Zitat von Bones:Sowas ist wirklich unglaublich traurig.
Wie kann man nur so sein?
Da zieht es mir immer wieder die Schuhe aus
Ja, das ist traurig. Nennt sich postnatale Depression und die Mütter, die da drunter leiden, haben sich das ganz gewiss nicht so ausgesucht. Mit "stell Dich nicht so an" und "wie kann man nur so sein?" ist ihnen leider nicht geholfen.
Zitat von Hurtleisz:Da geht es dann nach hauptsächlichem Betreuungsaufwand (der natürlich von ihr kam, wenn ich arbeiten muss) und weniger um die aktuelle Situation. Gibt es dahingehend Erfahrungen hier? Wo mal nicht nach Schema F die Mutter die Kinder bekommen hat?
Deine Nochfrau hat Dich mit 20 kennengelernt und innerhalb von 10 Jahren (so lange seid Ihr zusammen, hab jetzt nicht mehr auf dem Zettel, wie alt Euer Nachwuchs ist) 4 Kinder bekommen, um die sie sich hauptsächlich gekümmert hat, bloß aktuell nicht. Daneben studiert sie noch, während Du 10-Stunden-Tage gearbeitet hast, was sich erst in letzter Zeit geändert hat. Wobei ich auch im Homeoffice gearbeitet habe und meine Aufgaben trotzdem erledigen musste - ich hätte es nicht geschafft, "nebenbei" noch 4 Kinder zu versorgen.
So mies ich es finde, wenn Beziehungen aufgrund von Affären und Lügen enden - ich kann Deine Frau schon verstehen, dass sie einfach ausgebrannt ist. Ich verstehe auch Deine Sicht. Du hast Dich abgerackert für Frau und Kinder, um Euch allen ein gutes Leben zu ermöglichen.
Was ich nicht verstehe ist, dass Ihr es 10 bzw. 8 Jahre nicht geschafft habt, auf Eure Bedürfnisse zu gucken und Euch offensichtlich nicht klar war, welche Belastung 4 Kinder bedeuten. Nicht falsch verstehen: Ich finde es super, dass Ihr die Kinder habt und sicherlich möchtet Ihr beide keines missen. Aber ein Spaziergang ist es ganz sicher nicht, ständig schwanger zu sein und Kleinkinder um sich zu haben; in einem Alter, wo andere eine Ausbildung/ein Studium absolvieren und sich noch ein wenig austoben. Gilt für Euch beide.
Ich gehe davon aus, dass Du Deine Frau finanziell unterstützen musst, bis sie ihr Studium beendet hat. Das finde ich auch völlig in Ordnung, denn sie hat durch Eure Kinder im Berufsleben bislang Nachteile, die sie aufholen muss und darf. Einfach Deine Arbeitszeit reduzieren wirst Du nicht können.
Ihr seid eigentlich perfekte Kandidaten für eine Mediation. Sucht Euch einen Mediator, der mit Euch die aktuelle Situation (sie überfordert und geflüchtet, Du überfordert und überarbeitet, 4 kleine Kinder) aufdröselt und eine Regelung findet. Du solltest Dich trotzdem bei einem Fachanwalt beraten lassen, das eine schließt das andere nicht aus. Aber im Blick auf Eure Kinder wäre es gut, wenn die Paar- von der Elternebene getrennt wird, denn sicher wollt Ihr doch beide das Beste für sie?
Darüber hinaus bin ich auch ein wenig Morus- und Cube-geschädigt.
