Zitat von Nadja_K: Er hat es etwas ins Lächerliche gezogen und gesagt, dass er nicht viel erzählt, weil es nicht viel zu erzählen gibt.
Das war ja nun auch meine Vermutung.
Zitat von Brightness2: Für mich ist die Frage, verheimlicht er tatsächlich oder hat es eben nicht genug Gewicht, um erzählt zu werden.
Zitat von Brightness2: Nicht, weil er es nicht wissen sollte, sondern weil es für unsere Partnerschaft kein Gewicht hatte und hat.
This! Das passt doch auch zu den Worten des EM der TE.
Zitat von Anaria: Und wenn dein Mann sich damit nicht mehr wohlgefühlt hätte? Wenn er dich darauf angesprochen hätte und dich gebeten hätte diesen Kontakt auf das Berufliche zu minimieren? Hättest du es gemacht?
Hm, interessante Frage. Ich hätte wissen wollen, was los ist, was ihm nicht gefällt, wo sein Unwohlsein liegt. Hätte ihn möglicherweise auch ein wenig provoziert und geneckt. Wenn er insistiert hätte, wären wohl Gespräche über unsere Beziehung fällig geworden. Was mit unserem Fundament Vertrauen passiert ist, was da gerade bei ihm am Kippen ist. Aber nein, diese Bitte würde keiner von uns beiden äußern. Wenn es Probleme gibt, werden die nicht vermieden, sondern gelöst. Das ist für mich keine Strategie. Es hätte schon handfeste Gründe -wie beispielsweise eine aufkommende Verliebtheit meinerseits- geben müssen, um mich zu einer Verhaltensänderung zu bewegen. Die gab es aber zu keiner Zeit. Ich bin da aber auch eher pragmatisch. Ich liebe und vertraue. Und erwarte, diesbezüglich nicht enttäuscht wird. Sonst funktioniert es bei mir nicht. Ich werde einen Menschen, den ich liebe, nicht bitten, sich für mich zu verbiegen. Oder seine Gefühle einzuschränken. Ich werde auch niemanden in einen goldenen Käfig stecken.
Ich habe das Gefühl, einige geben ihre Gefühle, ihr Lebendigkeit an der Unternehmenspforte ab. Überall dort, wo Menschen zusammen kommen, gibt es -positive wie auch negative- Emotionen. Das ist gut so. Warum um Himmels Willen darf ein Mann nicht traurig sein, wenn die Lieblingskollegin weg geht? Das Arbeitsleben ist doch kompliziert genug, da bin ich sehr dankbar, gleichgesinnte Mitstreiter -männlich/weiblich/divers- zu finden. Vertraute. Verbundene. Leute, mit denen ich auch Spaß haben kann. Die Köppe zerreden. Ideen entwickeln. Sich Vertrauen schenken. Ja, auch flirten. Auch private Dinge austauschen. Wir sind doch weder Roboter noch triebgesteuerte Wesen, die sich nicht unter Kontrolle haben. Irgendwas dazwischen ist doch ganz chic.