Zitat von Isely:Ich möchte dir den Rat geben, dich nicht zu sehr auf die Therapie zu verlassen, denn wie du schriebst, kam ja schon bei den 7 Wochen nix gross bei rum.
Eine Therapie ist aber nunmal die einzige "Behandlung" die es für psychische Probleme gibt.
Und es gibt natürlich Menschen die es ohne eine Therapie aus einer Depression schaffen, nur scheine ich eben nicht dazu zu gehören.
Also warum sollte ich mich nicht auf die einzige Behandlungsmöglichkeit die unsere Medizin bieten kann nicht stützen?
Zitat:Schau nicht immer was dir fehlt, sondern auf das was du hast.
Wenn das was man hat, dass was einem fehlt aber nicht ausgleichen kann, bzw. dir trotzdem keinen Lebenswillen oder -sinn gibt, dann sollte man sich sehr wohl darauf konzentrieren was den zu fehlen scheint.
In meinem Fall ist das z.B. ein stabiles soziales Umfeld, dessen Aufbau mir aber seit Jahren nicht gelingt (und das liegt nie nur an einem selbst). Und Dinge die mir Freude machen, auf die ich mich freuen kann.
Und das wird auch kein Job, keine Wohnung und kein Auto ausgleichen können.
Zitat:das war eine 4 Monatsbeziehung
6 Monate.
Ja, da bin ich pedantisch.
Zitat:Jetzt kannst du natürlich wieder sagen, ich hätte gut reden.
Auch von solchen Gedanken musst du weg.
Wieviele Frauen mit zum Teil kleinen Kindern wurden verlassen, nach 10 Jahren und mehr, was sollen die sagen ?
Ich vergleiche mich nicht mit solchen Frauen.
1. Weil die Lebensumstände nunmal völlig anders sind.
2. Weil ich mir gar nicht anmaßen möchte mir vorstellen zu können wie sich jemand in der beschriebenen Situation fühlen würde.
3. Weil solche Vergleiche, wie gesagt nicht weiter helfen. Jeder Mensch ist Individuell und reagiert individuell auf Ereignisse und Situationen. Und auch zwei Menschen die haargenau das gleiche Leben gelebt haben, können trotzdem unterschiedliche Persönlichkeiten und Reaktionsweisen haben.
Ich verweise hier gerne nochmal auf das Diathese-Stress-Modell.
Zitat:Du musst gar nicht dagegen ankämpfen, du musst deine Sicht auf die Dinge die geschehen sind, ändern.
Wenn eine Tür zu geht, öffnet sich auch wieder eine neue, man muss es nur zulassen.
Und doch. Wenn man innerlich blockiert ist, das eigene Unterbewusstsein dem Weg den man gehen möchte im Weg steht, dann ist das ein Kampf.
Und zwar gegen den schlimmsten Feind, nämlich gegen sich selbst.