichen Kontakt unbedingt distanzieren. Wir sind nicht gut
Apropos träumen. ich habe heute von DIR geträumt. Dieser letzte Post von Dir ist mir immer wieder - fast wörtlich - durch den Kopf gegangen. Besonders der Satz: Du musst Dich vor Menschen wie mir schützen, ging mir sogar noch beim Aufwachen immer wieder durch den Kopf. Halt Dich von mir fern!
Ich kann mein Dankeschön an Dich nur noch mal ausdrücklich wiederholen.
Es sind genau die Worte, die ich derzeit brauche. Dich schickt gerade echt der Himmel.

(Diese beiden Symbole hat mir P auch in fast jeder Nachricht geschickt.)
Zitat:Ich kenne deine Mutter nicht, daher kann ich dir nur von mir berichten und dir bestätigen, dass auch ich sehr warmherzig, einfühlsam, fürsorglich etc. wirke, es aber nicht wirklich bin und mich andere Menschen auch nicht interessieren. Ich höre oftmals nicht mal richtig zu, wenn man mir etwas sagt, aber ich kann das gut dadurch kompensieren, dass ich eine gute Schauspielerin bin. Wenn mich Menschen nicht interessieren, wieso tue ich das dann? Tja, weil ich meinen Nutzen daraus ziehe. Ich erfahre zum Beispiel etwas über ihre Schwachstellen, damit ich sie zu der passenden Gelegenheit erniedrigen kann oder niedrig halten kann und gleichzeitig mache ich auf andere einen großartigen Eindruck.
Ich erlebe ja meine Mutter auch so, aber es wird mir überall gesagt. das kann ich mir nicht vorstellen. ach. Du übertreibst, Du bist doch etwas ungerecht. Sie macht doch dies und jenes und welches. Aber ich fühle mich in ihrer Gegenwart regelmäßig genau-so. Danke prisma.
Zitat:Hattest du bei P. das Gefühl, dass du ihm was schuldig bist, dass du es nun richtig machen willst? Was ich damit sagen möchte: Vielleicht bist du eine Beziehung mit ihm eingegangen, weil du bei deiner Mutter ständig das Gefühl hattest, etwas falsch zu machen? Könntest du auch eine Beziehung mit einem Menschen eingehen, der nicht die Eigenschaften deiner Mutter aufweist?
Ich hatte vor allem als junge Frau schon eine Reihe solcher Beziehungen. Dort ist das definitiv immer so gewesen. Später habe ich dann eine ungefähr 10jährige Beziehungspause gehabt, hatte gar kein Interesse mehr daran, habe nichts vermisst, sondern beschäftigte mich ausschließlich mit mir selbst, machte Therapie, baute mir meine Existenz auf, fand wirkliche Freunde etc. Ich hatte wirklich keinerlei Bedürfnis nach einem Mann, hatte das wohl auch eine Zeitlang irgendwie abgespalten.
Dann über Nacht kam quasi der Wunsch nach einem Partner zurück. das war vor 4,5 Jahren ca. Ich begann auch intensiv danach zu suchen und wusste gleichzeitig, ich bin auch schon in mir selbst zufrieden, ich wünsche mir einen Partner, nicht wie früher, weil ich ihn brauche - sondern dass er mein Leben einfach nur bereichert, dazukommt. ich auch unabhängig von einem Mann glücklich und zufrieden sein kann.
Und an dieser Stelle traf ich auf P. Prisma, ich schreibe das nur deshalb, weil ich nicht das Gefühl hatte, ich sei ihm etwas schuldig oder ich müsse etwas anders machen. dennoch konnte ich sein Verhalten einfach nicht be-greifen, ich fand es immer wieder un-fassbar. Ich verstand es einfach nicht. Besonders die Tatsache, dass ein Mensch einem gegenüber so eine brutale Gleichgültigkeit gegenüber zeigen kann. Und zwar einer, der eben noch sehr bemüht um Dich gewesen ist. Das war meine Lektion. Hierbei hilfst Du mir gerade sehr.
Ich weiß noch, er sass anfangs mal vor mir, schaute mich lange irgendwie irritiert - für mich unverständlich an. Ich sass nach dem Frühstück einfach nur total zufrieden in seiner Küche, genoss einfach alles nur, ruhte so in mir. Dann sagte er recht giftig. ich weiß nicht, Du hast irgendetwas, was ich nicht habe. Dann lief er ganz unruhig im Haus rum, und verbreitete eine Atmosphäre, dass ich lieber fahren wollte.
Zitat:Ich denke nicht vorher nach, ob ich mit meinen Taten oder Aussagen jemanden verletzen könnte, ich tue oder sage es in dem Moment einfach und ehrlich gesagt ist es mir auch egal, ob jemand dadurch verwirrt, verletzt oder verunsichert ist. Ich merke es spätestens am Gesichtsausdruck des anderen oder wenn er sich diesbezüglich äußert.
So kam mir das bei P auch immer vor. Meine Mutter sitzt in letzter ZEit, wo ich auch mal wirklich deutlich was gesagt habe, auch vor mir, wie jemand, der es einfach nicht versteht. mit großen weit aufgerissenen Augen, aber keinem Mitgefühl. Genau - danke auch hier für Deine Worte.
Zitat:Über schlimme Dinge/Gefühle kann ich auch nicht reden, weil ich dadurch schwach wirke und ich sie lediglich rationalisieren kann und ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich ernst genommen werde, wenn man mit mir darüber redet, weil ich das auch nicht kenne. Man vermittelt mir damit eher den gegenteiligen Eindruck, dass man mich nicht für voll nimmt. Ich bin ein Mensch, der alleine Dinge mit sich ausmachen muss, ich will nicht bemuttert werden etc. Gefühle sind lächerlich und gleichzeitig sehne ich mich danach, bin neidisch auf alle Menschen, die wahre Liebe empfinden und empfangen können.
Ich wollte damit überhaupt nicht be-muttern. Für mich ist es einfach die wichtigste Möglichkeit Nähe herzustellen.
Prisma, ich habe eine Frage an Dich. Ich hatte bei P. immer das Gefühl, dass Impule immer von IHM ausgehen mussten. Dann waren sie (die Gefühle) für einen Moment auch ok. nicht lächerlich. Z.B. wenn ER durch irgendetwas traurig, ärgerlich, irritiert war, etc.
Sprach ich es von mir aus an, hatte ich irgendeinen Wunsch, etwas zu tun oder regte ein Gespräch an, dann wimmelte er es ab und versuchte mich wieder zu verunsichern. Ist das bei Dir auch so?
Zitat:Mich überrascht die Tatsache, dass P. so lange in Therapie war, ich hätte längst alles hingeschmissen.
Ja. Das verstehe ich. In meinen Augen tat er es, weil diese besagte in der Vergangenheit idealisierte Ex-Freundin ihm bei der Trennung sagte, er habe eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Das empfand er als derart kränkend, dass er sich und ihr beweisen wollte, dass es nicht so ist. Seine Therapeutin hat dann wohl irgendwann gesagt, wir reden da jetzt nicht mehr drüber. Da er auch mir ständig diese Frage gestellt hat, ob ich glaube, dass er eine NPÖ hat, glaube ich, es ging um den Zweck, dass ihm die Therapeutin irgendwann bescheinigt, er habe diese Diagnose nicht und dann hat sich von irgendeiner Schuld reingewaschen.
Kann ich das mit den Schuldgefühlen noch einmal fragen? Das habe ich oft auch nicht richtig verstanden. Einerseits hat er quasi sehr oft vermittelt, er schere sich um mich und meine GEfühle einen feuchten Kehrricht. Andererseits meldet er sich regelmäßig und fragt, ob meine Verletzungen durch ihn nun genesen seien und will den Kontakt wieder aufnehmen. Ich habe gerade kein besseres Beispiel, aber er hatte stänig auch irgendwie mit Schuldgefühlen ein Thema am Laufen. Und bei meiner Mutter war es das Thema schlechthin. Ihr ganzes Leben lang.
Zitat:Man spaltet dieses Erlebnis ab. Ich kann dir von meiner Seite aus sagen, dass ich Erlebnisse mit meinem Ex usw komplett aus meinen Erinnerungen radiert habe.
Unfassbar. GEnauso habe ich es auch immer wieder erlebt. Ich kenne diesen MEchanismus aus der Theorie als sehr sehr frühkindlichen Abwehrmechanismus. Aber ihn zu erleben, ist nochmal eine andere Hausnummer. Schwer für mich zu fassen. Aber danke, dass Du das auch nochmal so beschreibst. Er konnte sich manchmal wirklich nicht erinnern. Auch nach wirklich nicht langer Zeit.
Zitat:Z.B. ein Mal lag ein Bekannter von ihm im Krankenhaus mit einem Herzinfarkt. Als er diesen am Telefon hatte, sagte er irgendetwas ziemlich Schroffes und wirkte im Nachgang auf mich auch eher schadenfreudig.
Ich habe auch Angst vor Krankenhäusern und kein Mitgefühl. Ich hätte am Telefon wahrscheinlich so getan als ob, aber wäre insgeheim schadenfreudig.
Das sind auch Dinge, wo ich jetzt mehrere Jahre gebraucht habe, um es zu be-greifen. Dass es wirklich so ist. Dadurch hat sich wirklich jetzt mein Bild von Menschen (was zuvor definitiv zu GUT war) dauerhaft verändert, ist zuvor in seinen Grundfesten erschüttert worden. Das war sehr wichtig.
Ich bin jetzt nicht pessimistisch oder so. Aber definitiv realistischer und habe mehr Chancen mich in Zukunft zu schützen. Indem ich diese Wahrheit in mein Menschenbild integriere. DAS ist ja die Voraussetzung dafür sich wirklich besser schützen zu können in Zukunft!
Danke prisma! Wie geht es Dir denn eigentlich bei diesem Austausch? Schaust Du gerade mitleidig auf mich herab? Hast Du auch etwas davon?
@ysabell
Zitat:Heute als ich diese Schmerzensschreie hörte, dachte ich kurz: wahnsinn, das hält ja kaum ein Erwachsener aus. Ohne Zuneigung der Anderen kaum. Und dann dachte ich an Narze, die als Kinder vielleicht ähnlich verzweifelt gewesen sein mögen und dabei komplett allein waren. Ist doch kein Wunder, wenn sie das Fühlen einstellen. . .
Ja, da hat Ysi ganz sicher Recht.

Genau diese Verbindung kenne ich und meine ich. Und ich verstehe, dass da kein Mensch freiwillig dran erinnert werden will.