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Mein Alltag durch Corona, nicht so ernst gemeint

C
Zitat von Plague:
Knackpunkt: Für die weitere Entwicklungsarbeit scheint es wieder einmal an Geld zu mangeln ...


Nein, die bleiben an dem Thema dran. Weiß aber nicht mehr, wo ich das gelesen hatte.
Im Ausland sind sie ja teils auch am Forschen. Was Europa angeht wohl nur Deutschland. Mit den paar Kröten.
Prof. Wirth ist nicht alleine. . Macht ja auch Sinn. Ist es immerhin einer der wenigen wirklich stichfesten Beobachtungen.

Bin u.a. in Anbetracht des Awareness Day Long Covid letztes Wochenende immer noch verwundert, dass es sämtlichen Regierungen immer noch egal ist, dass ein großer Teil ihrer Bevölkerung krank bleibt.

Es hieß sogar mal, dass Ukraine/Russlang Krieg deshalb schwierig wäre, weil bei vielen Soldaten durch die Vorbelastung durch Infekt/Impfung und dann der Überbelastung durch den Kriegseinsatz Post Covid ausgelöst wurde. Damit lässt sich nicht kämpfen.

#451


Arella
Zitat von Casey:
immer noch verwundert, dass es sämtlichen Regierungen immer noch egal ist, dass ein großer Teil ihrer Bevölkerung krank bleibt.


Mich wundert das nicht.

x 1 #452


A


Mein Alltag durch Corona, nicht so ernst gemeint

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Plague
Zitat von Casey:
Nein, die bleiben an dem Thema dran.

Ist halt eine Frage der Geschwindigkeit.
Prof. Wirth erwähnt im Nebensatz, dass die reine Routinearbeit des Entwicklungsprozesses bei optimaler Finanzierbarkeit eine Sache von 7 Jahre ist. Wenn das Geld nicht so üppig vorhanden ist, kann man sich ausrechnen, wann dieser Wirkstoff tatsächlich die Serienreife und die Zulassung erreicht hat.

Zitat von Casey:
in Anbetracht des Awareness Day Long Covid letztes Wochenende immer noch verwundert, dass es sämtlichen Regierungen immer noch egal ist, dass ein großer Teil ihrer Bevölkerung krank bleibt.

Weil man damit definitiv in der Verantwortung wäre. Das ist eine rechtliche und auch finanzielle Frage.
Und überhaupt: Gesundheit ist Luxus und keine Frage der Staatsraison. 😉

BTW: Wer hat alles noch nicht die Online-Petition gegen die Kürzung sämtlicher Honorare für psychotherapeutische Leistungen ab dem 01.04.2026 unterzeichnet?

https://www.change.org/p/monatelange-wa...k%C3%BCrzt

Wenn das ohne Widerstand durchgeht, sind Betroffene mit Long-COVID, ME/CFS u.ä. diejenigen, die auch noch länger in die Röhre schauen.

#453


C
Zitat von Arella:
Mich wundert das nicht.


Was kann denn der Sinn sein zuzuschauen, wie gerade junge Leute aus dem Arbeitsleben entfernt werden, ohne was dagegen zu machen?

#454


C
Zitat von Plague:
BTW: Wer hat alles noch nicht die Online-Petition gegen die Kürzung sämtlicher Honorare für psychotherapeutische Leistungen ab dem 01.04.2026 unterzeichnet?


Ich. Bin sowieso kein Fan von Psychotherapie. Außer in schweren Fällen. Wo keine Probleme sind, sucht sich das Gehirn welche, kein blöder Spruch, sondern Tatsachen. Das merkt man in den übersättigten Ländern. Wegen jedem kleinen Problem braucht es eine Therapie.

Zitat von Plague:
Wenn das ohne Widerstand durchgeht, sind Betroffene mit Long-COVID, ME/CFS u.ä. diejenigen, die auch noch länger in die Röhre schauen.

Psychotherapie ist aber kein Heilungsansatz bei ME. Höchstens Unterstützung um mit dem schweren Lebenseinschnitt klar zu kommen. Wer es denn unbedingt braucht. Da erzählen dir dann jungdynamische, frische Uniabgänger mit fixen lebensfernen Ideen im Kopf, wie jemand mit einem Leben gegen null klar zu kommen hat. Nein. Danke.

Im Gegenteil, ich unterstütze es gar nicht, dass schwer ME Kranke, welche es noch nicht mal die Kraft haben ins Bad alleine zu gehen, die Aufforderungen bekommen, zur Psychotherapie zu gehen, nur weil es das einzige ist, was denen einfällt. Hatte genug Ärger mit der Krankenkasse bzw. dass sie weiter zahlen, wegen dem Thema.

#455


Plague
Zitat von Casey:
Wegen jedem kleinen Problem braucht es eine Therapie.

Das Problem erledigt sich spätestens nach dem ersten Sprechstundentermin, wenn keine Indikation festgestellt wird.

Zitat von Casey:
Psychotherapie ist aber kein Heilungsansatz bei ME.

Krankheitseinsicht, Akzeptanz und Erlernen von Pacing sowie Behandlung von Komorbiditäten wie Depression sind anerkanntermaßen wichtige psychotherapeutische Bausteine der Behandlung.

Die Einschätzung, in welchen Fällen und bei welcher Krankheitsausprägung das (noch) sinnvoll ist, obliegt natürlich dem Sachverstand der Haus- bzw. Fachärzte - und da besteht schon noch Nachholbedarf.

x 1 #456


C
Zitat von Plague:
Krankheitseinsicht, Akzeptanz und Erlernen von Pacing sowie Behandlung von Komorbiditäten wie Depression sind anerkanntermaßen wichtige psychotherapeutische Bausteine der Behandlung.


Okay, bei Depressionen kann ich es sogar noch nachvollziehen. Die hatte/habe ich aber nicht.

Pacing ist in 5 Minuten erklärt. Bekam einen Aufklärungsbogen mit und gut war. Pacing ist allerdings kein Weg raus. Eher nur der Krankheitsverwahrung.

Der Weg raus geht meiner Erfahrung nach über dosierte Bewegungsanreize, vernünftige Erholung und das Beste hoffen bzw. andere Ansätze so fern möglich durchaus mit auszuprobieren.

Zitat von Plague:
Das Problem erledigt sich spätestens nach dem ersten Sprechstundentermin, wenn keine Indikation festgestellt wird.

So einfach ist es bei ME oft leider nicht. Da werden mitunter Diagnosen erfunden, damit es eine Daseinsberechtigung gibt und der Druck für die Kranken bleibt.

#457


Plague
Zitat von Casey:
Pacing ist in 5 Minuten erklärt. Bekam einen Aufklärungsbogen mit und gut war.

So einfach ist die Sache allerdings nicht - vor allem, wenn man es mit Menschen zu tun hat, die quasi von jetzt auf gleich von 100 auf einen Bruchteil ihrer Leistungsfähigkeit zurückgeworfen werden.

Auch die eigene Selbstbeobachtung in Bezug auf Aktivitäten und Symptomlevel mit dem Ziel, sich langsam an das individuelle Belastungsniveau, das noch keine PEM provoziert, ranzuarbeiten, geht selten in absoluter Eigenregie.

Zitat von Casey:
Pacing ist allerdings kein Weg raus.

Bis wir eine ursachenorientierte Therapie haben, ist es aber eines der probaten und nachgewiesen wirksamen Mittel auf Symptomebene.

Zitat von Casey:
dosierte Bewegungsanreize, vernünftigen Erholung und das Beste hoffen bzw. andere Ansätze so fern möglich durchaus mit auszuprobieren.

Das sind Aspekte von Pacing und der Vermeidung einer weiteren Verschlimmerung der Inaktivierung.
Gibt allerdings nicht wenige, die dabei z.B. aufgrund der eigenen Persönlichkeitsstruktur zur Überforderung neigen und da ist gezielte therapeutische Begleitung sinnvoll.

x 1 #458


Scheol
@Plague
Zitat:
Auch die eigene Selbstbeobachtung in Bezug auf Aktivitäten und Symptomlevel mit dem Ziel, sich langsam an das individuelle Belastungsniveau, das noch keine PEM provoziert, ranzuarbeiten, geht selten in absoluter Eigenregie.

Das war mein Problem damals und die Info hatte ich damals von einem Mitglied von hier bekommen.

Immer sozusagen unter einem gewissen verbrauchslevel zu bleiben, das man nur nicht Zuviel Akku verbraucht.

Das PEM in dem Beinen habe ich immer noch . Meine 10.000 bis 12.000 Schritte am Tag bekomme ich aber wieder hin . Kann aber das Ich dann in 5,7,10,14 Tagen wieder 2-3 Tage habe wo ich ausruhen muss.

Also selbst Fürsorge ist ein großes Thema.

x 3 #459


Plague
Zitat von Scheol:
Immer sozusagen unter einem gewissen verbrauchslevel zu bleiben, das man nur nicht Zuviel Akku verbraucht.

Da arbeite ich momentan auch dran - und es ist nicht unbedingt so leicht. 🤔

x 1 #460


C
Zitat von Plague:
Da arbeite ich momentan auch dran - und es ist nicht unbedingt so leicht.


Gibt mitterweile Apps, Garmin Uhr, Oura Ring u.s.w. was hilfreich sein kann.

Mein Weg ist es nicht.
Ich bleibe bei einem Baseline ausgerichteten Stil wo es zudem mehr auf Umgang mit den Symptomen ankommt, als sie zu vermeiden.

x 1 #461


Scheol
Zitat von Casey:
Gibt mitterweile Apps, Garmin Uhr, Oura Ring u.s.w. was hilfreich sein kann. Mein Weg ist es nicht. Ich bleibe bei einem Baseline ausgerichteten Stil wo es zudem mehr auf Umgang mit den Symptomen ankommt, als sie zu vermeiden.

Wichtig fand ich eine Zeitlang zu verstehen was los ist und drunter zu bleiben. Aber irgendwann fand ich es wichtige diese 20 % auf 20,5 % hoch zu verschieben und sich immer wieder aus und an zu testen ob mehr gehen könnte.

sonst wäre ich nicht auf meine 10-12.000 Schritte gekommen.

davor waren es meist um die 20.000 Schritte.

bei dem Longcovid 1500-2000 Schritte.

also bin ich froh das es wieder um die 10.000 sind.

x 2 #462


C
Zitat von Scheol:
Wichtig fand ich eine Zeitlang zu verstehen was los ist und drunter zu bleiben.


Kommt ja auch darauf an, von wo jemand startet. Die Schwerstkranken, die mit Augen auf/Augen zu anfangen haben eine andere Ausgangslage, als jemand, der noch gewisse Kapazitäten hat.

Ich musste ja auch von recht weit unten anfangen. Aber ja, habe ich vorher nie drüber nachgedacht. Klar war pacing keine Option. Es war kein Raum mehr dafür gewesen. Ich musste immer drüber gehen bis erstmal eine Basis da war. Da ist der Umgang mit den Symptomen wichtig.
Eine kleine Bewegung, sich im Bett umdrehen zu wollen und Herzschlag geht auf sonstwas rauf. Da ruhig bleiben. Symptom Herzrasen annehmen. Nichts verändern wollen. So in etwa. Abgesehen vom Herzrasen noch Schwindel u.s.w. dazu.

Mein wichtigstes Tool ist somatic tracking.

x 2 #463


Arella
Zitat von Scheol:
Meine 10.000 bis 12.000 Schritte am Tag bekomme ich aber wieder hin . Kann aber das Ich dann in 5,7,10,14 Tagen wieder 2-3 Tage habe wo ich ausruhen muss.

Hallo Scheol, wenn es dann hoffentlich 10.000 friedliche oder zu mindestens einigermaßen frohgemute Schritte sind, dann sind das die besten 10.000 Schritte, die du kriegen kannst. Das wären dann für mich 10.000 sehr gute Schritte. Auch wenn es vorher mal mehr war.

x 1 #464


Plague
Zitat von Casey:
auf Umgang mit den Symptomen ankommt, als sie zu vermeiden.

Symptome sind immer da - geht vor allem darum, zu verhindern, dass sie durch Überanstrengung schlimmer werden.

Momentan bin ich auf der Bell-Skala bei 50, heisst Arbeit ist in Teilzeit mit vernünftigem Energiemanagement noch möglich (und auch notwendig). Das soll noch möglichst lange so bleiben.

Zitat von Casey:
Gibt mitterweile Apps, Garmin Uhr, Oura Ring u.s.w. was hilfreich sein kann.

Apple Watch und Health App sind unverzichtbare Werkzeuge geworden. 😉

Dieser Tage startet hier in BW das INCAP-Projekt, bei dem gesteuert über 6 universitäte Schwerpunkte eine ganze Reihe von Schwerpunktpraxen quer durchs Ländle die Versorgung verbessern sollen. Werde mich dafür auf jeden Fall auch registrieren und schauen, was es bringen kann.

#465


A


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