Caecilia
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(U.a.) daher habe ich die von ihm halbherzig vorgeschlagene Paartherapie direkt abgelehnt.
Gut, unsere Kinder waren schon größer (haben allerdings trotzdem gelitten) und Next stand schon in den Startlöchern, das hat es einfacher gemacht. Ich fürchte, bei kleineren Kindern hätte ich mich auch schwerer getan. Auf der anderen Seite: Wenn ihr jetzt noch z.B. fünf Jahre durchhaltet und euch dann trennt, bringt es euren Kindern null, im Gegenteil. Und siehst du euch ernsthaft noch 20 Jahre zusammenbleiben? Kannst du ihm jemals wieder komplett vertrauen?
Ich lese dich als eine sehr selbstbestimmte, autarke und reflektierte Person mit einem guten Zugang zu ihren Gefühlen (und das so kurz nach einer Schwangerschaft und Geburt, mit kleinem Baby und sicher Schlafdefizit - Hut ab!). Mein Rat an dich: Mach Nägel mit Köpfen. Kein Teilen von Tisch und Bett mehr. Er soll zügig ausziehen. Vielleicht nähert ihr euch dann wieder an, vielleicht aber auch nicht. Dahinplätschernlassen wird immer Stillstand bzw., wie du befürchtet, ein langsames, zähes und quälendes "Auslaufen" sein. Das willst du nicht.
Wenn du die Paartherapie weitermachst, würde ich sie nicht mehr so nennen, sondern "Krisenberatung" o.ä. - und auch ganz klar als Ziel definieren, den aktuellen Schwebezustand möglichst schnell aufzulösen und für die Kinder wieder ein stabiles Umfeld zu schaffen - so oder so.