Zitat von Sonnenblume24:@nordlicht74: Dein Post hat mich ganz doll zum weinen gebracht. Du erzählst meine Geschichte, meine Erlebnisse 1:1. Ich weiß, wie sehr das alles weh tut und deine Zeilen haben mich kurz wieder in diese Emotionen gebracht. Ich bin so dankbar, dass ich ein Mensch bin, der fühlen kann! Danke für deine Worte, so konnten die Tränen des Wochenendes endlich mal raus. Meiner hat auch nie diese drei Worte gesagt. Es ging immer um ihn, ich habe mich so verbogen, damit es ihm gut geht. Immer war etwas, immer ging es ihm schlecht, immer habe ich alles ...
Ach, es ist irgendwie schade das du weinen musstest, aber manchmal tut einem das auch gut. Ich habe schon öfters, beim lesen deiner Geschichte gemerkt, dass sie meiner sehr ähnelt. Dieses verzweifelte alles richtig machen, aber doch nie dort ankommen.
Ich habe es ihm mal so erklärt: " Ich habe das Gefühl vor einer Tür zu stehen, du auf der einen Seite, ich auf der anderen. manchmal öffnest du die Tür, lässt mich durchschauen, nimmst meine Hand durch einen kleinen Spalt, redest mit mir, ohne mich anzuschauen, ich kann dich spüren, ich weiß, du stehst hinter der Tür, aber du bist nicht da und wenn ich auch nur ein falsches Wort sage, schließt du die Tür sofort. Ich weiß nicht mehr ob du da bist, ob du hinter der Tür stehst, ob du sie für mich noch mal öffnen wirst und wenn, wie weit du sie öffnen wirst. Meine Sehnsucht ist so groß, dass du sie aufschlägst und mich an dich ziehst und alle Mauern abreisst, die um uns herum sind. Aber du hast die Tür immer nur einen kleinen Spalt offen und ich stehe auf der anderen Seite und warte und warte und warte und bin so traurig, aber ich kann nicht gehen."
Er hat es natürlich nicht verstanden und es meine Erklärungen immer als "emotionalen Kram" abgetan, egal wie sehr ich ihn darum gebeten habe, mir etwas näher zu kommen, ich habe gebettelt, aber er hat es nie getan. Jetzt weiß ich, dass er es nicht konnte. Er konnte es einfach nicht. Mein Therapeut sagte mal. Die Tür war einfach so gebaut, dass sie nur einen kleinen Spalt zu öffnen, er hätte das nicht gekonnt, auch wenn er gewollt hätte.
Wir waren einfach so verschieden, ich immer so vorsichtig sanft mit ihm, immer Verständnis IMMER..Wenn er keine Lust auf mich hatte, ist er halt einfach nicht gekommen, ohne Erklärungen ohne abzusagen. Ich hätte mir sowas nie erlaubt weil ich wusste, dass es ein riesen Theater geben würde. Er konnte SEHR beleidigend werden. Er hat mich mit Wörtern beschimpft, die ich noch nie vorher gekannt hatte. Er war der Narzisst, ich der Empath. Das konnte nicht gut gehen.
Ich habe eine Therapie gebraucht um an meinem Selbstwert zu arbeiten. ich hatte zum Ende hin keine Ahnung mehr, was richtig und was falsch ist. Ich hatte keine Normen mehr. Was ist normal, was nicht. Wie liebt man, wie viel Liebe kann man selber erwarten. Wie viele Verletzungen muss man zulassen können. Was habe ICH falsch gemacht.
Jetzt sind fast 4 Monate rum. Ich vermisse ihn immer noch ganz fürchterlich. Unfassbar für mich jemanden zu vermissen, der mich über Jahre so schlecht behandelt hat.
Liebe Sonnenblume. Es ist ganz schlimm was du erlebt hast und erlebst, aber wir werden zur Ruhe kommen und es wird uns gut gehen. Bestimmt.