Zitat von schlumpf2011:Ihr seid einfach ein Stück weiter, als ich - habt ihr denn sofort akzeptiert, wenn er gehen wollte - habt ihr sofort Ruhe gegeben und wieder genau das gemacht, was er möchte?
Es waren halt 6 Jahre - und das ist einfach eine lange Zeit - er war fester Bestandteil meines Lebens - und dann so schnell zu begreifen und zu akzeptieren, dass das so nun nicht mehr ist ist einfach so schwierig.
Und ein langer Prozess.
Mir ging es da ähnlich wie dir, schlumpf. Er hatte sich ja getrennt- oder wurde rausgeworfen, nachdem er seine Frau und mich ein paar Monate köcheln ließ- sie im real life von Angesicht zu Angesicht und mich per Handy. Da wurde auf seiner Seite trautes Weihnachten im Kreise der Familie gefeiert, Versöhnungsurlaub gebucht, gestritten was das Zeug hielt und ich glaube unbesehen dass das für sie höllische Monate gewesen sein müssen. Weil der Herr nämlich nicht gegangen ist, sondern zuhause herumhing, sie am ausgestrecktem Arm verhungern ließ, während der mich per whatsapp, Telefon und mail immer schön geschmeidig hielt. Ihr vorlog, dass er keine Verbindung mehr mit mir hatte und mir vorlog, es sei alles nur eine Frage der Zeit. Wenn ich zu arg gezuckt habe, war dann halt mal wieder ein Monat kein Kontakt oder es kam alle paar Tage ein "x"
Danach war er zwar getrennt, aber mitnichten offiziell mit mir zusammen, wie ich jetzt weiß.
Ich kann dir sagen, als wir uns nach den Monaten damals wiedersahen, nach seinem Auszug von zuhause, war ich dermaßen weichgekocht und mürbe. Von Monaten Hinhaltetaktik, Schlaflosigkeit, Hoffen, Hilflosigkeit und Sehnsucht. Ganz ehrlich- schlumpfi, ich war eigentlich eine gebrochene Frau, ohne jetzt pathetisch sein zu wollen. Ich hab nur noch auf ihn zugelebt, von Wiedersehen zu Wiedersehen. Von meiner Lebensfreude und meinem Selbstbewußtsein war nur dann etwas zu sehen und zu spüren, wenn er das auch so wollte.
Meiner Meinung macht es genau das mit einem, wenn man in einer nicht geklärten Situation leben und lieben möchte, wenn Lügen und Heimlichkeiten immer ein größerer oder kleinerer Bestandteil der Beziehung sind.
Statt sich mal die Frage zu stellen
Tut das gut? Nee, oder? Also weg damit aus meinem Leben. verbiegt man sich, schluckt, heult Weihnachten, ist nur noch die Hälfte seiner selbst.
Du musst entscheiden, wie du weiter machst, klar. Mit ihm oder ohne ihn. Aber im Augenblick fährst du am besten, wenn du wieder du selbst wirst und den Stecker ziehst.
